StartLandwirtschaftGeflügelpestverdacht in einem Betrieb in Rees

Geflügelpestverdacht in einem Betrieb in Rees

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Vorläufige „Sperrzone“ – Überwachungszone reicht bis in den Kreis Wesel

Kreis Wesel. Das Chemische- und Veterinäruntersuchungsamt Rhein-Ruhr-Wupper hat am Mittwoch (02.11.2022) den Verdacht eines Ausbruchs der Geflügelpest vom Typ H5 in einem Putenmastbetrieb in Rees im Kreis Kleve amtlich festgestellt. 

Das abschließende Ergebnis durch das Friedrich-Löffler-Institut steht allerdings noch aus. Um den Betrieb wird daher zunächst eine vorläufige Sperrzone mit einem Radius von mindestens zehn Kilometern festgelegt, in denen ab Donnerstag (03.11.2022) besondere Restriktionen für geflügel- und vögelhaltende Betriebe gelten.

Davon sind auch die Stadt Isselburg mit sämtlichen Ortsteilen und der westliche Randbereich der Stadt Bocholt betroffen. Das teilt Dr. Manfred Ulrich, Leiter des Fachbereichs Tiere und Lebensmittel der Kreisverwaltung Borken, mit. Eine Allgemeinverfügung mit Darstellung der Überwachungszone wird im elektronischen Amtsblatt am Mittwoch, 2. November 2022, veröffentlicht und tritt am Donnerstag, 3. November 2022, in Kraft.

Für geflügel- und vogelhaltende Betriebe in der vorläufigen „Sperrzone“ gilt insbesondere folgendes:

Geflügel oder gehaltene Vögel dürfen weder aus dem noch in den Betrieb verbracht werden.
Erzeugnisse, Materialien oder Stoffe von Geflügel oder gehaltenen Vögeln oder von Erzeugnissen, Materialien oder Stoffen, die mit Geflügel oder gehaltenen Vögeln in Kontakt gekommen sind, dürfen aus dem Betrieb nicht verbracht werden.
Sämtliches gehaltenes Geflügel (Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse) ist ab sofort ausschließlich

  • 1. in geschlossenen Ställen oder
  • 2. unter einer Vorrichtung, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten, dichten Abdeckung besteht und mit einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung versehen sein muss (Schutzvorrichtung, Voliere), zu halten.

Die Karte der betroffenen Gebiete sind unter folgendem Link interaktiv einsehbar: Geo-Portal Niederrhein

Tiere dürfen nicht getötet werden

Geflügel oder gehaltene Vögel dürfen ohne Genehmigung des Fachbereichs Tiere und Lebensmittel des Kreises Borken nicht getötet werden. Zur Genehmigung ist dem Kreis rechtzeitig ein formloser Antrag zuzuleiten.
Nicht wesentliche Verbringungen von Erzeugnissen, Materialien, Stoffen, betriebsfremden Personen und Transportmitteln in die Betriebe, die für die Tierhaltung nicht erforderlich sind, sind untersagt.
Ausstellungen, Börsen, Märkte sowie Veranstaltungen ähnlicher Art, bei denen Geflügel verkauft, gehandelt, zur Schau gestellt werden oder zusammenkommen, sind ab sofort verboten.

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