Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Schermbeck sind aus Erftstadt wieder zurück – Kleiner Teilerfolg: Die Schermbecker konnten einige Karpfen lebend eingefangen.

Nachdem die Freiwillige Feuerwehr der Bereitschaft 1 Sonntagmorgen um 06:25 Uhr nach Erftstadt alarmiert wurde, haben sie am Montagmorgen nach ca. 22 Stunden Einsatz um 04:40 Uhr ihren Heimathafen im Schermbecker Gerätehaus wieder sicher erreicht.

Einsatz Überschwemmungsgebiet ERftstadt Feuerwehr Schermbeck

Der Einsatzort in Erftstadt sei eine evakuierte Wohnsiedlung gewesen, teilt die Feuerwehr Schermbeck auf ihrer Facebookseite mit. Die Aufgabe der Einsatzkräfte habe darin bestanden, die Häuser so weit wie möglich nach vermissten Personen zu kontrollieren.

Feuerwehr-Schermbeck-Tierrettung-Erftstadt

Gleichzeitig verschafften sich die Helfer_Innen einen Überblick darüber, inwieweit die Häuser noch bewohnbar sind. Das Ausmaß der Überschwemmungen habe sich hier in jedem Haus gezeigt. Viele Keller standen immer noch voll Wasser und wurden von der Feuerwehr leer gepumpt.

Ein kleiner Teilerfolg sei auch eine Tierrettung von Karpfen gewesen. Die Schermbecker konnten einige Karpfen eingefangen, andere konnten allerdings nur noch tot geborgen werden.

Feuerwehr-Schermbeck-Tierrettung-Erftstadt

22 Stunden waren die freiwilligen Helfer_innen der Feuerwehr im Einsatz. 22 Stunden Einsatz in einer Stadt, die von den Überschwemmungen massiven Schaden genommen hat. 22 Stunden live sehen, welche Existenzen zerstört wurden, welch schreckliches Bild sich vor Ort zeigt. 22 Stunden in denen sie einfach versucht haben zu helfen, dort wo Hilfe gebraucht wird, aber auch 22 Stunden in denen sie gesehen haben, wie überörtliche Hilfe funktioniert und wo sie erneut gelernt haben, wie wichtig das Ehrenamt ist.

Feuerwehr-Schermbeck-Tierrettung-Erftstadt

„Wenn auch unsere Kameradinnen und Kameraden völlig entkräftet in Schermbeck ankamen, sind wir stolz helfen zu können und in dieser schwierigen Situation unser Bestmögliches zu geben. In Gedanken sind wir immer noch bei all den Menschen, die ihr Leben, nahestehende Menschen, ihr Zuhause oder ihre Existenz verloren haben. Natürlich auch bei den Einsatzkräften, die zu diesem Zeitpunkt vor Ort im Schadensgebiet sind. Zusammen sind wir stark! Zusammen schaffen wir das!“

(Quelle und Foto: Facebook Feuerwehr Schermbeck)