Corona-Auflagen erzwingen eine Änderung des traditionellen Weihnachtsangebotes

Das Coronavirus lässt sich auch vom Weihnachtsfest nicht aufhalten. Wegen der relativ hohen 7-Tage-Inzidenz, die derzeit im Kreis Wesel 170 beträgt, kann man davon ausgehen, dass sich die pandemische Lage und die Auflagen für die Gestaltung von Gottesdiensten auch an den Weihnachtstagen kaum verändern werden.

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Ellen Wehland, Desirée Kaiser, Xavier Muppala, Josef Breuer und Christine Wolf (v.l.) stellten in der Ludgeruskirche das Gottesdienstprogramm der Weihnachtszeit vor. Foto: Helmut Scheffler

Die Katholische Kirchengemeinde St. Ludgerus hat auf der Basis einer Einschätzung der inzwischen auch eingetretenen Entwicklung schon im August mit der Detailplanung für das Weihnachtsfest 2020 begonnen. Pastor Xavier Muppala, die Pastoralreferentin Desirée Kaiser, Christine Wolf als Vorsitzende des Pfarreirates, das Pfarreiratsmitglied Ellen Wehland, der Organist Josef Breuer und die Internet-Beauftragte Barbara Böing stellten am Donnerstagabend die geplante Gestaltung der Gottesdienste im Weihnachtsfestkreis vor.

„Weihnachten ist das Fest des Lebens und der Freude. Es ist nur einmal im Jahr. Wir planen das Fest feierlich zu gestalten“, begründet Pastor Muppala das intensive Bemühen der Kirchengemeinde. Da wegen der Corona-Auflagen an den Gottesdiensten in der Ludgeruskirche jeweils nur 90 Personen teilnehmen können, in normalen Jahren aber zwischen 300 und 450 Personen an Heiligabend und an den beiden Weihnachtstagen teilnehmen, gibt es in diesem Jahr einige Änderungen. „Wir feiern insgesamt zehn Gottesdienste zu Weihnachten, sodass jeder eine Chance hat, an den Gottesdiensten teilzunehmen“, weist Pastor Muppala auf das Zusatzangebot hin.

Krippenspiel

Die Gruppe „Kinderkirche“ bereitet ein Krippenspiel vor, das an Heiligabend um 11 Uhr und um 15 Uhr im Rahmen zweier Wortgottesdienste und um 16.30 Uhr während einer Familienmesse vorgestellt wird. Um die Abstände zwischen den Krippenspielern beibehalten zu können, wird beim Krippenspiel auf bewegte Szenen verzichtet. Die Darbietung erfolgt in der Form von Standbildern, die von einem Erzähler erklärt werden.

In diesem Jahr wird es neben dem üblichen Festhochamt (Christmette) um 19 Uhr ein weiteres Festhochamt geben, das um 21 Uhr beginnt. Da die Plätze bei allen Gottesdiensten begrenzt sind, werden Erwachsen und Jugendliche gebeten, sich für die abendlichen Christmetten anzumelden.

Am ersten Weihnachtstag bietet die Kirchengemeinde St. Ludgerus um 7.30 Uhr und um 9 Uhr jeweils ein Hochamt an. Um 10.30 Uhr beginnt das Festhochamt mit der Blaskapelle „Einklang“.

Am zweiten Weihnachtstag beginnt die heilige Messe um 8.30 Uhr und das Festamt um 10.30 Uhr. An der musikalischen Gestaltung wirken Solisten und Instrumentalisten mit.

Corona-konform

„Alle Gottesdienste werden Corona-konform gehalten“, verweist Pastor Muppala auf die Pflicht, die Kirche nur durch den Nebeneingang bei Nappenfeld mit einer Maske zu betreten, im Innenraum die Hände zu desinfizieren und die üblichen Abstände einzuhalten.

Der Einlass zu den Gottesdiensten beginnt 15 Minuten vor den Gottesdiensten. Liederhefte werden verteilt, sodass die Gottesdienstteilnehmer kein „Gotteslob“ mitzubringen brauchen. Nach dem Gottesdienst kann man diese Liederhefte mit nach Hause nehmen.

Zwischen den Gottesdiensten werden die Bänke desinfiziert und die Freiwillige Feuerwehr sorgt für einen Luftaustausch im Gotteshaus. Da die Kirche nicht beheizt wird und wegen der geringen Besucherzahl auch keine Erwärmung durch die Körper entstehen wird, empfiehlt Christine Wolf eine warme Bekleidung.

„Das Singen haben wir reduziert, um die Aerosole zu verringern“, weist Christine Wolf auf eine Veränderung hin. Wie der Organist Josef Breuer mitteilt, wird an allen vier Heiligabend-Gottesdiensten Orgelmusik erklingen. Um 19 Uhr werden der Kirchenchor „Cäcilia“ und der Chor „da capo“ Weihnachtslieder singen.

Orgelmusik und Weihnachtslieder untermalen auch die beiden Hochämter am frühen ersten Weihnachtstag. Um 10.30 Uhr musiziert die Blaskapelle „Einklang“.

Einen musikalischen Höhepunkt gibt es am zweiten Weihnachtstag um 10.30 Uhr. Josef Breuer hat die „Missa C-Dur“ für vier Singstimmen, zwei Violinen, zwei Trompeten, Pauken, Bass und Orgel ausgewählt.

Kostenlose Tickets

Für die Weihnachtsgottesdienste müssen kostenlose Tickets bestellt werden, entweder auf der Homepage www.sankt-ludgerus.de oder auf der Website www.kirchen-tickets.de/ludgerus-schermbeck. Es soll dadurch verhindert werden, dass Gottesdienstbesucher wegen Überfüllung der Kirche wieder nach Hause geschickt werden müssen. Die Tickets werden am 1. Dezember um 9 Uhr freigeschaltet.

Pro Bestellung können vier Personen angemeldet werden. Die Namen aller vier Personen müssen angegeben werden. Wer sich nicht online anmelden kann, hat auch die Möglichkeit, sich telefonisch (02853/4291) im Pfarrbüro bei Ulrike Schild anzumelden.

Sollte sich irgendwann vor Weihnachten herausstellen, dass man doch nicht an dem Gottesdienst teilnehmen kann, sollte man dies unbedingt per Mail ([email protected]) oder im Pfarrbüro melden, damit die Plätze anderen Interessenten zur Verfügung gestellt werden können. H.Scheffler

Info:

Kostenlose Tickets müssen auch für die Gottesdienste an der Jahreswende bestellt werden. Silvester: Um 18 Uhr findet die heilige Messe zum Jahresabschluss statt. Das „Gebet zum Jahresabschluss“ beginnt um 23.30 Uhr. Neujahr: Mit dem Festhochamt um 10.30 Uhr startet die Ludgerus-Gemeinde ins neue Jahr.

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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.