Zweitägige Jubiläumsfeier startet Mitte September

Der Schermbecker Pfadfinderstamm St. Georg ist 40 Jahre alt. Am 16. und 17. September soll der Geburtstag im Umfeld des Pfadfinderhauses am Prozessionsweg gebührend gefeiert werden.

Am Samstag (16.) beginnt um 18 Uhr die offizielle Begrüßung am Pfadfinderhaus.

Die Stammesleiter Stefan Breil und Nadine Anschütz freuen sich ebenso wie der Kurat Jörn Iwanowski auf die Teilnahme zahlreicher aktiver und ehemaliger Pfadfinder sowie auf den Besuch von Vertretern möglichst vieler Pfadfinderstämme aus dem Bezirk Niederrhein-Nord. Einen besonders herzlichen Empfang wird es für Heinz Böhnke geben.

Der ehemaliger Leiter,Vorstand und Kurat gehörte zu den Gründern des Stammes und leitete oder begleitete ihn während der gesamten 40 Jahre.

Musikalische Festtagsstimmung

Ab 21 Uhr sorgt Franz Jöhren, der Schreiber des beliebten Pfadfinderliedes „Allzeit bereit“, für musikalische Festtagsstimmung. Anschließend lädt die Band „Sloe Gin“ zum Partyvergnügen ein.

Heinz Böhnke (sitzend), der Stammesleiter in den Jahren 1977 bis 1990, mit einem Teil der aktuellen 34-köpfigen Leiterrunde vor dem Pfadfinderhaus am Prozessionsweg. Hockend (v.l.): Nadine Anschütz, Annemarie Schüssler. Stehend (v.l.): Florian Compernaß, Rebecca Marsfeld, Solphia Schetter, Marvin Schetter. Foto: Helmut Scheffler

Am Sonntag (17.) wird der zweite Festtag um 10 Uhr mit einer Messe am Pfadfinderhaus eröffnet. Anschließend werden verschiedene Aktivitäten und Attraktionen für die ganze Familie angeboten. Dazu gehören auch Spiele, tolle Marktstände und Bullenreiten. Die Kölner „Rhine-Power-Pipe-Band“ unterhält die Besucher mit flotten Rhythmen. An Stellwänden ermöglichen Fotos einen Gang durch vier Jahrzehnte Schermbecker Pfadfindergeschichte.

Erinnerungen

Zusätzlich wird per Videos an etliche Sommerlager erinnert. Von einigen Lagern gibt es noch Lagerschilder, die ebenfalls ausgestellt werden sollen. Wer einen Blick in die neue Küche wirft, die Norbert Grewing den Pfadfindern Anfang des Jahres 2017 schenkte, der wird noch Geschirr entdecken, das beim zweiten Lager im Jahre 1979 im luxemburgischen Echternach benutzt wurde.

Zum ersten Spatenstich durch Stammesleiterin Gerdi Driesner versammelten sich am 21. April 1991 Pfadfinder und Repräsentanten des öffentlichen Lebens auf dem Baugelände am Prozessionsweg. Archivfoto: Helmut Scheffler

Den ersten Stamm der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg gab es in Schermbeck kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Er bestand aber nur bis 1957. Ein zweites Mal machten sich die Pfadfinder 1977 auf den Weg. Am Feste Christi Himmelfahrt des Jahres 1977 wurde im Schermbecker Ortsteil Bricht die Pfadfinderhütte des Stammes Wesel-Flüren eingeweiht. Die Gäste aus Schermbeck ließen sich von dem Vorbild der Flürener anstecken. Diese von Helmut Marx geleitete Gruppe war bereit, den Schermbeckern beim Aufbau eines eigenen Stammes behilflich zu sein. Im Spätsommer des Jahres 1977 begann die Trupparbeit mit einem Wochenendlager. Die offizielle Gründung des Schermbecker Pfadfinderstammes erfolgte im September. Schnell wuchs der Stamm auf 200 Mitglieder im Jahre 1982.

Schon vor der Feier anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Schermbecker Stammes innerhalb der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg im Jahre 1987 entstand der Wunsch der Schermbecker nach einem eigenen Heim. Bereits am 12. Juni 1986 wurde ein Förderkreis gegründet.

Ein massiver Bau wurde geplant. Im März 1991 wurde die Baugenehmigung erteilt. Damit war der Weg frei für die Beantragung von Zuschüssen. Zum ersten Spatenstich versammelten sich am 21. April 1991 Pfadfinder und Repräsentanten des öffentlichen Lebens auf dem Baugelände am Prozessionsweg. Während der Sommerferien des Jahres 1993 begannen die Gründungsarbeiten für das neue Pfadfinderheim, dessen Pläne Kurat und Innenarchitekt Heinz Böhnke erstellt hatte. Am 27. November 1994 wurde Richtfest gefeiert. Sehr viel Eigenleistung war erforderlich, um das rechnerisch zirka eine Million DM teure Bauprojekt rechtzeitig zur Feier des 20-jährigen Bestehens des Schermbecker Pfadfinderstammes fertig stellen zu können.

Am 28. September 1997 begrüßte Stammesleiter Michael Leisten anlässlich der Einweihung des neuen Pfadfinderhauses Mitglieder der befreundeten Pfadfinderstämme aus Walbeck, Flüren, Kapellen, Feldmark, Xanten und Hartefeld.

„Ich bin stolz auf die Männer und Frauen aus unserer Kirchengemeinde, die dieses Anliegen mitgetragen haben“, würdigte Franz-Gerd Stenneken, Pfarrer der Schermbecker Ludgerusgemeinde, im Rahmen der 25-Jahr-Feier des Schermbecker Pfadfinderstammes im Jahre 2002 die Leistungen aller Helfer beim Bau des Pfadfinderhauses. Zu diesen Helfern gehörten auch die Mitglieder der Katholischen Landjugendbewegung Schermbeck, die im Rahmen der Aktion „Big Bagger“ im Juni 2001 die Zuwegung vom Prozessionsweg zum Pfadfinderhaus innerhalb von 72 Stunden pflasterten und außerdem hinter dem Pfadfinderhaus einen Bachlauf mit angrenzendem Feuchtbiotop und Not-Überlauf anlegten. Im Umfeld der 30-Jahrfeier haben die Pfadfinder 2007 den Bolzplatz vom Schalke-Fan-Club „Königsblaue Schermbecker“ übernommen.

Das geräumige Haus der Pfadfinder dient nicht nur den etwa 120 aktiven Pfadfindern als Ort der Begegnung. Als Haus der teiloffenen Tür bietet es auch anderen gemeindlichen Gruppen einen Treffpunkt.

„Neue Pfadfinder sind herzlich willkommen“, laden Stefan Breil und Nadine Anschütz Kinder ab fünf Jahren ein, Mitglied des Schermbecker Stammes St. Georg zu werden. Über die Truppstunden der Eichhörnchen (5-8 Jahre) und der Wölflinge (8-10 Jahre) kann man sich auf der Homepage www.dpsg-schermbeck.de ebenso informieren wie über die wöchentlichen Treffen der Juffis (10-13 Jahre), der Pfadis (13-16 Jahre) und der Rover (16-21 Jahre). Anmeldungen sind per mail ([email protected]) möglich. H.Scheffler

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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

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