Wildbienenhotels laden am Elsenweg im Gahlener Heisterkamp und am Kuhweg in Gahlen-Besten zur Übernachtung ein

„Bienen sind die Stütze, das Rückgrat, unseres Ökosystems“, erläutert Markus Walbrodt seine Idee, Wildbienenhotels in Gahlen zu bauen.

In dem Garten Markus Walbrodt hat er bereits viele Refugien für Insekten geschaffen. Denn ohne die Bienen gibt es keine oder nur wenig Bestäubung von Pflanzen. Das habe zur Folge habe, dass die Pflanzen, Bäume Sträucher dann keine Früchte mehr tragen, betont der Vorstandsvorsitzende vom Heimatverein Gahlen.

Wildbienenhotels für fleißige Bienen

„Die sprichwörtlich fleißige Biene kommt nicht von ungefähr, denn mehr als 75 Prozent der Kultur- und Nutzpflanzen, werden durch Bienen bestäubt, eine Wildbiene bestäubt dabei bis zu 5.000 Blüten täglich“, führt Markus Walbrodt weiter aus, „und in der aufgeräumten heutigen Welt verschwinden die Lebensräume der Wildbienen schnell, wie Totholz und Reisighaufen, da hielten wir es für eine gute Idee mit einem artgerechten Wildbienenhotel etwas gegenzusteuern, nicht zuletzt mit etwas Aufmerksamkeit.“

Ausgestattet sind die bezugsfertigen Zimmer des Wildbienenhotels mit Hartholzblöcken mit jeweils 121 Bohrungen unterschiedlichen Durchmessers sowie mit eng gepackten Roggenstrohhalmen, Bambus- und Schilfröhren.

Wildbienenhotel am Kuhweg. Foto: Heimatverein Gahlen

Durch Bund und Land gefördert

Angefangen hat es vor mehr als einem halben Jahr, am 25. Mai 2020. Da erreichte auch den Heimatverein Gahlen e.V. eine Pressemitteilung des LEADER Region Lippe-Issel-Niederrhein, dass gewisse Kleinprojekte in der Region zu 80 Prozent durch Bund und Land gefördert werden können.

Vor allem Projekte, die bisher aufgrund fehlender finanzieller Mittel noch nicht umgesetzt werden konnten, wurden angesprochen, denn die Antragsfrist war mit knapp drei Wochen relativ knapp gesetzt. Gut also, wenn man ausgereifte Pläne in der Schublade und damit in der Hinterhand hat, so wie derjenige von Markus Walbrodt, Vorstandsmitglied des Heimatverein Gahlen.

Ende Juni des vergangenen Jahres erreichte den Heimatverein dann die erfreuliche Mitteilung, dass das Projekt berücksichtigt werden würde. Am Elsenweg im Gahlener Heisterkamp und am Kuhweg in Gahlen-Besten sollten jeweils Wildbienenhotels entstehen.

Informationstafeln zu den Gahlener Weißstörchen

Diese Wildbienenhotels sollten um Informationstafeln zu den Gahlener Weißstörchen erweitert werden. Hierbei handelt es sich bei den geplanten Standorten um ideale Anlaufpunkte zur Beobachtung der beiden Storchennisthilfen. Diese hat der Heimatverein im Jahre 2009 errichtet. Bruterfolge konnte der Heimatverein in den letzten Jahren verzeichnen.

Der besondere Dank des Heimatvereins Gahlen gilt dem LAG Lippe-Issel-Niederrhein e.V., sowie Bund und Land. Diese haben dieses Projekt mit ihrer 80-prozentigen Finanzierung im Rahmen der „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK)“ erst möglich gemacht.

Auch bei den beiden beteiligten Firmen, dem Tischlermeister Ralf Becks und bei der D. Wischerhoff Bedachungen GmbH & Co. KG bedankt sich der Heimatverein recht herzlich. Nicht zuletzt gilt auch den Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung Schermbeck für die stets tatkräftige Unterstützung großer Dank.

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Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.