Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schermbeck fand im Café Holtkamp statt

Schermbeck Vertreter aller drei Löschzüge, einiger Fraktionen und der Gemeindeverwaltung beteiligten sich am Freitagabend an der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schermbeck im Café Holtkamp, für dessen kostenlose Nutzung der Wehrleiter Gregor Sebastian dem Gastwirt Fredo Holtkamp einen Blumenstrauß überreichte.

Bürgermeister Mike Rexforth (l.), Wehrleiter Gregor Sebastian (2. v. l.) und Kreisbrandmeister Udo Zurmühlen (2.v.r.) ehrten im Gahlener Café Holtkamp langjährige Mitglieder. Foto: Helmut Scheffler

„Das zurückliegende Jahr war wieder sehr arbeitsreich“, stellte Sebastian zu Beginn seines Jahresberichtes fest. Insgesamt gab es 150 Einsätze. „So viele Einsätze hat es noch nie gegeben“, ergänzte Sebastian. Sein besonderer Dank galt den Familienangehörigen der 105 aktiven Wehrleute, die voll hinter der Arbeit standen. Um das breite Spektrum der Einsatzarten zu kennzeichnen, hob Sebastian einige Einsätze besonders hervor. Dazu gehörten schwere Verkehrsunfälle in Besten und in Dämmerwald ebenso wie der Brand im Holzlager einer Schreinerei im Schermbecker Gewerbepark und die Rettung eines neugeborenen Kalbes aus der Lippe. Schermbecker Wehrleute beteiligten sich am Tag der Vereine, am Leistungsmarsch der Bottroper Feuerwehren und an einem Übungstag der Kreis Weseler Feuerwehren auf der Training Base in Weeze.

18 Personen aus Notlage befreit

19 Brandeinsätze (Vorjahr: 26) wurden verbucht. Die Zahl der technischen Hilfeleistungen hat in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen. Von 44 im Jahre 2010 stieg sie über 66 im Jahre 2013 auf 97 im Jahre 2015 und auf 127 im vergangenen Jahr. 18-mal mussten Menschen aus einer Notlage befreit werden. Dreimal musste die Feuerwehr vergeblich ausrücken, weil Fehlalarmierung ausgelöst worden war. Pressesprecher Martin Schulze hatte in einer 20-seitigen Info-Mappe die wichtigsten Einsätze in Fotos und Kurztexten vorgestellt.

85 Lehrgangsteilnehmer bestanden ihre Prüfungen

Den größten Anteil an den Einsätzen hatte der im Jahre 2016 von Martin Wilsing geleitete Löschzug Altschermbeck abzuarbeiten; er musste 78-mal ausrücken. 72 Einsätze gab es für den von Christoph Loick geleiteten Löschzug Schermbeck, 46 für den Löschzug Gahlen um Löschzugführer Henry Albedyhl.

Viel Lob gab es von Gregor Sebastian für die rege Teilnahme der Wehrleute an den Einsätzen, an Lehrgängen und Seminaren. Alle 85 Lehrgangsteilnehmer bestanden ihre Prüfungen.

Gute Zusammenarbeit

„Ihr seid einfach da für die Sicherheit von fast 14 000 Menschen und man kann euch nicht genug danken“, versicherte Bürgermeister Mike Rexforth den Wehrleuten und ergänzte, „ohne die Freiwillige Feuerwehr wäre die Gemeinde Schermbeck in einer deutlich schlechteren finanziellen Situation.“ Rexforth versprach, die in den letzten drei Jahren praktizierte Einstellung von Verwaltungsmitarbeitern fortzusetzen. Bei gleicher Eignung und Befähigung werde jener Bewerber bevorzugt, der Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr verrichte.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Klaus Schetter sicherte den Wehrleuten auch für die kommenden Jahre das Bemühen zu, die Wehrleute gut auszurüsten. Kreisbrandmeister Udo Zurmühlen lobte die gute Zusammenarbeit mit der Schermbecker Feuerwehr.

Fünfter Platz bei Lagerspielen

Jugendgruppensprecher Lucas Mehr gab einen Überblick über die Arbeit der vom Jugendfeuerwehrwart Thomas Bienbeck geleiteten 27-köpfigen Jugendfeuerwehr, die zu einem Viertel aus Mädchen besteht. Höhepunkte waren die Teilnahme am Sparkassen-Crosslauf, eine Paddeltour über den Wesel-Datteln-Kanal und die Teilnahme am Kreiszeltlager in Kamp-Lintfort, wo die Schermbecker Jugendlichen den fünften Platz bei den Lagerspielen belegten.

Als Vorsitzender des im April 2005 gegründeten Fördervereins „Projekt: meine Feuerwehr“ warb Helmut Auf der Springe für die den Beitritt zum Förderverein. Der Jahresbeitrag beläuft sich auf zwölf Euro. 

Ehrungen

Langjährige Mitglieder der Wehr wurden geehrt. Das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber erhielt Unterbrandmeister Dr. Andreas Blank. Norbert Wobbe und Josef Hülsdünker wurden für 35-jährige Wehrzugehörigkeit geehrt. Detlef Becker, Hubert Große-Ruiken, Jürgen Höchst, Reinhold Paus und Karl-Josef Grömping wurden vor 40 Jahren Mitglied der Wehr, Hubert Dahlhaus vor 60 Jahren, Josef Schmeing vor 65 Jahren, Heinz Schulze und Wilhelm Endemann vor 70 Jahren.

Aus der Jugendfeuerwehr wurden Luca Kolz, Nils Klose, Yannik Grebe, Jonas Ridder und Lukas Cluse in die Wehr übernommen. In Kürze erfolgt die Aufnahme von Franziska Linneweber, Jana Loick, Lea Schumann und Jonas Schumann. Christina Wendt wurde als Feuerwehranwärter in den Löschzug Altschermbeck übernommen. 

Zum Oberfeuerwehrmann wurde Björn Rezulski befördert. Pascal Lubnau ist jetzt Hauptfeuerwehrmann. Martin Schüßler, Marvin Drühl und Marco Kantzer sind Unterbrandmeister. Zum Brandmeister wurde Marvin Huld befördert, zum Oberbrandmeister Dominik Vengels. Friedrich-Wilhelm Benninghoven vom Löschzug Gahlen wurde in die Ehrenabteilung versetzt. H.Scheffler

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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

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