StartUmweltWelttoilettentag: Fehlentsorgung kostet rund eine Million Euro jährlich

Welttoilettentag: Fehlentsorgung kostet rund eine Million Euro jährlich

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Eigentlich sollten es die Menschen mittlerweile wissen, aber...Nur Toilettenpapier gehört in die Toilette Foto: Petra Bosse

Eigentlich sollten es die Menschen mittlerweile wissen, aber…Nur Toilettenpapier gehört in die Toilette

Eigentlich sollten es die Menschen mittlerweile wissen, aber es scheint, dass viele noch immer nicht verstanden haben: Feuchttücher, Kondome, binden und Tampons sowie Medikamente gehören nicht in die Toilette.

Anlässlich des „Internationalen Tages des Toilettenpapiers“ am 26. August machen die Emschergenossenschaft und der Lippeverband (EGLV) erneut darauf aufmerksam, was wirklich durchs Klo gespült werden darf – und was nicht. Diese Erinnerung ist dringend notwendig, denn Fehlentsorgungen verursachen erhebliche Schäden und Kosten in der Abwasserinfrastruktur.

Nur Toilettenpapier gehört in die Toilette

Die Emschergenossenschaft und der Lippeverband, Deutschlands größter Betreiber von Pumpwerken und Kläranlagen, weisen eindringlich darauf hin: Nur normales Toilettenpapier sollte in der Toilette entsorgt werden. Im Gegensatz zu Toilettenpapier zersetzen sich Feuchttücher und Küchenpapier nicht im Abwasser. Sie gelangen unbeschadet zu den mehr als 540 Pumpwerken von EGLV und können dort ernsthafte Schäden verursachen. Besonders problematisch sind sogenannte Verzopfungen in den Motoren, die sogar zum Ausfall ganzer Pumpwerke führen können. Um diese Risiken zu vermeiden, sollten Feuchttücher und Küchenpapier immer im Hausmüll entsorgt werden.

Hygieneartikel verursachen immense Kosten

Nicht nur Feuchttücher, sondern auch andere Hygieneartikel wie Kondome, Binden und Tampons stellen ein großes Problem dar. Auch wenn die Anlagen nicht sofort beschädigt werden, verursachen diese Artikel erhebliche Kosten für die Entsorgung des sogenannten Rechenguts in den Kläranlagen. In der Emscher-Lippe-Region belaufen sich diese Kosten auf rund eine Million Euro pro Jahr – ein Betrag, den letztlich alle Verbraucher tragen müssen, da die EGLV von ihren Mitgliedern, darunter auch die Kommunen und ihre Bürger, finanziert wird.

Medikamente gehören nicht ins Abwasser

Nicht zu vergessen: Auch Medikamente dürfen unter keinen Umständen durch die Toilette gespült werden. Viele Menschen entsorgen abgelaufene Hustensäfte oder alte Tabletten über den Ausguss, was fatale Folgen für die Umwelt hat. Selbst moderne Großkläranlagen können Spurenstoffe wie Diclofenac nicht vollständig aus dem Abwasser filtern. Diese schwer abbaubaren Medikamente gelangen so in den Wasserkreislauf und belasten Flora und Fauna erheblich. Die richtige Entsorgung erfolgt über den Restmüll, wo die Medikamente in der Abfallverbrennung rückstandslos beseitigt werden.

Schützen Sie unsere Gewässer

Die Botschaft ist klar: Feuchttücher, Hygieneartikel und Medikamente gehören nicht in die Toilette. Indem wir uns an diese einfache Regel halten, tragen wir alle dazu bei, unsere Abwasserinfrastruktur zu schützen und die Umweltbelastung zu minimieren. Nutzen Sie den Hausmüll für diese Abfälle und leisten Sie damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz unserer Gewässer.

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