Gymnastikgruppe der Handballabteilung des SV Schermbeck ist 35 Jahre alt

Schermbeck Ihr 35-jähriges Bestehen feiern die beiden Gymnastikgruppen der Handballabteilung des SV Schermbeck zwar erst am 1. Juli, aber am 3. März jährte sich das Gründungsdatum zum 35. Male.

Das war am Mittwoch Grund genug zu einem kleinen Sektumtrunk in der Turnhalle der Gemeinschaftsgrundschule, wo Marlies Friem der Übungsleiterin Helga Müller einen Blumenstrauß überreichte und im Namen der Frauen beider Gruppen versicherte: „Wir fühlen uns bei dir immer wohl.“ „Danke, dass ihr mir so viele Jahre die Treue gehalten habt“, freute sich Helga Müller über die freundliche Ehrung.

Helga Müller

Gründungs“mutter“ der agilen Gymnastikgruppen ist Helga Müller, die auch heute noch am Mittwochabend die wöchentlichen Übungsstunden in der Turnhalle der Gemeinschaftsgrundschule leitet. Sie war bereits ein Gymnastikfan, als sie 1977 von Oberhausen nach Schermbeck zog. Erfahrungen als Gruppenleiterin hatte sie schon in Oberhausen sammeln können. „Es war“, so Helga Müller, „für mich natürlich eine große Herausforderung, auch hier in Schermbeck ein Gymnastikgruppe zu eröffnen.“ Bei den Planungen für eine Gymnastikgruppe in Schermbeck war ihr Ehemann Dieter behilflich. Über den aktiven Handballer wurden die Kontakte zur Handballabteilung des SV Schermbeck geknüpft.

Am Mittwoch gratulierten die Mitglieder der Gymnastikgruppen der Handballabteilung des SV Schermbeck anlässlich des 35-jährigen Bestehens der Gruppen ihrer Übungsleiterin Helga Müller (vorne), die im März 1982 die Gymnastikgruppen gründete. Foto: Helmut Scheffler

Am 3. März 1982 begann Helga Müller mit ein paar Damen das Gymnastiktraining in der Turnhalle der Gemeinschaftsgrundschule an der Weseler Straße. „Einfach etwas tun, um sich fitzuhalten“, hieß damals das Programm, und daran hat sich in den zurückliegenden dreieinhalb Jahrzehnten auch kaum etwas geändert.

Gymnastik für Frauen zwischen 40 und 75

Von den mehr als 100 Mitgliedern kommen 12 bis 15 Damen zu den beiden Gruppen, die jeden Mittwoch 75 Minuten lang trainieren. Die Altersstruktur zeigt, dass Gymnastik für Frauen zwischen 40 und 75 Jahren in gleicher Weise zur Steigerung der Fitness geeignet ist.

„Wir haben zwar keine messbaren Erfolge zu verzeichnen wie die Handballmannschaften“, räumt Trainerin Helga Müller ein. Aber dennoch sei das Training sehr intensiv. Fitness und Gesundheit würden reichlich gefördert. Besonderen Wert legt Helga Müller darauf, dass die Frauen Spaß beim Training haben. „Man merkt, dass Helga mit dem Herzen dabei ist“, bescheinigt Ele Doernemann der Übungsleiterin. „Helga geht mit gutem Beispiel voran“, bewundert Brigitte Wißmann den Elan der Übungsleiterin, die immerhin zu den ältesten Frauen beider Gruppen gehören soll.

Entspannte Atmosphäre

Die Freude an der Bewegung war in den zurückliegenden zweieinhalb Jahrzehnten stets die zentrale Motivation für die Teilnahme am Gymnastiktraining. „Wir wollen beweglich bleiben“, bringt es Gründungsmitglied Inge Bockholt auf den Punkt. Die entspannte Atmosphäre an den Übungsabenden wird ein Grund dafür sein, dass ein Großteil der Damen schon seit über 20 Jahren zum Training kommt. Eine Handvoll Damen war schon in den Gründungstagen mit von der Partie.

Müller girls

Aus der Gymnastikgruppe sind 1983 die „Müller girls“ hervorgegangen, die mit ihrem Jazzdance erstmals beim Sportlerball des Jahres 1983 auftraten, manche Karnevalsfeier des Männergesangvereins „Eintracht“, Nappenfelds Karnevalsfeiern oder große Handballturniere mit ihren schwungvollen Auftritten bereicherten. Schon bei der 25-Jahr-Feier lebte die Jazzdancegruppe allerdings nur noch in der Erinnerung der Gymnastikgruppen.

Trainingsinhalte geändert

Im Laufe von drei Jahrzehnten haben sich die Trainingsinhalte geändert, nicht nur altersbedingt, sondern auch, weil sich im sportlichen Bereich die Auffassungen geändert haben. In der Anfangszeit dominierte eine ausgesprochene Hau-Ruck-Methode mit vielen schwungvollen Übungen voller Leistungsdetails. Einige Jahre später machten sich die Damen mit Aerobic flott. Heute dominiert an den Trainingsabenden ein systematisches Ganzkörpertraining zur Kräftigung der Muskulatur im Sinne des Mönchengladbachers Joseph Pilates, der stets versprach: „Du wirst dich nach zehn Stunden besser fühlen, nach 20 Stunden besser aussehen und nach 30 Stunden wirst du einen komplett neuen Körper haben.“

Heringsstippessen

Zum geselligen Jahresprogramm gehören das Heringsstippessen am Aschermittwoch, die mit einem anschließenden Grillen verbundene Radtour im Sommer und die Weihnachtsfeier. In den Sommerferien treffen sich die Frauen mittwochs zu einer zweistündigen Fahrradtour. Besondere Highlights sind die drei- bis viertägigen Fahrten in jedem zweiten Jahr. Der ersten Tour nach Hamburg folgten Fahrten zu deutschen und europäischen Metropolen. In den Jahren zwischen zwei großen Touren wird eine Tagestour angeboten. H.Sch.

 

 

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Unter der Artikel-Kennzeichnung „Heimatreporter“ postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck.
Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks „Radio Kreis Wesel“, darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des „Schermbecker Schaufenster“. Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den „Rheinland-Taler“ des Landschaftsverbandes Rheinland.

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