Die meisten können es kaum erwarten, dass der Sommer endlich da ist. Doch wenn die Temperaturen immer höher klettern und selbst nachts keine Abkühlung kommt, fällt es dem Körper oftmals schwer, wie gewohnt zu funktionieren.

Von Kreislaufproblemen bis hin zu Schlafstörungen reichen die Beschwerden, unter denen viele bei großer Hitze leiden. Nachfolgend erfahren Sie gute Tipps, wie sich die Sommerhitze am besten aushalten lässt.

Viel trinken

Selbstverständlich dürfen Sie bei Hitze nicht vergessen, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Trinken, trinken und nochmals trinken lautet die wichtigste Regel, denn der Körper verliert bei hohen Temperaturen viel Flüssigkeit.

Dies kann zu Schwindelgefühlen, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsproblemen führen. Insbesondere ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen müssen umso mehr auf ihren Wasserhaushalt achten, da sonst Herz- und Kreislaufprobleme drohen.

Im Extremfall kann es sogar zu einem Kreislaufkollaps kommen. Trinken Sie über den Tag verteilt zwei bis drei Liter Flüssigkeit. Ideal sind Wasser, ungezuckerte Tees und verdünnte Obstsäfte. Meiden Sie zuckerhaltige Getränke wie Limo und Cola.

Das Gleiche gilt für Alkohol, denn er belastet den Kreislauf. Wählen Sie Getränke, die etwa Körpertemperatur haben, um den Organismus nicht zusätzlich zu belasten.

Leichte, frische und kühlende Kost zur richtigen Tageszeit

Verzichten Sie bei heißem Wetter auf deftige und fettige Speisen und üppige Portionen, da dies Ihren Körper belastet. Wählen Sie stattdessen leichte Kost wie Obst, Gemüse und Salat. Sehr sinnvoll sind wasserreiche Obst- und Gemüsesorten, beispielsweise Melone, Birnen, Gurken und Tomaten, denn sie helfen dabei, den Flüssigkeitverlust auszugleichen.

Essen Sie am besten Lebensmittel, die Ihren Körper kühlen. Dazu gehören Gemüsesorten wie Spargel, Rosenkohl, Brokkoli und Gurke. Meiden Sie hingegen Nahrungsmittel wie dunkles Fleisch, Zitrusfrüchte, Karotten und rote Beete, die den Organismus erwärmen.

Essen Sie die Hauptmahlzeit mittags, denn Ihre Verdauung funktioniert dann am besten. Verzichten Sie abends auf schwere Kost, denn sie läuft sonst auf Hochtouren, wenn Sie schlafen möchten. Dabei wird viel Energie und damit Wärme produziert.

Lauwarm duschen

Vermeiden Sie es, bei hohen Temperaturen zu kalt zu duschen. Das Wasser sollte lieber lauwarm sein, denn dies sorgt für eine Erweiterung der Gefäße, sodass die Hitze schnell entweichen kann und der Körper langsam herunter kühlt.

Kaltes Wasser hingegen zieht sie zusammen. Die Folge: Die Wärme kann nicht entweichen. Zudem muss die Kälte ausgeglichen werden. Dies führt dazu, dass Sie kurze Zeit später wieder schwitzen. Das Wasser nach dem Duschen nicht komplett abzutrocknen, sondern verdunsten zu lassen, bringt dem Körper ebenso Abkühlung.

Zwischendurch verschaffen Body- Sprays einen Frische-Kick. Sie können auch ein kühles Tuch in den Nacken legen oder kaltes Wasser über Ihre Unterarme laufen lassen.

Räume kühlen – wie bleibt die Hitze draußen?

Wenn die Temperaturen im Außenbereich ins Unermessliche steigen, erwärmen sich auch die Innenräume schnell, wenn Sie nicht einige Tipps beachten.

Die wichtigste Regel lautet: Das Sonnenlicht darf nicht ungebremst in den Wohnraum gelangen, beispielsweise durch offene Fenster oder Türen. Lüften Sie nur abends zwischen 19 und 22 Uhr und früh morgens zwischen fünf und sieben Uhr, damit keine warme Luft hinein strömt und die Wände und Möbel sich nicht unnötig aufheizen.

Ist dies erst einmal geschehen, wird es schwer, die Temperatur wieder zu senken. Mit Querlüften kann die Hitze innerhalb der eigenen vier Wände am besten verringert werden. Für eine Beschattung ist ein heller Sonnenschutz, der außen angebracht wird, am wirkungsvollsten.

Dies können beispielsweise tagsüber verschlossene Jalousien oder Fensterläden sein, die einen Großteil der Wärme reflektieren.

Überflüssige elektrische Geräte ausschalten

Zu den wichtigsten Tipps gehört es auch, elektrische Geräte wie den Fernseher, Computer, Wäschetrockner oder die Musikanlage auszuschalten, um Hitze zu vermeiden. Sie erwärmen die Räume quasi permanent.

Schalten Sie die Geräte nur ein, wenn es wirklich nötig ist. Hilfreich sind hierbei Steckdosenleisten mit einem Aus-Schalter. Damit sind die Elektrogeräte im Handumdrehen vom Stromnetz getrennt. Nebenbei sparen Sie dadurch auch noch einiges an Geld.

Versuchen Sie zudem, möglichst wenig Hitze durch das Kochen zu produzieren. Im Sommer ist der Einsatz einer Abzugshaube sehr sinnvoll, denn sie leitet die warme Luft in den Außenbereich.

Passende Bettwäsche und Schlafkleidung

Nicht nur tagsüber sind hohe Temperaturen unerträglich, auch nachts leiden viele darunter, da sie einfach nicht ein- und durchschlafen können.

Ungeeignet sind Materialien wie Polyester oder Satin. Wählen Sie lieber Bettwäsche aus Baumwolle, denn sie ist atmungsaktiv, kann Schweiß gut aufnehmen und hilft bei der Abkühlung. Sie können Ihr Bettlaken vor dem Zubettgehen auch in eine Plastiktüte geben und zehn Minuten in den Gefrierschrank legen.

Tragen Sie zudem leichte Kleidung aus Baumwolle oder anderen Naturfasern, um Ihren Körper nicht unnötig aufzuwärmen.

Fazit

Die heißen Tage können sehr belastend sein. Besonders hitzegefährdet sind vor allem Menschen, deren Kreislauf nicht sehr stabil ist. Doch es gibt auch bei Dauerhitze viele wertvolle Möglichkeiten, wie Sie sich selber und die Wohnung abkühlen können. Im Außenbereich ist es natürlich wichtig, auf angemessenen Sonnenschutz zu achten.

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