StartPolizei und FeuerwehrTatverdacht erhärtet: Ermittlungen gegen 16-Jährigen wegen Totschlag in Dorsten

Tatverdacht erhärtet: Ermittlungen gegen 16-Jährigen wegen Totschlag in Dorsten

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Nach dem gewaltsamen Tod einer 32-jährigen Frau und ihrer eineinhalbjährigen Tochter in Dorsten-Holsterhausen Anfang vergangener Woche hat sich der Tatverdacht gegen einen 16-jährigen Jugendlichen weiter erhärtet. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln nun wegen Totschlag in zwei Fällen. Das gaben die Staatsanwaltschaft Essen und das Polizeipräsidium Recklinghausen am Dienstagmorgen (8. Juli) in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt.

Die Ermittlungsbehörden teilten mit, dass der mutmaßliche Täter und die beiden Opfer sich flüchtig kannten. Weitere Einzelheiten zum möglichen Tathergang oder einem Motiv wurden mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht genannt. Die Untersuchungen dauern weiterhin an.

Tote Frau und Kind am Waldfriedhof gefunden

Die Tat hatte sich am frühen Morgen des 29. Juni 2025 ereignet. Passanten entdeckten gegen 6 Uhr die leblosen Körper einer Frau und eines Kleinkinds an einem Waldweg in der Nähe des Waldfriedhofs in Holsterhausen. Aufgrund der Spurenlage ging die Polizei frühzeitig von einem Gewaltverbrechen aus und richtete noch am selben Tag eine Mordkommission ein.

16-Jähriger hatte sich der Polizei gestellt

Am Abend des Fundtages hatte sich ein 16-jähriger Jugendlicher selbstständig bei den Einsatzkräften am Tatort gemeldet. Nach Angaben der Behörden räumte er eine Tatbeteiligung ein und wurde vorläufig festgenommen. Der Jugendliche, wie die Opfer ukrainischer Staatsangehörigkeit, wohnt ebenfalls in Dorsten.

Tat löste Bestürzung aus

Die Tat hatte in Dorsten Bestürzung ausgelöst. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger legten Kerzen und Blumen in der Nähe des Tatorts nieder. Bürgermeister Tobias Stockhoff zeigte sich in einer öffentlichen Stellungnahme betroffen und rief die Bevölkerung zu Besonnenheit und Mitgefühl auf.

Am vergangenen Mittwoch fand auf Initiative der evangelischen Martin-Luther-Gemeinde und der katholischen Pfarrei St. Antonius und Bonifatius eine ökumenische Gedenkandacht am Waldfriedhof statt. Viele Menschen nahmen teil, um gemeinsam der Opfer zu gedenken.

Weitere Informationen zum Stand der Ermittlungen wollen Polizei und Staatsanwaltschaft zu gegebener Zeit bekannt geben.

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