Schnelles Internet im Außenbereich für Schermbeck, Hünxe und Hamminkeln

Nach gut fünf Jahren Vorbereitungszeit ist es endlich so weit. 580 Kilometer Glasfaserkabel sollen in den nächsten drei Jahren in den Außenbereichen der Gemeinde Schermbeck, Hünxe und Hamminkeln verlegt werden. Gefördert wird Ausbau mit 28,9 Millionen Euro gefördert. Profitieren könnten davon 3876 Hausanschlüsse.

Der symbolische Spatenstich für den Baubeginn des Glasfasernetzes im Außenbereich für bislang 2559 Haushalte im ersten Quartal fand am Dienstag an der Ziegelei Menting in der Westrich statt. Hier wird der POP (Point of Presence), der sein Licht aus Raesfeld-Erle bekommt und das Herzstück einer Glasfaserverkabelung ist, stehen.

Karte-Ausbau-Glasfaser-Schermbeck

Glasfaser für 2559 Haushalte

Bürgermeister Bernd Romanski freut sich, dass es endlich losgeht. Er betont den hohen Stellenwert des Breitbandausbaus für den Hamminkelner Außenbereich. „Wir haben uns ‚vor kurzer Zeit‘ dazu entschieden, den Breitbandausbau in Gang zu setzen. Nun können wir starten und an insgesamt 2559 Haushalten, die sich bis jetzt in Hamminkeln, Hünxe und Schermbeck für Glasfaser entschieden haben, mit einer schnellen Leitung zu versorgen“.

Fünf Jahre Vorbereitungszeit

Trotz der langen Wartezeit von gut fünf Jahren sei es, nun positiv zu sehen, dass unter anderem die erweiterte und zeitaufwendige Lösung zu mehr Anschlüssen geführt habe. Für Hünxes Bürgermeister Dirk Buschmann seien die letzten fünf Jahre „ein Ritt durch die Bürokratie“ gewesen. Er bedauert, dass das Vorhaben nicht schneller ging, aber es seien noch viele Fragen, unter anderem ob die Leistungen stimmen, offen gewesen. „Heute bin ich froh, dass der Ritt sich gelohnt hat und wir keine Fehler begangen haben“, so Buschmann.

Für ihn sei es wichtig, dass sich so viele Haushalte entschlossen haben, das gemeinsame Angebot von den Stadtwerken Borken und den Firmen anzunehmen. „Es ist schlicht das Netz der Zukunft, weil es gigabit-fähig ist. Das heißt, dass auch größere Datenmengen das Netz problemlos passieren können. Es muss nicht weiter ausgebaut werden“.

Rexforth, Romanski und Dirk Buschmann Glasfaser
Die Bürgermeister Mike Rexforth (Schermbeck), Bernd Romanski (Hamminkeln) und Dirk Buschmann (Hünxe) freuen sich, dass nach fünf Jahren endlich mit dem Glasfaserausbau im Außenbereich begonnen werden kann.

100 statt 30Mbit/s

Und auch Bürgermeister Mike Rexforth atmete erleichtert auf und freut sich über das gute Angebot, welches die Borkener Stadtwerke, epcan und muenet den Anschlusswilligen gemacht habe. „So ein Projekt von 30 Mio. Euro Förderung zu bewegen und zu stemmen war eine große Herausforderung. Es bedarf vieler Akteure, die das möglich gemacht haben“, so Rexforth. Er verweist auch darauf, dass alles hätte früher starten können, aber durch die Zeitverschiebung würden nun auch alle Haushalte statt 30 M/Bits eine Internet-Geschwindigkeit von 100 Mbit/s bekommen. „Das war die Arbeit und die Zeit wert, auch wenn uns teilweise die Haare dabei ausgefallen sind“, fügt Rexforth hinzu. Unisono bestätigen alle drei Bürgermeister, dass dieses Projekt für sie die größte Herausforderung bis heute gewesen sei.

Mike-Rexforth-Glasfaser-Außenbereich-Schermbeck
Die Karte zeigt den Verlauf des Glasfaserausbaus. Gestartet wird in der Westrich Punkt 301. Fotos: Petra Bosse

Start ist der 6. Dezember

Der Startschuss für die Arbeiten zum Netzausbau, der durch die Stadtwerke Borken sowie durch muenet und epcan vorgenommen wird, fällt noch in diesem Quartal und soll im September 2024 vollständig abgeschlossen sein. Gestartet wird mit dem Ausbau in Schermbeck. Weiter geht es von dort aus nach Üfte und Rüste. Baustart ist der 6. Dezember 2021.

Glasfaser Üfte

Anschlüsse bis zum Haus

Insgesamt können 3876 Hausadressen mit Glasfaser versorgt werden. Rexforth verweist darauf, dass Vollgeförderte die bereits einen Vertrag eingereicht haben, einen kostenlosen Anschluss bis ins Haus gelegt bekommen. Anwohner, die noch keinen Vertrag eingereicht haben, haben hierfür die noch bis zum 31.12.2021 die Möglichkeit. „Sie bekommen den Glasfaseranschluss bis zur Grundstücksgrenze kostenlos verlegt“, so Rexforth. Weitere Anschlüsse können über die sogenannte Förderung „Vortrieb auf Basis von Reservekapazitäten“ realisiert werden.

Michael-Leisten-Glasfaser-Schermbeck
Ein gutes Team: Michael Leisten von der Gemeinde Schermbeck (EDV) und Bürgermeister Mike Rexforth.

Dabei legt die Bietergemeinschaft das Anschlussrohr bis zur Grundstücksgrenze. „Das was die Hausbesitzer aus eigener Tasche zahlen müssen, ist der Anschluss bis ins Haus, so Rexforth. Er hofft, dass nicht nur seine Gemeinde bald bis in die hinterste Ecke mit schnellem Internet zukunftsfähig ausgestattet sein werde.

Weitere Informationen und Vertragsmöglichkeiten gibt es über die Internetseiten www.epcan.de und www.muenet.de