Kilian findet statt – nur anders!

Schermbeck. Ganz nach dem Motto „Kilian findet statt – nur anders“ tafen sich am Samstag zahlreiche Schützen und Freunde unter den Kastanien zur Schützeneintragung. Sie kommen, um sich den Mitglieds-Button abzuholen. Dieser ist bei den Schützen sehr begehrt.

Darauf steht: „Kilian 2020 Covid – 19“. Dazu gibt es eine Schützenkarte. Alternativ zur sonstigen Karte, die an vier Tagen Eintritt ins Schützenzelt gewährt, lädt diese Karte ein, in den Kneipen und Gaststätten Platz zu nehmen. Sie bietet den Impuls, die Schermbecker Mitte, die Gaststätte am Rathaus und Overkämping, die drei Schermbecker Kneipen auf der Mittelstraße zu besuchen. Ein Getränk und eine Currywurst lässt sich hier kaum jemand entgehen.

Traditionen in den Köpfen verankern

„Ein Schützenfest ist mehr als am Schießstand peng zu machen und an der Theke Prost zu sagen“, erklärt Wolfgang Lensing vom Vorstand der Kilian-Schützengilde Schermbeck. Das Schützenfest bringt die Verbundenheit auf den Punkt und bedeutet, Freunde zu treffen. Traditionen in den Köpfen und den Herzen der Menschen zu verankern.

Auch Doris Hecheltjen-Niesen ist mit ihrem Mann Jürgen Niesen erschienen. Sie hatte erst einen Tag zuvor Geburtstag. Einst selbst Königin der Kilian-Schützengilde Schermbeck sitzt jetzt ihre eigene Tochter Lenja auf dem Kilian-Thron.

Mauritiustüte zur Schützeneintragung

Viele haben sich schon die Mauritiustüte, das sogenannte „Kilian-Care-Paket“ gesichert. Für das Schützenfest zuhause. So läuft in diesem Jahr vieles anders. Meist online. Unter anderem die Kranzniederlegung. Online abrufbar. Entspannt vom Sofa aus.

Aus diesem Grund ist die Schützeneintragung für alle Schützen ein Highlight: Denn hier sehen sich Freunde wieder. Auch ohne offiziellen Programmpunkt und ohne offizielle Einladung treffen sie sich hier. Mit Anstand. Auf Abstand. „Wir spüren, dass die Menschen nicht darauf verzichten wollen“, betont Wolfgang Lensing. „Die haben einfach Bock drauf“.

Außergewöhnliche Zeiten brauchen außergewöhnliche Lösungen

Und das ist über den Platz unter den Kastanien hinweg spürbar. Menschen kommen ins Gespräch, Freundschaften leben auf. Auch Freunde der Schützen reisen an. In außergewöhnlichen Zeiten brauche es außergewöhnliche Lösungen, erklärt Rainer Gardemann der Kilian-Schützengilde Schermbeck. „Es erinnert an damals. Unsere Väter wissen das noch. Vor zig Jahren versammelten sie sich schon unter den Kastanien zur Schützeneintragung.“

Durch Corona wurden viele Vereinsaktivitäten auseinander gerissen. Doch Traditionen reißen nicht ab. Sie bleiben. Im Kopf und im Herzen jedes Einzelnen. Erst recht bei der Kilian-Schützengilde Schermbeck von 1602 e.V.

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