Der Rat der Gemeinde Schermbeck hat sich einstimmig am Montag für den geplanten Neubau eines Lehrschwimmbeckens für das Schermbecker Hallenbad ausgesprochen.

Nun kann die Verwaltung mit der Planung des Projektes für rund 1,65 Millionen Euro, im Rahmen der Förderkulisse „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten“ von Land und Bund beginnen. Allerdings muss das Projekt vom Fördergeber erst noch als förderfähig eingestuft werden.

Enthalten in der Summe sind die Architektenkosten von rund 570.000 Euro sowie die Baukosten in Höhe von 1.002.575,00 Euro.

Die Höhe der Förderung beträgt je Maßnahme für Hochbaumaßnahmen höchstens 1.500.000 Euro, für Tiefbaumaßnahmen höchstens 750.000 Euro.

Bund übernimmt 75 Prozent

Für die Gemeinde bedeutet dies, dass sie zu den derzeitigen guten Konditionen, in den nächsten Jahren nicht mehr solch ein Schwimmbecken bauen können, da die Förderung aktuell bei 90 Prozent liegt.

Der Bund würde in diesem Fall 75 Prozent und das Land 15 Prozent der Kosten übernehmen. Der kommunale Eigenanteil für Schermbeck in Höhe von 10 Prozent entfällt sogar, wenn die Maßnahme noch in diesem Jahr umgesetzt wird.

Die Förderanträge für den Investitionspakt Sportstätten 2020 müssen bis zum 16. Oktober 2020 gestellt und anschließend noch genehmigt werden.

Hallenbad Schermbeck

Hintergrund

Wie bereits berichtet, überstieg die Mitgliederzahl Ende 2019 erstmalig die magische Grenze von 3000 Mitgliedern. Allein ein Drittel seien laut Verwaltung davon reine Sportschwimmer. Damit zählt der Trägerverein zu den großen Breitensportvereinen in NRW.

Die Kapazitäten seien laut WSV schon lange erschöpft. Das vorhandene 25 Meter-Schwimmbecken ist von frühmorgens bis in die späten Abendstunden stark ausgelastet. Mit einem klassischen Becken der 70er Jahre von 10×25 Meter sind die aktuellen Bedürfnisse der kindlichen Ertüchtigung, der Gesundheitsprävention und -rehabilitation nicht zu leisten. Es sei offensichtlich, dass das Bad völlig ausgelastet ist und dringend einer Erweiterung bedarf.

chermbecker Hallenbad
Aktion „NRW kann schwimmen“ im Schermbecker Hallenbad. Foto: Archiv

Von Babyschwimmen bis Europameisterschaft

Die erste Schwimmmöglichkeit besteht für den reinen Badebetrieb ab 06:30 Uhr am Morgen, die letzten Vereinsschwimmer/Wasserballer beenden ihre Trainingseinheiten um 22.00 Uhr. Hinzu kommen Kurse wie Aqua Power, Aqua Fit, Aqua – Gymnastik, Aqua Zumba, Einzelschwimmkurse, Wassergewöhnung (2 –4 Jahre), Babyschwimmen (3 –12 Monate) und Behindertensport. Selbst fanden jüngst die Europameisterschaften der Damenmaster im Hallenbad statt.

Über 100 Mitglieder beteiligen sich aktiv an der Entwicklung des Vereins. Allein am Beckenrand standen Trainer und Betreuer ehrenamtlich über 2.500 Stunden im letzten Jahr, um Kinder und Jugendliche anzuleiten.

Auch gewährt die Gemeinde Schermbeck den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr und ihren Familien eine Mitgliedschaft beim Wassersportverein als Anerkennung für ihr ehrenamtliches Engagement und zur Gesunderhaltung. All dies zeigt, dass auch ein nachhaltiges, bürgerliches Engagement im Sinne einer offenen Gesellschaft durch den Betrieb der Sportstätte gelebt wird.

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