Zum Ratsbürgerentscheid sagt die Partei „Die PARTEI“:

Liebe Schermbecker(innen), es geht nicht nur um unsere Euros! Es geht um die Zukunft unserer Schulkinder!

Alle Wahlberechtigten haben nun die Unterlagen zum Ratsbürgerentscheid erhalten. Wer sich die Zeit nimmt und die gesamten Unterlagen durchliest, wird sich anschließend vielleicht fragen: Worum geht es denn bei diesen z.T. verwirrenden Aussagen eigentlich genau?

Diese Entscheidung über das Bildungszentrum mit einer Grundschule betrifft uns alle, denn wir gehen davon aus, dass wir uns alle eine optimale Schulausbildung unter Berücksichtigung der pädagogischen Gesichtspunkte für unsere Kinder wünschen.

Wir hoffen, dass auch in den Außenbereichen hier das Interesse groß ist und gewählt wird. Wie schnell ein geregelter Schulbetrieb aus den Fugen geraten kann, zeigt uns im Moment deutlich Corona. Entscheidend beim jetzigen Ratsbürgerentscheid ist die Frage, ob wir Schermbecker die ganzen anstehenden Entscheidungsprozesse nur unter dem finanziellen Gesichtspunkt sehen oder ob wir hier weiterdenken.

Vielleicht kostet ein kompletter neuer Schulstandort, erbaut auf der grünen Wiese, mehr als wenn im alten Baubestand saniert wird. Sanierungsmaßnahmen im Bestand werden in der Regel allerdings bedeutend teurer als vorher kalkuliert. Die CDU spricht hier von 7 Millionen Euro Mehrkosten und das reicht ihr, um das Gesamtobjekt abzulehnen. Das sind alles Grobkosten, insoweit ist jeder Kostenvergleich zum jetzigen Zeitpunkt unzureichend. Ein Grund mehr, die Chance jetzt in Schermbeck zu nutzen, um für unsere Kinder das Bestmögliche zu erreichen.

Da kann das Kreuz nur bei „Ja“ stehen! Wir sind für den Neubau einer neuen 5- zügigen Grundschule mit zukunftsweisender Technik, einem großzügigen Raumangebot, ausreichenden Außenflächen zum Spielen und mehr, ausreichenden Lehrerparkplätzen, mit geregeltem Busverkehr und für den Bau einer neuen 3fach-Turnhalle und eines Bildungszentrums mit den Möglichkeiten des lebenslangen Lernens.

Im Auftrag der Gemeindeverwaltung und des Rates wurde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben.
Aus dieser Machbarkeitsstudie sind folgende Aussagen des Fachplaners im Hinblick auf den Ratsbürgerentscheid bemerkenswert und lassen die Argumente der Nein-Sager fraglich erscheinen.

1.Aufgrund der beschriebenen Vorteile des Grundstücks wird die Realisierung der Neubauvariante empfohlen.

2. Er weist darauf hin, dass bei einer Teilsanierung während der Bauzeit mit deutlichen Beeinträchtigungen der Schulabläufe zu rechnen ist und eine Unterbringung der Kinder in Containeranlagen unvermeidbar ist (mindestens 1,5 Jahre, Kosten mind. 400.000 €).

3. Eine flexible Raumstruktur zur Ermöglichung zeitgerechter pädagogischer Arbeit kann durch Umbau im Bestand nicht erreicht werden

4. Die anfallenden Kosten sind großenteils Investitionskosten und können somit über die Nutzungsdauer jährlich abgeschrieben werden. Eine jährliche Refinanzierung aus Mitteln der Schulpauschale ist möglich. Die benötigten Finanzmittel können aktuell zu sehr niedrigen Zinsen langfristig abgesichert werden und belasten den Haushalt nicht oder wenn, nur in geringem Maße.

5. Die Berechnung zweier Modellvarianten zeigt deutlich, dass sowohl die Neubaulösung als auch die Teilsanierungslösung keinebzw. nahezu keine finanziellen Auswirkungen auf den Ergebnishaushalt der Gemeinde Schermbeck haben werden.

6. Beim Neubau neben dem jetzigen Schulstandort kann, gegenüber dem jetzt unzureichenden Zustand im Bereich der Bushaltestelle und der Parkplätze, die verkehrliche Anbindung des Grundstückes deutlich verbessert werden.

7. Verbleibende Grundstücke an der Schienebergstege und der Weseler Straße könnten einer wohnbaurechtlichen Entwicklung zugeführt werden (veranschlagte Verkaufserlöse bis zu 4,5 Mill. €, dies trägt erheblich zur Kostenreduzierung der Baumaßnahmen bei!)
Diese Fakten sind alle auf der Internetseite der Gemeinde Schermbeck unter dem Stichwort „Machbarkeitsstudie“ nachzulesen! Es ist aus unserer Sicht auch nicht erforderlich den vorhandenen Gebäudebestand komplett abzureißen. Der Pavillon an der GGS oder Teile der MKS können vielleicht einer anderen Nutzung zugeführt werden.
Also ein Dank an die CDU für ihre aussagekräftige Stellungnahme und das innovative Video, in dem es leider ausschließlich um die Finanzen geht.

Die SPD hat die Notwendigkeit erkannt, Bündnis 90/die Grünen und die BfB leider nicht! Die Vorteile liegen klar auf der Hand – wer die Augen davor verschließt, tut das möglicherweise nur aus wahltaktischen Gründen, um mit der vermeintlich populäreren Meinung Stimmen zu fangen.

Liebe Schermbecker, fordert im Namen unserer jetzigen und zukünftigen Schulkinder die Wahlunterlagen zeitnah an und macht das Kreuz bei „JA“! Das Anfordern muss gar nicht schriftlich passieren, ihr findet einen Barcode im Anschreiben, der das Anfordern mit ganz wenig Aufwand ermöglicht – super einfach!

Es war nie so einfach, etwas Gutes für Schermbeck zu tun. Wir haben jetzt die Möglichkeit, zu handeln und sollten bereit sein, dafür auch mögliche Mehrkosten in Kauf zu nehmen. Für unsere Kinder und deren Zukunft. Im Übrigen waren unsere PARTEImitglieder die Initiatoren dieses Bürgerbegehrens, welches nun in einen Ratsbürgerentscheid übergegangen ist. Unsere Haltung zum Thema haben wir unter Anderen an einem Infoabend mit Frau Steigerwald gebildet, die so freundlich war, uns ihr pädagogisches Konzept darzulegen. Mittlerweile war ja bereits die Stellungnahme des Lehrerkollegiums zu lesen, die sich inhaltlich mit unserer deckt. Wir bleiben auf jeden Fall für euch am Ball!
Die PARTEI, OV Schermbeck