Der Niederrhein bietet ideale Voraussetzungen für Radtouren entlang idyllischer Wasserlandschaften. Ob historische Mühlen, Klöster oder Badeseen – viele Strecken sorgen bei sommerlichen Temperaturen für Abkühlung und Abwechslung.
Zwei ausgewählte Routen sowie weitere Tipps zeigen, wo es sich besonders lohnt, aufs Rad zu steigen.
„Wachtendonker-Wasser-Weite“: Entspannt unterwegs mit Zwischenstopps
Die rund 20 Kilometer lange Tour „Wachtendonker-Wasser-Weite“ führt durch die malerische Niersgemeinde und ihre Umgebung. Sie sei laut Niederrhein Tourismus auch für Familien gut geeignet, da sie in etwa 90 Minuten zu bewältigen sei – ohne längere Pausen.
Ein Highlight ist der historische Ortskern von Wachtendonk. Dessen Straßenführung sei seit dem 16. Jahrhundert überliefert, zahlreiche Gebäude stammen noch aus der Zeit vor dem Stadtbrand von 1708. Eine nahezu vollständig erhaltene Dorfsiedlung aus dem 17. und 18. Jahrhundert lasse sich hier entdecken.
Ein weiterer Stopp lohnt sich an der Abtei Mariendonk bei Grefrath. Das Kloster sei malerisch in die Landschaft eingebettet und gilt als beliebtes Fotomotiv. Wer zwischendurch ins Wasser möchte, findet Abkühlung in der „Blauen Lagune“. Der ehemalige Baggersee mit Wasserskianlage und Hochseilgarten gilt als Freizeitmagnet am Niederrhein.
„Wegberger Wassermühlentour“: Auf den Spuren der Mühlenkultur
Etwas anspruchsvoller, aber ebenso reizvoll ist die „Wegberger Wassermühlentour“. Mit etwa 28 Kilometern Länge und rund zwei Stunden Fahrtzeit bietet sie Einblicke in die historische Mühlenlandschaft rund um die Schwalm.
Von ursprünglich 40 Mühlen entlang der Schwalm und ihrer Nebenbäche seien heute noch elf erhalten. Einige davon – wie die Bischofsmühle mit ihrem gut erhaltenen Wasserrad – liegen direkt an der Strecke. Auch Schloss Tüschenbroich mit der dazugehörigen Ölmühle oder die Holtmühle mit vorgelagertem Weiher laden zu Pausen ein.
Die Strecke sei größtenteils über das Knotenpunktsystem des Heinsberger Landes markiert – das mache die Orientierung besonders einfach.
Weitere Routen für Wasserliebhaber
Neben den genannten Touren gibt es am Niederrhein viele weitere Wasserwege für Radfahrende. Ein Klassiker sei der Niers-Radwanderweg, der durch weite Felder und typische Kopfweidenlandschaften führe. Drei Flüsse auf einer Strecke – Rhein, Issel und Lippe – verbinden gleich mehrere Orte, darunter Hamminkeln, Hünxe, Schermbeck und Wesel.
Ein internationales Rad-Erlebnis verspricht der RurUfer-Radweg. Von der Quelle in Belgien bis zur Mündung in Roermond (Niederlande) begleite die Route die Rur auf ihrem Weg durch den Niederrhein.
Nicht zuletzt lädt der Rheinradweg ein: Der Abschnitt am Niederrhein ist Teil einer der bedeutendsten Flussrouten Europas – von den Schweizer Alpen bis zur Nordsee.
Weitere Informationen
Ausführliche Tourenbeschreibungen und Kartenmaterial gibt es unter:
👉 www.niederrhein-tourismus.de/sehen-erleben/radfahren























