Slavica van der Schors zeigt ihre Bilder in der Verbands-Sparkasse
Schermbeck Slavica van der Schors hat Spaß an Formen und Farben und wenn sie mit beiden künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten fantasievoll spielen darf, dann leuchten ihre Augen und es kommen eindrucksvolle Bilde zu Stande.
Etwa 25 Bilder aus der jüngeren Schaffensphase zeigt die Schermbecker Künstlerin derzeit in der Schalterhalle der Verbands-Sparkasse gegenüber der Ludgeruskirche und in einigen Beraterzimmern. Bis Ende Januar bleiben die Bilder in der Verbands-Sparkasse und können dort besichtigt und gekauft werden. Martina Martens, die sich um die Ausstellungen des Geldinstitutes kümmert, freut sich, dass sie Slavica van der Schors 16 Jahre nach ihrer Ausstellung von „Menschenbildern“ erneut für eine Ausstellung gewinnen konnte.
Aufgewachsen ist die heute 66-Jährige in Desina/Serbien. Nach dem Abitur in Pozarevac begann sie ein Jura-Studium, zog nach einem Zwischenaufenthalt in der Schweiz im Jahre 1971 nach Luxemburg, wo sie ein Jahr später heiratete. Seit 1979 lebt sie mit ihrer Familie in Deutschland, seit 1991 in Gahlen und seit 1996 in Schermbeck.

Die Schermbecker Künstlerin Slavica van der Schors stellt etwa 25 Bilder in der Verbands-Sparkasse gegenüber der Ludgeruskirche aus. Darunter befinden sich auch zwei Acrylbilder, die protestierende Menschenansammlungen zeigen. Foto Scheffler
Die Schermbecker Künstlerin Slavica van der Schors stellt etwa 25 Bilder in der Verbands-Sparkasse gegenüber der Ludgeruskirche aus. Darunter befinden sich auch zwei Acrylbilder, die protestierende Menschenansammlungen zeigen. Foto Scheffler

„Ich habe schon als Jugendliche gerne gemalt“, erzählt Slavica van der Schors und ergänzt, „in Luxemburg habe ich dann damit begonnen, mich ernsthaft mit den Techniken der Malerei zu beschäftigen.“ Von Professor Calteux gab es jede Menge Tipps.
Besuchte van der Schors anfänglich Kurse in der Volkshochschule, so unterrichtete sie später selbst als Kunst-Dozentin an der Volkshochschule, zunächst in Wesel, dann in Dorsten und jetzt in Marl. In Schermbeck zählt sie längst zu den profiliertesten Künstlerinnen. Sie war Mitbegründerin der Schermbecker „Gruppe 5“, hat jahrelang zusammen mit Regine Hagedorn die Brichter Kultur-Events „Kunst in der Natur“ mitgestaltet und gehört gegenwärtig der „Dorstener Gruppe“ an, deren Mitglieder in unterschiedlichen Formationen zusammenarbeiten, um künstlerische Projekte zu initiieren und mitzugestalten. Seit Ende der 1980er-Jahre stellt die Künstlerin ihre Bilder öffentlich aus. In Einzel – oder Gruppenausstellungen waren die Bilder nicht nur in der niederrheinisch-westfälischen Grenzregion zu sehen, sondern auch in Frankreich, Luxemburg, Dänemark, Serbien und Rumänien. Im Jahre 2003 war van der Schors an einer Ausstellung zum Thema „Auferstehung“ in der Ludgeruskirche beteiligt.
Beim Rundgang durch die jetzige Ausstellung ahnt man ein wenig die Freude der Künstlerin an ganz unterschiedlichen Sujets und Ausdrucksformen. Gezeigt werden vor allem Acrylbilder – mal auf Leinwald, mal auf Papier gemalt – und einige Ölgemälde. Im Mittelpunkt stehen Menschen, deren Gefühle und Beziehungen Slavica van der Schors zum Ausdruck bringen möchte. Ernste, fast traurig wirkende Porträts überwiegen. Das ist nicht Ergebnis einer bewussten künstlerischen Arbeit, sondern eher ein zufälliges Arbeitsergebnis, wenn van der Schors mit Augen, Nase und Mund beginnt, dann Licht und Schatten ergänzt und so allmählich ein gesamter Gesichtsausdruck mit dem Pinsel „geboren“ wird.
In einigen ihrer ausgestellten Bilder experimentierte van der Schors mit Kaffee. Der flüssige Kaffe besitzt die Eigenschaft, sich beim Durchmischen mit Farben immer an die Oberfläche zu drängen, sodass imposante Effekte entstehen.
Vier Acrylbilder sind das Ergebnis der puren Lust am Spiel der Farben. Aussagekräftig sind auch jene Bilder, die im Jahre 2010 im Zuge des Kultur-Events „Ruhrgebiet 2010“ entstanden. Das größte Bild der Ausstellung hat Slavica van der Schors für ihre Schwester Rada gemalt. Eingebettet in das blaue Umfeld des Weltalls, durchdringt ein heller Lichtstrahl, der von einem Schutzengel ausgeht, den Kosmos, um die im unteren Bilddrittel sitzende Schwester zu erreichen. H.Sch.

Für eien Ausstellung in den räumen der verbands-Spakasse konnte Martina martens 8l.) die Dorstener Künstlerin Slavica van der Schors (r.) gewinnen. Foto: Helmut Scheffler
Für eine Ausstellung in den Räumen der Verbands-Spakasse konnte Martina Martens (l.) die Dorstener Künstlerin Slavica van der Schors (r.) gewinnen. Foto: Helmut Scheffler

Slavica van der Schors

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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

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