Außer Spesen nichts gewesen. Drei singende Künstler und ein Moderator auf der Bühne. Leider aber nur rund 60 Menschen im Zuschauerraum.

SCHERMBECK. Die Aufführung „Musical Mix Tour“ hätte am Samstagabend im Begegnungszentrum Schermbeck mehr Besucher verdient.

Das Programm war vielfältig gewählt, so dass die Zuschauer einen guten Mix von bekannten Highlights aus der Welt der Musicals geboten bekamen.

Musical on Tour in Schermbeck

Angefangen von „Die schöne und das Biest“, „Arielle“, „Elisabeth“, bis hin zu „Mama Mia“ und „Rocky“, gesungen von Tamara Lachner, Magdalena Slota und Patrick Philipsen.

Null-Nummer trotz guter Show

Eingeladen hatte der DT-Veranstaltungsservice Frank Zimmermann aus Duisburg. Für ihn als Veranstalter allerdings war, wie er in der Pause sagte, dieser Abend eine absolute Null-Nummer. Trotz guter Show, mit reichlich Lichteffekten, fantasievollen Kostümen und gutem Live-Gesang, konnte Zimmermann nur wenige Besucher für diesen Abend gewinnen.

Bereits vor Monaten habe er den Saal bei der Gemeinde gemietet. Er beklagt, dass er, wie er sagt, keinerlei Unterstützung von den Schermbeckern für diese Aufführung bekam. Weder beim Kartenvorverkauf noch für den Catering-Service.

„Die Vorbereitung zu diesem Konzert gestaltete sich schon sehr schwierig, denn keiner der üblichen Geschäfte war bereit, den Vorverkauf zu übernehmen, da wir angeblich keine Schermbecker sind“.

Musical on Tour in Schermbeck

Darüber hinaus sei die Miete für den Saal, der eigentlich hervorragend für solche Art von Kulturveranstaltungen sei, so Zimmermann, ebenfalls schon reichlich hoch. „Wir mussten sogar im Nachhinein noch 100 Euro als Nicht-Schermbecker drauflegen“, ärgert sich Zimmermann, aber: „Gebucht ist gebucht“.

Keine Bewirtung von heimischer Gastronomie

Und auch was die Bewirtung für diesen Abend anbelangte, stieß Zimmermann auf geschlossene Türen. „Ich habe wirklich alle Gastronomen in Schermbeck angesprochen. Niemand war bereit die Bewirtung an diesem Abend zu übernehmen“.

Eingesprungen aus Freundschaft und Mitleid ist der Catering-Service aus Gelsenkirchen-Buer von Christian Mehle. Er hatte Sekt, kalte Getränke und Brezel in der Pause im Angebot. „Ich wollte denVeranstalter nicht hängen lassen. Für mich ist das aber, was hier heute in Schermbeck passierte, nichts Neues. Viele kleine Gemeinden berücksichtigen Veranstaltungen von Auswärtigen nicht. Unverständlich eigentlich, denn gerade dort sollte Kultur mehr gefördert werden“, so Mehle.

 Nie wieder

Obwohl die Zuschauerzahl mehr als überschaubar war, zog der Veranstalter die Show professionell durch. Sehr zur Freude des Ehepaars Mathilde und Antonius Jansen aus Gahlen. „Wir finden die Show wirklich gut und die Akteure geben sich viel Mühe. Schade, dass hier nicht mehr Besuchern sind“.

Für den Veranstalter stand jedoch, trotz positiver Resonanz und reichlich Beifall, nach diesem Auftritt  fest: „Einmal Schermbeck und nie wieder“. Petra Bosse

Vorheriger ArtikelFlaniererlebnis für Besucher in Schermbeck
Nächster ArtikelÖffnungszeiten der Gemeinde Schermbeck
celawie
Netiquette - Kennzeichnen Sie den Kommentar mit Ihrem Namen. Benutzten Sie dabei keine anonymen Namen. Mailadressen und andere persönliche Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die gegen unsere Richtlinien verstoßen. Mit dem Abgeben eines Kommentars erklären Sie Ihr Einverständnis, dass Ihr Benutzername und der Kommentartext in Gänze oder in Auszügen auf Schermbeck-Online zitiert werden kann. Achten Sie auf einen sachlichen Umgangston! Beleidigende, diskriminierende oder anstößige Kommentare, die gegen das Gesetz verstoßen, löscht die Redaktion.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Bitte den vollständigen Vor- und Nachnamen eintragen