Straßen.NRW war am Donnerstag mit einem Helikopter im Einsatz gegen Eichenprozessionsspinner.

Seit dem 6. Mai ist Straßen.NRW zur Bekämpfung der Eigenprozessionsspinner im Kreis Wesel mithilfe eines Sprühhubschraubers im Einsatz

So auch am Donnerstag längs der Autobahn 31 und der Bundesstraße 58. Der Helikopter wird laut Straßen NRW in einzelnen Bereichen eingesetzt.

Eichenspinnerprozessions Raupen in Schermbeck
Foto: Petra Bosse

Seit Anfang des Monats bekämpft Straßen.NRW-Niederlassung Hamm die Raupen auf befallenen Bäumen mit Sprühfahrzeugen. Entweder mit einem Helikopter oder von einem Fahrzeug aus, welche mit Schrittgeschwindigkeit von frühmorgens bis in die Abendstunden unterwegs, werden befallene Bäume und Flächen besprüht.

„Wir machen die Aktion nur dort, wo es im vergangenem Jahr ein Befall gegeben hat, und wo Menschen gefährdert werden könnten“, sagt Susanne Schlenga von der Pressestelle Straßen.NRW.

Damit sich das Mittel gleichmäßig auf den Bäumen verteilen kann, muss die Sprühaktion bei trockenem Wetter durchgeführt werden.

Für Menschen, Tiere oder Pflanzen ist dieses Mittel nicht schädlich.

Straßen.NRW weist darauf hin, wenn ein Befall mit Eichenprozessionsspinner-Raupen festgestellt wird, auf den betroffenen Rastanlagen mit Warnschildern auf die Gefahren hin oder sperrt den betroffenen Bereich. Anschließend werde laut Straßen NRW eine Beseitigung der Raupen in Auftrag gegeben. In der Regel werden die Tiere samt ihren Nestern abgesaugt bzw. abgesammelt.

Straßen.NRW geht dabei nicht großflächig gegen die Raupen vor, sondern punktuell zur Gefahrenabwehr. Die betroffenen Bäume werden mit einem Mittel, dessen Wirkstoff (Bacillus thuringiensis) von den Raupen über die Nahrung aufgenommen wird, besprüht. Für Menschen, Tiere oder Pflanzen ist dieses Mittel unschädlich.

Dass dabei zum Teil Hubschrauber zum Einsatz kommen, widerspricht dieser Vorgehensweise nicht. Vielmehr kann genau damit eine Konzentration auf die als befallen bekannten Bereiche erreicht werden.

Auch die Gemeinde bekämpfe, so Marc Lindemann vom Ordnungsamt, die Eichenprozessionsspinner wieder in diesem Jahr. Die beauftragte Firma allerdings bekämpfe die Raupen ausschließlich mit einem Gebläse vom Boden aus. „Hierbei handelt es sich, wie auch bei Straßen.NRW, um ein Bakterium, welches sich auf den Eichenblättern absetzt und von den Eichenprozessionsspinner aufgenommen wird“.

Petra Bosse

Wo der Eichenprozessionsspinner auftritt

Die Schmetterlingsart tritt seit einiger Zeit immer häufiger auf. Die Tiere bilden ihre gesponnenen Nester vorwiegend in Eichenbäumen. Da die Schmetterlinge nachtaktiv sind und vom Licht angelockt werden, muss vor allem mit Befall an Eichen in der Nähe von Lichtquellen gerechnet werden. Nicht nur die Bäume an den Straßenrändern können befallen sein, auch an Autobahn-Rastplätzen siedeln sich die Tiere an.

Damit gerät der Eichenprozessionsspinner zunehmend auch in den Blick der Meistereien von Straßen.NRW.

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