Betreiber legt Zahlen für Schermbeck vor – Welttoilettentag

Die Schermbecker Kläranlagen reinigte insgesamt 1.084.821 Kubikmeter Abwasser

Schermbeck(pd). Heute am Donnerstag, 19. November, ist Welttoilettentag. Anlässlich dieses Jahrestages gibt der Lippeverband wie in jedem Jahr bekannt, wie viel Abwasser im Vorjahr in seinen Kläranlagen gereinigt wurde.

2019 waren es in der Kläranlage Schermbeck des Lippeverbandes 1.084.821 Kubikmeter (im Vorjahr: 991.435).

Aktuell saniert der Lippeverband die in den 1970er-Jahren in Betrieb genommene Schermbecker Kläranlage und macht sie fit für eine höhere Einwohnerzahl – die Kapazität der Anlage steigt von 16.000 Einwohnerwerten auf 18.000 an. Die Sanierungsarbeiten dauern voraussichtlich bis 2021 an.

Relevante Rolle

„Die Abwasserwirtschaft spielt in der öffentlichen Daseinsvorsorge eine . Als Deutschlands größter Betreiber von Kläranlagen gewährleisten wir tagtäglich Abwasserentsorgung und -reinigung auf hohem technischen Niveau – und das in der Regel unbemerkt. Eben unbemerkt nehmen auch jeden Tag die Bürger unserer Region Kontakt mit uns auf: mit dem Betätigen der Klospülung“, sagt Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender von Emschergenossenschaft und Lippeverband, zum Welttoilettentag am 19. November.
„Als öffentlich-rechtliche Unternehmen handeln wir ohne Gewinnorientierung, im Interesse des Gemeinwohls. Dafür stehen wir als Emschergenossenschaft und Lippeverband heute und in Zukunft.“

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Medikamente im Wasser schädigen Fauna

Der Lippeverband nutzt den Welttoilettentag, um darauf hinzuweisen, was alles nicht in der Toilette entsorgt werden darf. Dazu gehören neben Hygieneartikeln unter anderem auch Altmedikamente: Die sogenannten Spurenstoffe können auch in modernen Kläranlagen nicht restlos herausgefiltert werden. Sie belasten daher die Gewässer und schädigen die Fauna in den Bächen und Flüssen.

Medikamente gehören in den regulären Hausmüll

In Essen führte die Emschergenossenschaft, die „Schwester“ des Lippeverbandes, daher die Sensibilisierungskampagne „Essen macht’s klar“ durch. Die Bevölkerung wurde dadurch darauf aufmerksam gemacht, dass nicht verbrauchte Medikamente in den regulären Hausmüll gehören – denn dieser wird verbrannt, die Kläranlagen bleiben verschont!

Die Kampagne „Essen macht’s klar“ gilt als Modellprojekt. Denkbar ist, dass sie später auch auf andere Städte, wie etwa Dorsten, übertragen wird. Aktuell ist die Kampagne beispielweise schon in Nordkirchen angelaufen.

Der Welttoilettentag

Der Welttoilettentag wurde erstmals 2001 von der Welttoilettenorganisation ausgerufen. Von den Vereinten Nationen wird der Vorschlag, den 19. November zum regelmäßigen Jahrestag zu machen, mitgetragen.
Luftbild Kläranlage Schermbeck
Foto: Hans Blossey/EGLV
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