Die Machbarkeitsstudie ist ihrem Namen gerecht geworden, sie hat aufgezeigt, was machbar ist – mehr aber auch nicht.

Zu der vorgestellten Machbarkeitsstudie am Mittwochabend schreibt Dr. Stefan Steinkühler:

Von einer Entscheidungsvorlage sind wir noch weit entfernt – gerade weil das Thema per se zu vielschichtig ist, aber auch sehr unübersichtlich dargestellt wurde.

Hier hatte ich mir mehr Unterstützung durch die Studie gewünscht. Zwischen der Variante „2 modernisierte Schulen“ und der eines Neubaus (wie auch immer) liegen ca. EUR 10 Mio. an prognostizierten Mehrkosten.

Natürlich ist eine neue Schule immer etwas Schöneres und ein Vorzeigeobjekt, aber rechtfertigt ein Neubau diese Mehrbelastung des Gemeindehaushalts?

Das Thema Finanzierbarkeit klammer ich dabei aus, auch die Frage, ob wir ein gemeindliches Bildungszentrum benötigen. Viele Parameter sind noch ungewiss und werden es auch bleiben (z.B. prognostizierte Schülerzahlen und die Frage, wie viele Schulzüge wir zukünftig benötigen).

Eine Entscheidung wird umso schwieriger, wenn sich die Ungewissheiten addieren oder multiplizieren. Sie wäre aber auch umso leichter, wenn man wüsste, dass die schulischen Investitionen in unsere Kinder dazu führen, dass sich ihr Bildungsangebot damit konkret verbessert.

Das Schlagwort Digitalisierung greift hier nicht, weil alle Varianten eine technische Aufrüstung beinhalten. Zudem müssen die baulichen Maßnahmen auch auf neue, moderne Lehrmethoden abgestimmt sein. Und dieses Zusammenspiel fehlt mir bisher in Gänze. Was bringt es, wenn wir einen modernen Bau irgendwo hinsetzen, aber die vermeintlich geschaffenen Vorteile nicht abgerufen werden können, weil keiner sie kennt.

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celawie
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