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Leserbrief zum Verkehrskonzept Schermbeck: „Demokratie geht anders“

Veröffentlicht am

Demokratie geht anders – Leserbrief von Dr. Heidrun Hoch

Tiefgreifende Maßnahmen, die nicht nur alle Bürger, sondern auch den Wirtschaftsstandort Schermbeck insgesamt, die zukünftige Entwicklung und Attraktivität beeinflussen, bedürfen gründlicher, auch kleinteiliger Vorbereitung und Beteiligung aller Betroffener, vollständige Transparenz und strukturiertes Vorgehen.
Ich vermisse bei der Planung eines neuen Verkehrskonzepts in Schermbeck folgende Punkte:

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  1. Eine repräsentative Bürgerumfrage mit postalisch verschickten Informationen an alle
    Bürger, nicht nur die internetaffinen. Dies ist ein Muss für demokratisches Handeln und
    dadurch legitimierte Vorgänge.
  2. Die seitens der Politik aktiv betriebene Einbeziehung der Werbegemeinschaft und
    anderer Versorger der Mittelstraße, denn diese sind wirtschaftlich direkt betroffen
    (indirekt auch die Gemeindekasse). Es ist unstrittig, dass Gewerbetreibende von der
    guten Erreichbarkeit leben.
  3. Die Vorab-Planung des zeitgleichen Ausbaus des ÖPNV mit ergänzender Einrichtung
    von ausgewiesenen Sammelparkplätzen, die kontinuierlich, in bedarfsgerechten
    Taktungen, von kleinen Pendelbussen angefahren werden, um in den Geschäftsbereich
    der Mittelstraße zu fahren (bitte keine Umsetzung durch Ehrenamtler!).
  4. Die gesicherte Reduktion von CO2-Emissionen als Ergebnis der Neugestaltung.
  5. Die vom Grundsatz her selbstverständliche Zusicherung, dass umweltschädliche
    Maßnahmen, wie Baumfällungen, ein No-Go sind und das Umweltszenario als Zielwert
    konterkarieren.
  6. Tempo 30 in allen betroffenen Straßen.
  7. Die transparente, verständnisorientierte Darstellung des „erweiterten Verkehrsraumkonzepts“
    im Netz mit der Möglichkeit, Straßen eindeutig zuzuordnen.
  8. Die Klärung und Beantwortung aller Fragen vor Schnellschüssen!
    Die Schermbecker Bürger sind keine Versuchsobjekte, auch nicht für vier Monate.
    Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…, gibt es vielleicht eigennützige Kalküle?

Schermbeck, den 19.02.2023
Dr. Heidrun Hoch

Hinweis: Verantwortlich für den Inhalt der veröffentlichten Zuschriften/Leserbrief ist der jeweilige Verfasser.

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