Kein Verständnis für Nutzer unserer Wälder, welche ihren Grünschnitt im Wald entsorgen

Das Klima, einwandernde Kleintiere, Insekten u. v. a. m. bedrohen unseren Wald als „Grüne Lunge“. 

Ich kann für jeden Nutzer/Besucher unserer Wälder Verständnis aufbringen. Auch wenn ich „ab und zu“ denke, dass eine bestimmte Nutzergruppe ihre Strecken (z. B. auf ausgeschilderten Wanderwegen wie HoheMarkSteig) überdenken sollte, da diese Wege „Zug um Zug“ insbesondere bei/nach schlechten Wetterlagen immer breiter werden und das sie Ihre Sportgeräte mit einer „Glocke/Klingel“ ausstatten sollten.

So können fußläufige Personen, Wanderer und Hundehalter vorher gewarnt/aufmerksam gemacht werden. Dann denke ich an meine Jugend zurück und muss mir eingestehen, dass ich diese Strecken mit Mofa, Moped und motorisierten Go-Kart befahren habe. 

Als Gartenbesitzer achte ich darauf, dass ich mir z. B. über Vogelfutter (wie durch die beliebten Meisenknödel) u. ä. keine Körner/Samen von unerwünschten Pflanzen einschleppe. Dies muss auch für unsere heimische Pflanzen in den Wäldern gelten. Auch wenn wir diesen Prozess wohl nur „verzögern“ können.

Insofern kann ich für die Nutzer unserer Wälder, welche ihren Grünschnitt im Wald entsorgen, kein Verständnis aufbringen. Auch wenn das gemeindliche Angebot als nicht super eingeschätzt wird, ist das Angebot der Grünschnittentsorgung vorhanden. Das Prinzip „Grünschnitt“ passt weil es grün ist in den Wald passt nicht.

Dadurch können sich Pflanzen im Wald ausbreiten, die die heimische Pflanzenwelt verdrängen. Auch die Argumentation es ist nur Rasenschnitt greift nicht. Rasenschnitt „frisch“ und „leicht“ feucht entwickelt Temperaturen die dem Wald-/boden und Bäumen nicht zuträglich sind und verdichten. Von der Geruchsentwicklung ganz zu schweigen. Zug um Zug schädigt dies Bäume am Stamm-/Bodenbereich.

Für Bäume wie Eichen die mit Hitzewellen, Trockenheit, Eichenwickler und Eichenprozessionsspinner kämpfen müssen kann dies ein frühzeitiges Aus (Absterben) bedeuten.  

Dieser Leserbrief soll keine Nutzer des Waldes anklagen, sondern zum Mitdenken und Unterlassen anregen.

Berthold Schmeing

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