Leserbrief von Christiane und Matthias Rittmann zur Pressemitteilung des Kreis Wesel / MULNV zum Entnahmeantrag der Wölfin GW954f.

Der Feind des Wolfes ist nicht der Schäfer

Im Gegenteil, die Schäfer investieren viel Zeit und Geld in den Wolfschutz, indem Sie Herdenschutzmaßnahmen umsetzen. Mit Wölfen, die sich von Weidetieren fern halten, kann jeder leben.

Der Antrag die Wölfin GW954f zu schießen, ist eine logische Konsequenz aus der verfehlten Wolfspolitik des Landes Nordrhein-Westfalen. Bereits als die ersten Wölfe sich in Niedersachsen niedergelassen haben, hätte die Landesregierung präventiv handeln müssen.
Ansatzweise handlungsfähig war man allerdings erst, als die Wölfin hier über einen Zeitraum von sechs Monaten nachgewiesen werden konnte. Mit Ausweisung des ersten Wolfsgebietes in Nordrhein-Westfalen konnte man den Bau von Wolfs abweisenden Zäunen fördern.

Zu spät wie sich jetzt zeigt. Die hiesige Wölfin hat sich auf das Überwinden immer höherer Zäune spezialisiert. Es gibt keinen einzigen Fall, bei dem nachgewiesen werden konnte das Sie einen Zaun untergraben hat.

Die Bewertung der Zäune obliegt den Experten des DBBW und des LANUV, hier würde ich der Bewertung eines Fachmannes, immer den Vorzug geben. Schon der Ablauf dieser so genannten Expertenbeurteilung ist fragwürdig.

Kette von Kuriositäten

Zuerst erscheint in dieser Kette von Kuriositäten ein ehrenamtlicher, schlecht ausgestatteter Wolfsberater mit seinen Hunden im Kofferaum am Tatort (eigene Erfahrung, zur Erklärung Hundehaare können die genommenen DNA-Proben kontaminieren).
Er stellt Untersuchungen an, nimmt DNA Proben und macht Fotos zum Geschehen. Diese Informationen bewerten dann die Experten des LANUV, die von Hause aus Biologen und fachlich hier sicherlich gut sind, aber von Zaunbau nur begrenzte Kenntnisse haben.

Wohlgemerkt diese Experten sitzen in einem Büro und beurteilen aus der Ferne anhand von Fotos. Sobald diese Experten sich trotz der vorliegenden Informationen nicht sicher in ihrer Bewertung sind, kontaktieren sie die nächst höhere Expertenstelle, das DBBW in Berlin.

Hier gibt es Sie vielleicht, die gesuchten Fachleute, die viele Lehrgänge zum Thema Zaunbau hinter sich gebracht haben und seit Jahrzehnten ihr Wissen vertiefen. Doch auch diese Experten hangeln sich an Empfehlungen entlang die noch nicht einmal rechtsverbindlichen Charakter haben.

Wie soll in einer solchen Expertenkette, eine fachlich ausgereifte und rechtssichere Zaunbewertung möglich sein?

Denn der Zaun ist Dreh- und Angelpunkt jeglicher Entscheidung über Wohl und Wehe in der Weidetierhaltung, zumindest beim Thema Wolf. Wenn sich an dieser Expertenpolitik nicht schnell etwas ändert, sowohl auf Landesebene als auch auf Behördenebene, dann findet der Wolf in der ländlichen Bevölkerung keine Akzeptanz. Denn die ländliche Bevölkerung ist vom Wolf betroffen und nicht die in der Stadt.

Pragmatische Entscheidungen

Wenn man die Wolfspopulation schützen und die für die Landschaftspflege sowie den Natur- und Klimaschutz so wichtige Weidetierhaltung erhalten will, muss man auch unpopuläre, aber pragmatische Entscheidungen treffen und einzelne auffällige Wölfe töten.

Davor scheuen sich die Behörden und sind wahrscheinlich froh, dass ein Schafhalter den Entnahmeantrag gestellt hat und die Entscheidung letztendlich ein Gericht treffen muss. Denn wenn den Schafhaltern nicht geholfen wird, müssen sie sich selbst helfen. Von behördlicher Seite ist bezüglich der Entnahme von Wölfen nichts zu erwarten.
Die Schaf- und Weidetierhalter sind jedenfalls nicht für die Fehlentscheidungen der Politik verantwortlich und wehren sich dagegen als Sündenbock missbraucht zu werden.

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3 KOMMENTARE

  1. Die Raubtierfreunde haben sich über die Jahrzehnte gut vernetzt. Der WWF ist es ja schon länger. Diese weltweite Vernetzung führte zur Verbindung mit LCIE, oder diese NGO wurde von WWF „gegründet“.
    „Trittbrettfahrer“ wie NaBu sind gute Unterstützer vor Ort, dafür haben sie Einnahmen durch das Label „Wolf“

    Solange zuständige behördliche Stellen, Ämter, „Wolfsexperten“, Rissgutachter, Labore usw. von Mitgliedern dieser Vereinigungen besetzt sind, wird es keine objektive Berichterstattung und Auswertungen geben. Sie entscheiden ob Wolf oder nicht (Laborbefund angebl. nicht öffentlich), sie gestalten die Rote Liste (IUCN), sie verwalten die Meldungen und Bestandszahlen. Sie verändern immer wieder die benötigte Bestandszahl usw.

    In ihren Aktionsplänen ist/war nachzulesen, wie man die Bevölkerung auf eine „nie dagewesene Koexistenz“ vorbereiten muss.
    Möglichst Zeitnah die Medien, mit den eigenen Aussagen versorgen, um negativer Berichterstattung vorzubeugen.
    Diskussionen mit Jägern möglichst nur öffentlich austragen, um die teils negative Meinung zur Jagd zu nutzen.
    Der Bevölkerung Bilder von niedlichen Welpen präsentieren, damit eine positive Stimmung erzeugt wird. Durch Angebote von Aktivitäten in der Natur, den Menschen das Gefühl von Sicherheit zu übermitteln. Steakholder positiv für die Raubtiere beeinflussen.
    USW.
    Es geht nicht um Arten-und Naturschutz, es geht um die Schaffung und Unterhaltung von Reservate für die großen Beutegreifer, wie sie es selbst immer wieder sagen und schreiben.

    Den offiziellen Unterlagen ist zu entnehmen, das der Mensch auch zur Beute von gesunden Wölfen gehört.
    Ihren Berichten ist zu entnehmen, das Wölfe sämtliche Zäune bis dato überwunden haben.
    Wölfe können von Natur aus sehr hoch springen, sind intelligente (Pirsch)Jäger, können gut graben, schwimmen usw.
    Weltweit gibt es Opfer von Wölfen. Nicht nur Schafe, sondern auch große Weide- und Wildtiere. Auch von einzelnen Wölfen. Oft ohne Kehlbiss. (Fressen bei lebendigen Leibe)

    Menschen jedes Alters und jeder Tages/Nachtzeit. Kinder auf dem Schulweg, auf dem Weg zu Kiosk, Erwachsene bei der Garten- oder Feldarbeit, auf dem Arbeitsweg…….

    Wenn man sich in den Medien umschaut, gewinnt man den Eindruck, der Schutz der Caniden, egal ob Hund oder Wolf, ist für die Mehrzahl der Bevölkerung wichtiger als der Schutz von Kinder und allgemein des Menschen.
    Vielleicht liegt es aber auch daran, das diese Menschen ihren Hund als „einzigen treuen Freund“ sehen, und daher etwas verklärt auf die Wölfe blicken.

    Die FFH-Richtlinie wurde seinerzeit, zum Schutze von Flora und Fauna geschaffen, um den Menschen einen Raum zur Erholung erhalten soll.
    Raubtiere, wie Wolf, Bär und Co, sollten in räumlich abgrenzbare, natürlich erhaltene Gebiete und nach Rücksprache der anliegenden Bevölkerung eingerichtet werden, wenn es nicht durch deren Ansiedlung zu Schäden kommt.
    Diese ursprüngliche Vereinbarung wurde Schritt für Schritt durch Anträge und unkorrekten Angaben von den Raubtierfanatikern verändert.
    Das Auslassen von gefährlichen Tatsachen oder als „Kleingedruckte Fußnote“ empfinde ich als Menschen verachtend.
    Nein, ich bin keine „Wolfshasserin“, „schießwütige Jägerin“, „umweltzerstörende Landwirtin“, „faule Weidetierhalterin“, leide auch nicht unter dem „Rotkäppchen-Syndrom“ oder was auch immer als GEGENARGUMENT zum Schutz der Wölfe herhalten muss….

    Ich bin eine Erwachsene, welche die Welt der Märchen als solche erkennt.
    Das Märchen, wo man den Bauch des Wolfes aufschneidet und dann Rotkäppchen und die Großmutter unverletzt heraushüpfen, wird durch unschöne Fakten reichlich widerlegt. Siehe Griechenland, USA, … zumeist werden nur einzelne Körperteile zurückgelassen.
    In Deutschland gab es schon erste Testangriffe auf Menschen, auch wenn dann Hunde vermutet werden. Diese Art von Angriff ist durch Hunde nicht üblich, aber nachweislich bei Wölfen.

    Ich erwarte, das die Politiker wieder dem Grundgesetz entsprechend handeln und diesen Feldversuch (siehe „Nina Studie“) von Boitani, Linell und Co ein Ende machen und zwar durch entsprechender Änderung der FFH-Richtlinie, wie ja in den letzten Jahren durch das EU-Parlament. Wölfe haben gehören zurück in die großen Naturgebiete und weit abseits menschlicher Ansiedlungen.

  2. Die sehr gute Partei Die PARTEI stellt hocherfreut fest, daß fiebriges Delirium nicht nur anläßlich Corona, sondern auch in anderen gesellschaftsrelevanten Themenbereichen weiterhin fröhliche Urständ feiert.

    Die von Frau Sabine G. vertretenen, ähem…naja…Thesen… nimmt der sehr gute Ortsverband Schermbeck der sehr guten Partei Die PARTEI zum Anlaß, den Kommunalwahlkampf einzuleiten, indem er hiermit erstmals sein noch in der finalen Ausarbeitung befindliches ganzheitliches Konzept der Verknüpfung von Wolfsschutz und nachhaltiger Entwicklung der Bevölkerungsstruktur im Wahlvolk bewirbt.

    Dieser ganzheitliche Ansatz sieht eine direkte Verzahnung der Protektion der örtlichen Wolfspopulation mit den von Mike Rexforth, dem Bürgermeister der sehr guten Gemeinde Schermbeck, bereits im Vorfeld deutlich benannten kommunalen Kümmernissen bezüglich der Knappheit sowohl von Kindergartenplätzen, als auch von altengerechten Wohnungen vor.

    Sehen wir die von Frau Sabine G. erwähnte vom Wolf ausgehende tödliche Beeinträchtigung der humanoiden Population nicht als Gefahr, sondern als Chance!

    Daher sei an die Erzeuger und Erziehungsberechtigten der kleinen Kinderkrippenplatzblockierer der Appell gerichtet, ihre Nachkommenschaft mit Liebe und vor allen Dingen ohne Schärfe zu verköstigen. Bitte vermeiden Sie es, pfeffer- und ganz besonders chilihaltige Speisen zu kredenzen! Wie jeder Hundebesitzer weiß, reagiert das canide Verdauungssystem hochsensibel auf scharfwürzige Futterbestandteile. Schon minimale Chilizufuhr hat Unwohlsein und Durchfall zur Folge und ist daher angesichts des besonderes Schutzstatus des Wolfes unbedingt zu vermeiden!

    Eine ganz besondere Prüfung steht dem innerfamiliären Frieden bevor, wenn den kleinen Nährstofflieferanten der Verzehr von Schokolade verweigert werden muß – Schokolade ist Gift für Canide und deren Verwendung daher aus Tierschutzgründen unbedingt zu unterlassen!

    Den laut Frau Sabine G. nicht minder als potentielle Wolfsmahlzeit im Fadenkreuz stehenden Senioren sei ans Herz gelegt, ihren Eierlikörkonsum merklich zu erhöhen. Maßvolle Eierlikörzufuhr wirkt bei Caniden streßlindernd und beruhigend, weswegen erfahrene Hundehalter ihren Lieblingen zu Silvester kleine Mengen dieser Kalorienbombe verabreichen, um die Panik wegen des Geknalles zu lindern.

    Der sehr gute Ortsverein Schermbeck der sehr guten Partei Die PARTEI bedankt sich für diese bizarre Steilvorlage und hofft, mit dem vorgestellten ganzheitlichen Politikansatz die Gunst des Wahlvolkes erhaschen zu können. Möge der Saft mit uns sein! Amaïh Plekzsy-Gladz!

  3. Was soll die Wölfin bloß tun, damit des Führers Lieblingstier von Teilen der hiesigen Bevölkerung keinen weiteren shitstorm abbekommt? Was muss das walnußkleine Wolfshirn lernen, damit die Gemeinschaft denaturierter Menschen, die zum Mond fliegen und Atomkerne spalten kann, nicht an ihm verzweifelt? Das Schafe gar nicht lecker schmecken? Wie man ein Schaf unauffällig von der Weide mitnimmt, ohne Spuren zu hinterlassen? Wie man einen Fernseher bedient, damit man fett und faul wird? Wie man Menschen den Mittelfinger zeigt, hat die Wölfin jedenfalls schon drauf. Daher bleibt dem geschädigten Schafeschützer nur noch das natürliche, instinktive Verhalten argumentativ schwacher Redner übrig, am Ende ihrer hanebüchenen Argumente mit Gewalt zu reagieren. Besser fände ich es aber, wenn die Leute die olle Wolfsau erstmal beleidigen und mobben, bevor man ihr mit dem Präzisionsgewehr ins Gesicht schießt. Vielleicht zieht sie dann schon beleidigt ab. Ich fang mal an: Gloria, du bist hässlich und keiner mag dich! Hau ab und komm nie wieder!!!! Und nimm das verkackte Virus gleich mit himmelherrgott!!!1!!1! P.S.: Beim Hundeflüsterer hat immer der Mensch Schuld, wenn das Tier Probleme macht. 😉

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