der Kreisbauernschaft Wesel

(pd). Landrat Dr. Ansgar Müller und Vorstandsmitglied Helmut Czichy kamen jetzt auf dem Landwirtschaftsbetrieb ten Huf in Hünxe-Drevenack mit einer Delegation der Kreisbauernschaft Wesel unter dem neuen Vorsitzenden Johannes Leuchtenberg und dem Dienststellenleiter der Landwirtschaftskammer Kleve und Wesel, Dr. Franz-Josef Stork zusammen.

Landrat Dr. Müller (5. v. r.) und Vorstandsmitglied Helmut Czichy (5. v. l.) mit der Delegation der Kreisbauernschaft Wesel unter dem neuen Vorsitzenden Johannes Leuchtenberg (3. v. r.) und Dr. Franz-Josef Stork (1. v. l.) (Quelle: Rheinischer Landwirtschafts-Verband)
Landrat Dr. Müller (5. v. r.) und Vorstandsmitglied Helmut Czichy (5. v. l.) mit der Delegation der Kreisbauernschaft Wesel unter dem neuen Vorsitzenden Johannes Leuchtenberg (3. v. r.) und Dr. Franz-Josef Stork (1. v. l.) (Quelle: Rheinischer Landwirtschafts-Verband)

Betriebsleiter Wilhelm ten Huf stellte zunächst seinen Milchviehwirtschaft vor und lud dann zu einer Planwagenfahrt über die angrenzenden Weiden an der Lippe ein. Anschließend fanden sich alle Teilnehmenden zum Gespräch in der warmen Hofstube ein.

Die Anwesenden thematisieren unter anderem die Lippeumgestaltung: Die Landwirte sorgen sich um die Bewirtschaftung angrenzender Flächen und den Baumbestand am Flussbett. Vorstandsmitglied Helmut Czichy sprach sich für ein weiterhin gutes Miteinander von Lippeverband und Landwirtschaft bei der Renaturierung dieses für den Kreis Wesel wichtigen Fließgewässers aus: „Naturschutz und nachhaltige Landwirtschaft sind unterschiedliche Seiten der gleichen Medaille. Gemeinsam werden wir einen sinnvollen Ausgleich erreichen können.“

Großes Interesse gab es zusätzlich am Thema Flächenverbrauch. Der Kreis Wesel setzt sich für einen restriktiven Umgang mit der Abgrabung von endlichen Rohstoffen ein. „Der Kreistag Wesel hat mit großer Mehrheit bekräftigt, dass er keine weiteren Abgrabungsflächen über das Maß der 51. Änderung des Gebietsentwicklungsplans hinaus akzeptieren wird.

Unser Ziel ist die Sicherung der begrenzten Ressourcen für zukünftige Generationen. Neben Kies, Sand und Ton gehört auch die Fläche an sich dazu. Wenn wir eine auskömmliche Versorgung mit lokal produzierten Lebensmitteln wollen, dann müssen wir der Landwirtschaft die dafür notwendigen Flächen zur Verfügung stellen“, führte der Landrat aus.

Die Ausweisung von Teilen des Kreises Wesel als Wolfsgebiet und die Bedeutung des Wolfes für die Nutztierbeweidung wurden ebenfalls thematisiert.

Zum Abschluss des Termins zogen die Kreisverwaltung und die Kreisbauernschaft ein positives Fazit. „Die Kreisbauernschaft ist für mich ein zentraler Ansprechpartner für den Erhalt unserer bäuerlichen Kulturlandschaft im Kreis Wesel. Mir ist daher ein intensiver Gesprächsaustausch mit ihr sehr wichtig“, betonte Dr. Müller.

„Landwirtschaft auf einem nachhaltig wirtschaftenden Betrieb zu erleben, ist und bleibt unschlagbar“, so Dr. Müller weiter. Johannes Leuchtenberg ergänzte: „Für mich als neuen Vorsitzenden der Kreisbauernschaft Wesel ist es wichtig, mit dem Kreis Wesel über die berechtigen Belange der Landwirtschaft im Gespräch zu bleiben. Ich freue mich sehr, dass wir damit bei Landrat Dr. Müller auf offene Ohren stoßen.“

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