Mit 13 PS über die Autobahn? Geht nicht? Doch, denn mit gerade mal mit 61 km/h Höchstgeschwindigkeit sind die kleinen Kult-Autos „Ape“, des italienischen Herstellers Piaggio sogar auf Autobahnen zugelassen.

Nur was ein richtiger „Biene“ Liebhaber ist, der reist lieber über Landstraßen.

Wenig und vielseitig - die Biene
Wenig und vielseitig – die Biene

Rund 23 solcher kleinen und kultigen Zweitakter reisten am Wochenende nach Schermbeck an, um hier unter Freunden ein gemütliches Wochenende auf der Wiese vom Begegnungszentrum des Kolpinghauses zu verleben. Wie Werner Höbner aus Wilhelmshaven, der die weiteste Anreise beim diesjährigen Westside Piaggio Sommertreffen 2013 hatte. Mehr als sechs Stunden brauchte der Wilhelmshavener für 280 km mit seinem Vespacar. „Über die Autobahn zu fahren, das muss ich mir nicht antun“, so Höbner, der sich 2003 eine Ape als Zweitauto zulegte. Elektronik hat das Fahrzeug, wohlwollend ausgedrückt, wenig. „Das Radio hat die meiste Elektronik“, setzte Höbner lachend hinzu, was ihm aber wenig stört, denn hier kann „Mann“ noch viel selber basteln und reparieren.

Klein, bunt und wendig
Klein, bunt und wendig

In den buntesten Farben reihten sich die kleinen Bienen auf der Wiese am Kolpinghaus nebeneinander ein. Individuell auf die eigenen Bedürfnisse angepasst, fungieren die Dreiräder entweder als Transporter, zum Shoppen oder sogar als Wohnmobil.

Eine Mitfahrgelegenheit von Menden nach Schermbeck hatten auch die zwei Papageien Lucky und Mogli von Nino Schulte. „Die Geschwindigkeit von 50 km/h ist für die Vögel gleich so, als wenn sie fliegen und das Gehirn kann dieses Tempo bestens verarbeiten. Darüber hinaus bei die Zwei in allen Richtungen eine tolle Sicht“, so Nino Schulte vom Vespa-Club Menden.

Das Bett immer dabei
Das Bett immer dabei

Sein eigenes Bett gleich nach Schermbeck mitgebracht hatte Werner Höbler. Tür auf, Ladeklappe runter, Matratzen rein und Vorzelt montiert, fertig war das Wohnmobil, allerdings nicht gerade in Luxusausstattung. „Sehr luftig und genau richtig bei dieser Hitze“, erklärte wohlwollend Werner Höbler sein Bett auf drei Rädern.

Mit gerade mal 1210 kg Leergewicht und einer Zuladung von 800 kg eignet sich die Vespa nicht als Großraum-LKW, aber immerhin hat sie andere Qualitäten. Sie kann fast auf der Stelle wenden und die Heizung bläst bei Kälte die heiße Luft unaufhörlich dem Fahrer voll ins Gesicht. „Klimaautomatik gibt es natürlich nicht, was auch ein Grund dafür war, dass einige an diesem Wochenende dem Treffen fern blieben“, so Stefan Heier, der vor fünf Jahren mit weiteren drei Mitstreitern den Westside Club Schermbeck ins Leben rief. Der Ape-Club hat es sich zu Aufgabe gemacht, sich einmal jährlich zu treffen und die Anlage an der Bildungsstätte eignet sich hervorragend dafür. „Hier können die Gäste prima übernachten, wir bieten ihnen ein buntes Programm mit Live-Band und auch die Kinder haben hier viel Platz zum Toben und spielen“, setzte Stefan Heier hinzu.

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