Nachdem in der Kreistagssitzung am 17. März und in einer Sondersitzung am 5. April mit den Stimmen des Mehrheitsbündnisses aus CDU, B‘90/Die Grünen und FDP/VWG ein nicht auskömmlicher und von Landrat Dr. Ansgar Müller im Anschluss beanstandeter Haushalt beschlossen wurde, konnte nun endlich ein genehmigungsfähiger Haushalt für den Kreis Wesel verabschiedet werden. In der Sitzung des Kreistages am Donnerstag, 30. Juni, beschlossen die Kreistagsmitglieder mehrheitlich einen Hebesatz für die allgemeine Kreisumlage von 42,25 % und folgten damit dem von Landrat und Kreiskämmerer aufgezeigten Weg zu einem genehmigungsfähigen Kreishaushalt.
Die Bezirksregierung Düsseldorf war mit Schreiben vom 15. Juni der Beanstandung des Landrates gefolgt und hatte dies in einem gemeinsamen Gespräch mit den Fraktionsspitzen in Düsseldorf noch einmal verdeutlicht. Landrat Dr. Ansgar Müller lobte die vielen guten Gespräche, die seit dem Schreiben der Bezirksregierung geführt worden seien. CDU-Fraktionschef Frank Berger bezeichnete den Tag der aktuellen Kreistagssitzung als „guten Tag für die Kommunen.“ Hubert Kück (B‘90/Die Grünen) fügte hinzu: „Wir sind von einem zu hohen Hebesatz weg gekommen. Die Städte und Gemeinden können am Ende des Tages zufrieden sein.“ Peter Kiehlmann (SPD) bemängelte den mittlerweile 9 Monate andauernden Prozess der Haushaltsfindung: „Den Gemeinden wurde vom Mehrheitsbündnis etwas versprochen, das nicht gehalten werden kann.“ Er kritisierte die vergangene politische Debatte und erinnerte die Mitglieder des Mehrheitsbündnisses: „Sie haben bei Ihrer Vereidigung gelobt, ihre Pflichten zum Wohle des Kreises Wesel zu erfüllen. Dem kommen Sie in keinster Weise nach.“ Auch Sascha H. Wagner (LINKE) bemängelte den „unsozialen Haushalt“: „Heute zeigt sich, dass eine politische Mehrheit allein nicht reicht. Das Mehrheitsbündnis hat sich auch für die Kommunen als große Enttäuschung erwiesen.“
Der Haushalt mit einem Gesamtvolumen von 529.183.168 Euro und einem Hebesatz von 42,25 % für die allgemeine Kreisumlage wurde mehrheitlich mit den Stimmen von CDU, Grünen, FDP/VWG, AfD und Piraten gegen die Stimmen von SPD, dem Landrat und LINKE beschlossen.























