Viele Menschen haben Angst. Gahlener Bürger lassen ihre Kinder nicht mehr in der Nähe des Spielplatzes spielen.

Andere haben ein ungutes Gefühl, mit dem Fahrrad durch den Wald zu fahren oder in den Abendstunden spazieren zu gehen. Wolfsbefürworter tun das als Panikmache und Hysterie ab.

Wie wahrscheinlich ist es aber wirklich, dass ein Wolf Menschen angreift? Wolf Experten sagen Nein, mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht! Wie hoch ist aber die Wahrscheinlichkeit? Aktuell soll, laut Polizeibericht Niedersachsen, ein Wolf einen Mann auf einem Friedhof angegriffen haben. Wird das demnächst auch im Kreis Wesel zum Alltag gehören?

Es gibt viele Fragen, viele Ängste. Es liegt auf der Hand, dass Wölfe in Deutschland nun einmal nicht, wie seine Artgenossen wie zum Beispiel in Kanada, Russland, Rumänien und eventuell noch Polen, einen vergleichbaren Lebensraum hierzulande finden können.

Hier stellt sich auch die Frage, ob der Wolf, so wie wir ihn aus Beschreibungen kennen, immer noch das Tier ist, wie er vor 100 Jahren war? Ein Tier, das wild und scheu durch die Wälder streifte und dabei genügend Raum hatte, um seinem Trieb als Wild- und Wandertier gerecht zu werden.

Oder hat er sich im Laufe seiner Entwicklung, mit den wirtschaftlichen Strukturen unseres hoch industrialisierten Landes, ebenfalls verändert und angepasst? Ist er ein „moderner Wolf“ geworden, der, wie wir Menschen, sein kleines Revier verteidigen möchte?

Der Wolf polarisiert die Bürger im Kreis Wesel, Borken und Dorsten derzeit.

Kein Wunder, denn Wolfsbefürworter sagen: Wölfe haben das Recht, hier zu leben. Andere wiederum sind der Meinung, der Wolf gehört nicht in den Kreis Wesel mit gerade mal 1000 Quadratkilometer. Landwirte und Nutztierhalter fürchten um ihre Tiere, teilweise sogar um ihre Existenzen. Wolfsbefürworter möchten, dass Schutzzäune errichtet werden, damit sich der Canis lupus hier in aller Ruhe ansiedeln kann.

Freie Bahn auf der einen Seite, Stallhaltung und Schutzzäune auf der anderen Seite. Die Fronten sind verhärtet. Was für ein Tierschutz wäre es dann?

6 KOMMENTARE

  1. Auf Grund der verfehlten Agrarpolitik in unserem Land, kämpfen viele Lanwirte schon lange um ihre Existenz. Nun kommt der Wolf gerade Recht um als „Bauernopfer“ herzuhalten. Nicht zuletzt der „Übergriff in Niedersachsen“ zeigt uns, wie einige Medien die Panik anheizen um ihre Blätter zu verkaufen….alles spricht dafür, dass es sich dort nicht um Wölfe handelte. Probleme wie Glyphosat, Vergiftung der Böden durch Gülle, Tierqual in Mast-und Schlachtbetrieben, geschredderte Küken…die Liste ist lang…werden unter den Tisch gekehrt sobald ein Wolf gesichtet wird. Lassen Sie sich nicht manipulieren, benutzen Sie ihren gesunden Menschenverstand und geben Sie dem Wolf eine Chance! Danke!

  2. Es ist schade, dass diese Panikmache auch noch publiziert wird. Von geistig armen Menschen ausgedachte Geschichten werden von den Medien aufgegriffen. Als gäbe es keine anderen Sorgen auf unserem Planeten. Der Wolf gehört hierher. Wir wohnen in seinem Gebiet und nicht er in unserem. Ursprünglich war er und alle anderen Tiere zuerst da. Und die Natur funktionierte tadellos ohne den Menschen. Wir müssen lernen mit ihm zu leben.

  3. Ich möchte nicht, dass ich meine Weiden 1,80 m hoch, dicht und eingegraben verbarrikadieren muss.
    Es täte mir in der Seele weh um unsere letzten wirklich schönen Weidelandschaftsbilder und es täte mir ewig leid um all die Wildtiere, die nicht mehr auf meinen Weiden fressen, jagen, spielen könnten, die zwangsläufig ihre uralten Wanderwege verlieren würden.
    Ich möchte aber auch nicht meine Tiere verlieren, sei es durch Unfälle, wenn sie in Panik vor dem Todfeind ausbrechen und sich verletzen oder direkt von den Wölfen an- oder weggefressen werden.
    Erst recht nicht möchte ich meine Tiere wieder in Ställen verbarrikadieren müssen, zum Schutz vor Großraubtieren. Auch aus dem Grund, dass meine Weiden dann zu Wiesen werden müssten, die mindestens 4 x jährlich ausgemäht werden müssten um ausreichend Futter für die Tiere im Stall zu haben. Nicht gut für Flora und Fauna.

    Auch möchte ich mein Hausgrundstück nicht – wie vom Wolfsbüro(!!!) vorgeschlagen – mit einem hohen E-Zaun einzäunen (was sowieso nicht erlaubt ist) um Wölfe daran zu hindern, bei mir auf dem Hof, in den Ställen, im Hausgarten und auf dem Spielplatz für die Enkel herumzusuchen.

    Zigtaiusend Menschen und Tiere sollen ihr Leben komplett ändern, – wegen EINER Tierart resp. 1.000 Tieren, die dem Steuerzahler mehrere Millionen im Jahr kosten.

    • Sehr geehrte Frau Stein, haben sie sich schon mal darüber belesen wie gut der Wolf für Flora und Fauna ist? Warum denken Sie, sollte der Mensch über Leben oder Tod einer Tierart entscheiden dürfen? Bringen Sie ihre „Nutztiere“ nicht auch eines Tages ins Schlachthaus um Geld damit zu verdienen? Die einen Tiere umsorgen um sie töten zu lassen und einem anderen Tier keine Chace geben??? Wir müssen alle umdenken!

  4. Sehr geehrter Herr Hauschke, inwiefern Wölfe für Fauna und Flora gut sein soll, hat noch niemand erklären können. Vielmehr reißen sie bevorzugt Jungtiere- was das für einen Bestand bedeutet, weiß jeder Tierhalter. Jäger halten Schonzeiten ein. Wölfe nicht.
    Einigermaßen lächerlich, wäre es nicht so traurig: wir achten immer mehr auf das Tierwohl. Und sollen einen Großprädatoren gewähren lassen, der ungeborene Jungtiere aus lebenden Müttern herausreißt, mitsamt den Innereien? Der nach und nach sämtliche Schutzmaßnahmen überwunden hat, die von den Naturschutzverbänden als sicher propagiert wurden? Auch die Herdenschutzhunde haben schon versagt.
    Und Wölfe töten keineswegs nur, was sie brauchen. Je besser der Zaun, wenn die Wölfe eben doch reinkommen, umso mehr tote Tiere. In anderen Ländern sieht es nicht besser aus, und Übergriffe auf Menschen, bevorzugt Kinder, bezweifelt niemand, der sich damit ernsthaft befasst hat.
    Sie müssen umdenken und einräumen, dass die Wölfe in Deutschland ihre Chance hatten. Wären sie tatsächlich scheu, hielten sie sich vielleicht von Siedlungen und dort weidenden Tieren fern. Aber warum sollten sie? Wir tun ihnen nichts. Dumm gelaufen, Experiment funktioniert nicht.

  5. Jürgen Hauschke und Gabriele Etgeton: Der Vergleich nach unten ist zwar wohlfeil aber nicht zulässig. Er trägt nicht zur Lösung des Problems „nicht vom aussterben bedrohte Großraubtiere in dichtbesiedelter Kulturlandschaft“ bei.
    Jürgen Hauschke: Was tragen Wölfe zur Flora und Fauna bei? Kein von mir angeschriebener Wissenschaftler konnte mir auch nur einen belegbaren Vorteil nennen, den Wölfe für unser Ökosystem angeblich darstellen. Wie wären wir auch sonst die letzten 180 Jahre ohne Wölfe ausgekommen ohne unterzugehen?
    Sie sorgen für die Beendigung der Weidetierhaltung und damit für den Verlust von Habitaten von wirklich vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten bei. Kiebitze brüten nicht im Wald, Feldlerchen ebenso nicht, Knabenkräuter benötigen Magerwiesen, die es dann nicht mehr gibt und viele andere mehr. Die Insekten, die Weidetiermist für ihre Vermehrung benötigen werden Sie im Wald auch nicht mehr finden.

    Natürlich landen Nutztiere irgendwann im Schlachthof, da werden ihnen allerdings nicht bei lebendigem Leib und bei vollem Bewusstsein die Gedärme aus dem Leib gerissen. Außerdem gibt es Leute, die von der Tierzucht und -mast leben. Wollen sie denen Berufsverbot erteilen? Wer sind Sie, dass sie sich erlauben derart über Ihre Mitmenschen entscheiden zu dürfen. Freie Berufswahl ist ein Grundrecht! In unserem Rechtssystem haben Menschen nun mal das Recht über Leben und Tod von Tieren entscheiden zu dürfen. Jeder Fuchs, der in einen Hühnerstall einbricht wird erschossen, warum nicht auch Wölfe, die in Weidetierherden einbrechen und menschlichen Siedlungen zu nahe kommen?
    Übrigens in Deutschland leben 2 % Vegetarier und 1 % Veganer.

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