Schermbeck bezieht Stellung zur Atommülleimersuche – Kreis hält weiterhin die Füße still

Die Linke (pd). Im Zuge der deutschlandweiten Suche nach einem Atommüll-Endlager hat die Schermbecker Verwaltung klare Stellung gegen eine mögliche Einlagerung im Gemeindegebiet bezogen. Bereits im Oktober 2020 hatte die Linksfraktion im Kreistag mit einem Antrag darauf gepocht, dass sich auch die Kreispolitik zur Endlager-Suche verhalten soll und muss.

„Obwohl für das nördliche Kreisgebiet erhebliche Gebiete aufgrund von Tongestein-Vorkommen als mögliche Stätten ausgewiesen sind, wollte sich der gesamte Kreistag nicht im Geringsten mit der Thematik beschäftigen. Während die Schermbecker jetzt das Heft des Handelns in die Hand nehmen, ist aus dem Kreishaus wieder nur die Brohlsche Stille politischen Unwillens zu vernehmen“, kommentiert der Vorsitzende der Kreistagslinken, Sascha H. Wagner zum Thema. Für Wagner gäbe es dabei Grund genug, dass sich der Landrat politisch positioniert:

„Wenn ihm schon die unmittelbaren Belange der Bürger*innen im Kreis nicht ausreichen, um aktiv zu werden, sollte sich der Landrat zumindest auf seine Wahlkampfversprechungen auf einen Kreis Wesel als attraktive Tourismusregion besinnen. Den Tourismus können wir an den Nagel hängen, wenn bald neben dem Kreis Weseler Titel als internationale Kieskammer noch der als nationaler Atommülleimer steht.“

Die Linksfraktion appelliert an den Kreisverwaltungschef, es der Schermbecker Verwaltung gleich zu tun und eine entsprechende Beschlussvorlage zur kommenden Kreistagssitzung vorzubereiten und einzubringen.