Zum Welttoilettentag am 19. November informiert der Lippeverband über gereinigte 1.575.338 Kubikmeter Abwassermengen und seine Bedeutung für saubere Gewässer. Die Kläranlage Schermbeck spielte auch 2024 eine wichtige Rolle.
100 Jahre Lippeverband rücken näher
Der Lippeverband steuert auf sein 100-jähriges Bestehen im Jahr 2026 zu. Seit 1926 übernimmt er zentrale Aufgaben der Wasserwirtschaft, die im Alltag oft unsichtbar bleiben. Doch jeder Spülvorgang und jeder Duschgang führt direkt zu seiner Arbeit: der Abwasserentsorgung und -reinigung. Ohne diese Leistungen würde sich die Bevölkerung sofort mit erheblichen Einschränkungen konfrontiert sehen.

Zum Welttoilettentag veröffentlicht der Verband traditionell die Jahreszahlen der gereinigten Mengen. Im Jahr 2024 bereinigten die Anlagen des Lippeverbandes 229.621.105 Kubikmeter Abwasser, im Vorjahr waren es 235.861.063 Kubikmeter.
Kläranlage Schermbeck im Überblick
Auch die Kläranlage Schermbeck leistete einen wichtigen Beitrag. Dort wurden 2024 1.575.338 Kubikmeter Abwasser gereinigt. Die Anlage stammt aus dem Jahr 1970 und wurde zuletzt 1992 erweitert. Sie ist ausgelegt für 16.000 Einwohnerwerte und verzeichnete im Jahr 2023 durchschnittliche Zulaufmengen von rund 50 Litern pro Sekunde.

Bedeutung für Artenvielfalt und Lebensqualität
„In unseren mehr als 50 Klärwerken reinigen wir das Abwasser auf einem hohen technischen Niveau und verbessern kontinuierlich die Gewässerqualität in der Lippe“, sagt Prof. Dr. Frank Obenaus, Vorstand für Wassermanagement und Technik. Die Abwasserreinigung schafft die Voraussetzungen für saubere Flüsse und Bäche und fördert das blaugrüne Leben in den Gewässern. Sie trägt dazu bei, Artenvielfalt zu sichern und natürliche Lebensräume zu stärken.
Die wasserwirtschaftlichen Projekte des Verbandes beeinflussen zudem die Entwicklung der Quartiere entlang der Gewässer. Durch die Zusammenarbeit mit den Mitgliedskommunen entstehen Aufenthalts- und Freiräume, die den Lebenswert der Regionen steigern.
Infrastruktur als Motor der Transformation
Pumpwerke, Abwasserkanäle, Kläranlagen und Hochwasserschutzeinrichtungen bilden die Basis einer nachhaltigen, sozial-ökologischen Entwicklung. „Einst offene Schmutzwasserläufe weichen zunehmend blaugrünen Erlebensräumen, die wir erfahrbar machen“, sagt Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender des Lippeverbandes. Bereits mehr als 90 Kilometer neue Rad- und Fußwege entlang der Flüsse und Bäche seien entstanden. Ohne moderne Abwasserreinigung wäre diese Entwicklung nicht möglich.























