Gemeinde muss sich auf eine neue Leitungsstruktur und Situation in St. Ludgerus Schermbeck einstellen. Ein neuer Pfarrer als Nachfolger für Pastor Klaus Honermann ist derzeit nicht in Sicht.

Keine guten Nachrichten für die Pfarrgemeinde Schermbeck. Wie Weihbischof Rolf Lohmann und Karl Render, Personaldezernent des Bistums Münster, am 23. Juni dem Kirchenvorstand und Pfarreirat mitteilten, ist ein Nachfolger als leitender Pfarrer derzeit nicht in Sicht. Dennoch bleibe, betonten sie, St. Ludgerus als eigenständige Pfarrei bestehen.

Nach dem Ausscheiden von Pfarrer Klaus Honermann aus dem Amt des leitenden Pfarrers der katholischen Pfarrei St. Ludgerus in Schermbeck am Sonntag, 28. Juni, wird es eine neue Leitungsstruktur in der Pfarrei geben.

Pastor Xavier Muppala und die Pastoralreferentin Birgit Gerhards bleiben als Seelsorgeteam vor Ort und sind beispielsweise für die Durchführung und Gestaltung  der Gottesdienste, die Spendung der Sakramente und die Zusammenarbeit mit den Verbänden zuständig. Dies geschieht in enger Abstimmung mit dem Pfarreirat.

Gottesdienststruktur wird gepfrüft

Ob die derzeitige Gottesdienststruktur der neuen Situation angepasst werden muss, soll innerhalb der Pfarrei nach den Sommerferien geprüft werden. Dazu wird die Pfarrei Unterstützung durch die Pastoralberatung des Bistums erhalten.

Pfarrverwalter wird Kreisdechant Stefan Sühling, der gemeinsam mit dem Kirchenvorstand Ansprechpartner für Personal-, Finanz- und sonstige Verwaltungsfragen wird. Render und Weihbischof Lohmann sehen in neuen Leitungsmodellen eine Chance für ein stärkeres Miteinander von Haupt- und Ehrenamtlichen in den Gemeinden und für eine größere Beteiligung an pastoralen Entscheidungen.

Gravierende Personalprobleme

Weihbischof Lohmann stellte klar, dass das Bistum ein gravierendes Personalproblem habe: „Es sind einfach nicht genügend Priester da, die die Aufgabe eines leitenden Pfarrers übernehmen könnten“. Render verwies auf die im Bistum schon begonnenen Überlegungen, aufgrund der zunehmend fehlenden Priester neue Leitungsmodelle in den Gemeinden zu entwickeln, die der Situation vor Ort Rechnung tragen sollen. „Wir müssen in diesem Punkt neu denken. Das Festhalten an alten Strukturen wird der veränderten Situation nicht mehr gerecht“, erklärte der Personaldezernent. 

Gemeinde muss sich auf neue Situation einstellen

Der scheidende Pfarrer Honermann betont: „Auf die neue Situation muss sich die ganze Gemeinde einstellen und die Veränderungen werden sich nicht komplett auffangen lassen. Doch für eine gute Atmosphäre, die dabei hilft, die Herausforderungen zu meistern, können alle Pfarreimitglieder sorgen.“

Trotz der personellen Änderung würden die Entscheidungen im Pastoralplan, der bald veröffentlicht werden soll, verbindlich gelten. Unter dem Titel „Zukunftsplan“ ist darin unter Mitwirkung von Pfarreirat und Kirchenvorstand unter anderem festgelegt worden, wie Seelsorge in Schermbeck geschehen soll, teilt das Bistum Münster mit.

Honermann wird auch nach seinem Weggang aus Wesel am Niederrhein bleiben. Seinen Ruhestand wird er in Xanten verbringen, steht aber in der ganzen Region weiterhin für Gottesdienste zur Verfügung.

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