Edeka in Schermbeck kündigte Optionsvertrag und zieht aus. Gemeinde verhandelt mit dem Hauseigentümer über die Neugestaltung des Grundstücks.

Nach dem unerwarteten Tod des Edeka-Betreibers Thomas Stobinski Anfang Dezember, suchte die Edeka Gruppe für die Filiale an der Erler Straße einen neuen Pächter.

Jetzt ist es amtlich: Aktuell wird es keinen weiteren Edeka Markt in Schermbeck geben. Der Supermarkt schließt zum 31. Juli.

Nach jahrelangen erfolglosen Verhandlungen mit Edeka, kann nun die Gemeinde das Grundstück des Supermarktes neu planen.

Edeka Markt in Schermbeck zieht aus

Pläne wurden blockiert

Seit Jahren steht die Gemeinde mit der Edeka Gruppe, die einen Optionsvertrag hatte, im Gespräch. Etliche Pläne zu einer Neugestaltung des Marktes an dieser Stelle wurden geführt. Alle seien ergebnislos verlaufen, so Bürgermeister Rexforth. „Edeka hat alle unsere Pläne zu einer Neugestaltung an dieser Stelle blockiert. Durch die Vertragskündigung sieht es nun anders aus“.  Die jetzige Situation für eine Neuentwicklung an diesem Standort sieht Rexforth als positiv an.

Nicht mehr zeitgemäß

Nach dem Tod von Stobinski betrieb die Witwe übergangsweise den Markt weiter. Bis heute konnte kein neuer Betreiber gefunden werden. Grund laut Edeka: „Die Voraussetzungen, um überhaupt einen Interessenten für die Filiale zu finden, waren einfach nicht gegeben“, erklärte auf Anfrage der Redaktion Gerd Koslowski, Pressesprecher von Edeka Rhein Ruhr.

Es läge nicht an der Lage, mehr an der Gesamtgröße, die für einen Edeka mit heutigem Standard, ab 1500 qm, viel zu klein ist, so Koslowski.
Darüber hinaus müsse der komplette Laden renoviert werden. Dies sei aber, laut Koslowski, an diesem Standort nicht gegeben.

Edeka Markt in Schermbeck zieht aus

Kein Edeka auf der grünen Wiese

Die Supermarktkette hatte allerdings andere Pläne. Fakt war, so Rexforth, dass Edeka nur in Schermbeck bleibt, wenn sie die Zustimmung des Rates für den Bau eines modernen Marktes an einem anderen Standort bekommen hätten.
Diesen Plänen stimmte der Rat der Gemeinde nicht zu. „Der Wegfall eines Marktes an dieser Stelle wäre der sichere Tod für die Mittelstraße“, betont Rexforth. Und weiter: „Edeka auf der grünen Wiese in Schermbeck wird es definitiv nicht geben“.

Investorenanfragen

Nach der Vertragsauflösung gibt es aktuell zwei Investorenanfragen, die den Einzelhandel weiter an dieser Stelle realisieren möchten. Ebenfalls gab es bereits Gespräche mit dem Hauseigentümer, der eine Kooperation mit der Gemeinde signalisiert hat.

Vorstellbar wäre, so Rexforth, einen vollsortierten Markt mit einer funktionalen, ebenerdigen Parkraumbereitstellung und in Verbindung mit einer Platzsituation mit Ruhemöglichkeiten zu schaffen.

Zukunftsweisende Lösung

Weitere Gespräche stehen mit der katholischen Kirchengemeinde als direkter Nachbar an. Diese signalisierte, dass sie sich einer neuen Lösung nicht verschließen werde.
„Wir versuchen, an diesem alten Standort jetzt eine zukunftsweisende Lösung zu finden. Vor allem möchten wir hier seniorengerechte Wohnungen für Schermbeck, die wir nicht haben, und idealerweise in Kombination mit einem Supermarkt schaffen“, so Rexforth

Petra Bosse

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