Frisch geborenes Kälbchen in Gahlen auf der Weide tot aufgefunden

Lembecker Landwirt vermutet, dass es sich hierbei um den Weseler Wolf handelt, der das frischgeborene Kälbchen auf der Weide gerissen hat.

Am Samstagnachmittag gegen 15 Uhr entdeckte der Lembecker Landwirt Heinrich Becker bei seinem Kontrollgang auf einer seiner Weide im Venn in Gahlen ein totes, frischgeborenes Kälbchen, mit angefressenen Schulterpartien und Nackenbereich. „Ich war erstaunt bei meiner Ankunft darüber, dass alle zehn Mutterkühe total verstört und unruhig waren“, erzählt der erfahrene Landwirt Heinrich Becker betrübt.

Er vermutet, dass es sich hierbei um einen Wolfsriss handelt.

Wolfsriss frischgeborenes Kälbchen in Gahlen
So angefressen fand heute am nachmittag ein Lembecker Landwirt das frisch geborenes Kälbchen auf der Weide in Gahlen

2017 gleiches Bild – gleicher Ort

Seine Vermutung begründet er damit, dass bereits im August letzten Jahres, er genau den gleichen Fall auf seiner Weide vorfand. „Allerdings konnte das Landesamt für Umwelt und Natur (LANUV) keine konkrete Angabe anhand der DNA machen, ob es sich hierbei wirklich um einen Wolfsriss handelt. Sie erklärten, dass es nach länger als 24 Stunden kaum noch möglich sei, dies festzustellen. Gleichzeitig erklärten sie mir, dass es sich hierbei auch um einen Hund oder ein Wildschwein handeln könnte“. Diese Aussage allerdings, so Becker, glaube er bis heute nicht.

Der Landwirt stellte 2017 bereits die Aussage von LANUV infrage. „Ich bin seit über 25 Jahren Landwirt. In der ganzen Zeit habe ich, seit ich meine Flächen in Gahlen gepachtet habe, so etwas noch nie erlebt“.

Ab in den Stall

Der Landwirt hat LANUV informiert. Proben für eine DNA-Analyse sollen nächste Woche entnommen werden. Beunruhigt ist derweil der Landwirt um seine Mutterkühe. „Ich werde sie dann jetzt wohl alle von der Weide in den Stall bringen müssen. Schade, denn aktuell ist nach dem trockenen und heißen Sommer genügend Futter auf der Wiese. Frisches Gras hat uns Landwirte, bedingt durch die große Trockenheit, gefehlt und war recht knapp“.

War es aber diesmal wieder der Schermbecker Wolf, der in den frühen Morgenstunden von Freitag auf Samstag das frischgeborene Kälbchen gerissen hat? Das endgültige Ergebniss vom LANUV wird erst in einigen Wochen vorliegen.

Petra Bosse

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