Die Eskalation im Nahen Osten hat derzeit auch Auswirkungen auf zahlreiche Urlauber aus der Region. Rund 30.000 Reisende deutscher Veranstalter sitzen nach aktuellen Berichten fest, nachdem mehrere Staaten ihre Lufträume wegen des Kriegs in der Region geschlossen und Fluggesellschaften den Betrieb teilweise eingestellt haben. Auch internationale Drehkreuze wie die Flughäfen in den Vereinigten Arabischen Emiraten oder Katar sind von Einschränkungen betroffen.
Rückholflüge laufen, doch die Lage bleibt angespannt
Das Auswärtige Amt hat inzwischen eine Reisewarnung für zahlreiche Staaten in der Golfregion ausgesprochen. Betroffen sind unter anderem die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, Saudi-Arabien, Bahrain, Kuwait, Oman sowie weitere Länder der Region.
Während sich Regierungen und Fluggesellschaften um Rückholaktionen bemühen, bleibt die Situation schwierig. Die Bundesregierung organisiert Sonderflüge, während Airlines versuchen, gestrandete Passagiere über alternative Routen auszufliegen.
Auch Reisebüros stehen derzeit im engen Kontakt mit Veranstaltern, um Lösungen für ihre Kunden zu finden. Christoph Wrobel vom Gahlener Reiseshop erklärt, dass besonders Pauschalreisende abgesichert sind: „Bei Pauschalreisen sind die Veranstalter in der Pflicht, sich um alternative Rückreisemöglichkeiten zu kümmern. Wir unterstützen unsere Kunden dabei als Bindeglied zu den Veranstaltern und versuchen gemeinsam, möglichst schnell Lösungen zu finden. Natürlich können auch wir keine Wunder vollbringen, aber wir setzen alles daran, Alternativen zu organisieren.“
Schwieriger ist die Situation für Urlauber, die ihre Reise individuell zusammengestellt haben. In solchen Fällen greifen die Sicherungsmechanismen der Reiseveranstalter nicht automatisch.
Alternativen für Oster- und Sommerurlaub
Die aktuelle Lage sorgt auch bei vielen Menschen, die gerade ihren nächsten Urlaub planen, für Unsicherheit. Laut Christoph Wrobel reagieren viele Kunden im Gahlener Reiseshop derzeit mit einem verstärkten Interesse an europäischen Reisezielen.
„Wir sehen aktuell eine starke Nachfrage nach Destinationen in Europa, darunter auch nach Zielen, die im Zweifel ohne Flug erreichbar sind. Mallorca und das spanische Festland sind gerade im Frühjahr sehr gefragt. Auch Griechenland bleibt ein Klassiker.“
Für Fernreisen sieht der Reiseexperte weiterhin attraktive Ausweichmöglichkeiten je nach Reisezeit wie zum Beispiel Mauritius, die Seychellen, die ABC-Inseln in der Karibik oder auch die Kapverden.
Innerhalb Europas gewinnen außerdem neue Destinationen an Aufmerksamkeit. Besonders Montenegro und Albanien werden laut Reisefachmann zunehmend als Geheimtipps entdeckt. Sie punkten mit beeindruckender Landschaft und einer wachsenden Zahl hochwertiger Hotels.
Auch die Kanarischen Inseln entwickeln sich immer stärker zu einem ganzjährigen Urlaubsziel. Während sie lange vor allem im Winter beliebt waren, entscheiden sich inzwischen immer mehr Reisende auch im Sommer für die Inselgruppe.
Kreuzfahrten und Flussreisen stehen ebenfalls zur Wahl
Eine weitere Option für kurzfristige Urlaubspläne können Kreuzfahrten sein. Gerade im Frühjahr gibt es hier attraktive Angebote, teilweise sogar noch über Ostern.
Wer es ruhiger angehen möchte, findet auch bei Flusskreuzfahrten oder bei einer Busreise mit BOKA-Tours ab/bis Dorsten interessante Möglichkeiten für einen entspannten Urlaub, weiß Christoph Wrobel aus Erfahrung.
Für Reisende, die aktuell in der Region unterwegs sind, empfiehlt das Auswärtige Amt, sich auf der Krisenvorsorgeliste ELEFAND zu registrieren, regelmäßig die Lage zu verfolgen und bei Flugproblemen direkt Kontakt mit Fluggesellschaft oder Reiseveranstalter aufzunehmen.


