Willi und Ingrid Köster sind seit 60 Jahren verheiratet

Im Dammer Gasthof Pannebäcker feierten Willi und Ingrid Köster am Kilianssamstag im Kreise ihrer Verwandten und Nachbarn ihre diamantene Hochzeit.

Der gebürtige Gartroper Willi Köster wuchs im Kreise von vier Geschwistern auf. An eine unbeschwerte Kindheit war nicht zu denken, zumal bei Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg die Familie häufig zum Nachbarn laufen musste, weil man im eigenen Haus keinen Keller besaß.

Ingrid und Willi Köster feierten am Samstag ihre diamantene Hochzeit. Foto: Helmut Scheffler

Der Krieg hat auch die Biografie der Jubilarin geprägt. Die gebürtige Remscheiderin erlebte den Krieg in Remscheid mit. Als das Haus der Familie im Jahre 1943 von Bomben zerstört wurde, zog Ingrid Heinmöller nach Schermbeck, den Geburtsort ihrer Mutter Julie Stender.

Willi Köster hatte nach der Entlassung aus der Gartroper Volksschule eine Lehre als Elektriker bei der Schermbecker Firma Vengels begonnen. Kilian 1953 musste der Elektrogeselle im Auftrag der Firma eine Reparatur in der Küche der Familie Heinmöller durchführen. „Gehst du mit zu Kilian?“, hat er damals Ingrid Heinmöller gefragt, als sie ihm interessiert bei der Arbeit zuschaute. Sie nahm die Einladung an und so wurde Kilian 1953 zur Schmiede für eine Ehe, die fünf Jahre später zu Kilian – am 12. Juli 1958 – vor dem Hünxer Standesbeamten geschlossen wurde und von Pfarrer Arnolds in der Hünxer Dorfkirche gesegnet wurde.

Nach der Hochzeit wohnte das junge Paar noch zwei Jahre in Schermbeck, bevor der Umzug nach Hamborn erfolgte. Während seine Frau sich vor allem um den Haushalt und die Erziehung ihrer drei Kinder Anita, Manfred und Harald kümmerte, war Willi Köster Mitarbeiter der RWE, wo er bis 1995 als Schaltmeister in einer Schaltzentrale arbeitete.

Seite 1990 wohnten Willi und Ingrid Köster wieder in Schermbeck. Aber erst als Ruheständler hatte der Jubilar die Zeit, sein Hobby, das Filmen, anderen Menschen zu vermitteln. In der Awo bot er jahrelang als Leiter des Film-Clubs Filmkurse an. Köster und einige seiner „Schüler“ haben bei vielen dörflichen Feiern und Ereignissen gefilmt. Als besonders wertvolles historisches Dokument erweist sich heute Willi Kösters Film von der 1200-Jahrfeier Schermbeck.

Willi Köster hat erst für die Awo und seit 2001 bis 2013 für den Verkehrsverein ehrenamtlich Fahrten organisiert. Neben den mehrfach jährlich stattfindenden Tagesfahrten zu anderen Städten, Blumenschauen, Gartenausstellungen und Weihnachtsmärkten hat Köster auch sieben- bis achttägige Fahrten vorbereitet und als ehrenamtlicher Reiseleiter begleitet.

Die weiteren Hobbies, Gartenarbeit und Schmiederarbeiten, hat Willi Köster aus gesundheitlichen Gründen beenden müssen. Umso eifriger widmet sich die Schneidermeisterin Ingrid Köster den Arbeiten in Haus und Graten.

Den Glückwünschen der Kinder Anita, Manfred und Harald, der Enkelkinder Sebastian, Matthias und Lisa sowie der Urenkel Luca und Mia schließt sich die „Dorstener Zeitung“ gerne an mit den besten Wünschen für den nun beginnenden gemeinsamen Lebensweg zur eisernen Hochzeit. H.Scheffler

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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

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