Wie ein Magnet das Ehrenamt angezogen
Schermbeck. Die Ehrenamtsmedaille der Gemeinde Schermbeck, die seit 2008 jeweils in der letzten Ratssitzung verliehen wird, erhält in diesem Jahr der Altschermbeck Hubert Dahlhaus. Die Medaille ist mit einem Preisgeld von 250 Euro dotiert.
Einstimmig entschied sich das für die Auswahl zuständige Gremium für Hubert Dahlhaus. „Mit dieser Ehrung wird sein über viele Jahrzehnte und bis in die Gegenwart andauerndes Engagement in verschiedenen ortsansässigen Vereinen und Institutionen gewürdigt“, teilt die Gemeindeverwaltung mit.
Der heute 79-jährige Altschermbecker Hubert Dahlhaus wuchs schon zeitig in ehrenamtliche Betätigungen hinein. Schon als Dreizehnjähriger trat er einer Jugendgruppe in St. Ludgerus bei. Schon wenig später übernahm er die Leitung einer Gruppe. Als Messdiener nahm er auf der Jugendburg Gemen an einem Seminar für Obermessdiener teil.
Das erste Kinderschützenfest nach dem Zweiten Weltkrieg
Im Sommer 1949 organisierte Hubert Dahlhaus für das Dorf Altschermbeck das erste Kinderschützenfest nach dem Zweiten Weltkrieg. 1949 wurde er Mitglied der neu gegründeten Pfadfinderschaft im Stamm Dorsten. Nach einer Eignungsprüfung übernahm er schon bald die Leitung einer Gruppe.
1950 wurde Dahlhaus Mitglied der Blaskapelle „Einklang“, der er auch heute noch angehört. Eine Zeitlang war Dahlhaus Mitglied des SV Schermbeck. Da das Fußballtraining meist mit den „Einklang“-Proben kollidierte, entschied er sich schließlich dauerhaft für die Blasmusik.
1956 wurde Dahlhaus Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Altschermbeck.
„Vorbeugender Brandschutz“
In der Großgemeinde Schermbeck wurde er 1975 stellvertretender Leiter der aus drei Löschzügen bestehenden Wehr. Nach dem erfolgreichen Besuch des Lehrgangs „Vorbeugender Brandschutz“ war Dahlhaus von 1985 bis 2005 als Brandschutztechniker für die Gemeinde Schermbeck tätig. 1991 erhielt er das Feuerwehrehrenabzeichen in Gold. Seit 1995 ist er Mitglied der Alters- und Ehrenabteilung.
Von September 1979 bis zum September 1997 war Hubert Dahlhaus stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstandes von St. Ludgerus und unter anderem Mitglied des Bauausschusses. Danach ließ er sich vom damaligen Pfarrer Franz-Gerd Stenneken als Friedhofsbeauftragter in die Pflicht nehmen.

Nach der persönlichen Überzeugung „Friedhöfe sind die Visitenkarte der Gemeinde“ ging Dahlhaus an diese Aufgabe heran. Beim Neujahrsempfang 2011 wurde Dahlhaus aus diesem Amt von Pastor Klaus Honermann verabschiedet.
Blaskapelle „Einklang“
Den weitaus größten Teil seiner ehrenamtlichen Aktivitäten widmete Hubert Dahlhaus der Blaskapelle „Einklang“. Als der aus Kamp-Lintfort stammende Dirigent Rudi Beuger 1959 die Blaskapelle verließ, bröckelte die Musikgruppe auseinander. Ein paar Musiker blieben bei der Stange. Dazu gehörte auch Hubert Dahlhaus, der sich damals um die Blaskapelle in besonderer Weise verdient machte. 1960 übernahm er die musikalische Leitung.
Mit dem Organisationstalent Richard Hater an seiner Seite wagte sich Hubert Dahlhaus in den nächsten Jahrzehnten an zahlreiche musikalische Projekte. Im Mai 1995 wurde er als Dirigent des Hauptorchesters verabschiedet. Mit der Übernahme des Taktstockes durch August Krayenbrink im Jahre 2002 konnte Hubert Dahlhaus auch einen Teil der Nachwuchsausbildung abgeben. Geblieben ist seither seine Bereitschaft, den jüngsten Bläser in der Aufbaugruppe den Zugang zur Musik zu erleichtern. Einigen Schüler erteilt er auch heute noch Einzelunterricht. H.Scheffler
























