Nach zehn Jahren änderte der TuS Gahlen seine Beitragssätze

Zufrieden schaute Gerd Rusch als Vorsitzender des TuS Gahlen am Freitagabend im Vereinsheim während der Jahreshauptversammlung auf das zurückliegende Vereinsjahr zurück, das vom Tod der Mitglieder Heinz Dusek, Ute Eickelkamp-Rusch und Willi Schmidt überschattet war.

Nach der Protokollverlesung durch den Geschäftsführer Volker Rademacher berichtete Gerd Rusch den 42 anwesenden Mitgliedern über die Arbeiten

Im Vereinsheim des TuS Gahlen wurden im Beisein der Vorstandsmitglieder Gerd Rusch und Volker Rademacher (v.l.) und des Bürgermeisters Mike Rexforth (3.v.r.) die Jubilare Robert Rademacher, Jörg Olbrich, Anke Stordel, Eva-Maria Krake und Pascal Schulhof (die übrigen Personen v.l.). geehrt. Foto: Helmut Scheffler

des Vorstands im zurückliegenden Jahr und über die Entwicklung des Vereinslebens. Die Zahl der Mitglieder stieg um 35 auf 838. Im Bereich des Breitensports wurden neue Kurse angeboten. Inzwischen können Interessenten unter mehr als einem Dutzend Kursen auswählen, um etwas für die eigene Fitness zu tun. Nach dem Umbau des Aschenplatzes zu einem Kunstrasenplatz im Jahre 2017 wurde im vergangenen Jahr die Flutlichtanlage erweitert und auf LED-Flutlicht umgestellt. Als besondere sportliche Leistungen bewertete Rusch den Aufstieg der ersten Mannschaft in die Bezirksliga und den Gewinn der Stadtmeisterschaft Dorsten durch die Altliga des TuS.

Ein wenig Sorgen bereitet dem Verein die Entwicklung der Finanzen. Zwar verfügt der Verein noch über ein fünfstelliges Finanzpolster, aber in ihrer Jahresbilanz wies Conny Eckold einen Minusbetrag aus. „Es wäre grob fahrlässig, wenn wir nicht frühzeitig gegensteuern würden“, stellte Eckold fest. Der Vorstand hatte bereits im Vorfeld eine Beitragsänderung erwogen, die Carsten Klein der Versammlung erläuterte. Zehn Jahre lang gab es keine Beitragserhöhung, obwohl die Kosten im selben Zeitraum um zwölf Prozent stiegen und der TuS Gahlen seine sportlichen Aktivitäten durch die Beschäftigung qualifizierter Übungsleiter und durch neue Kurse im Breitensport kontinuierlich ausgebaut hat. Hinzu kamen gestiegene Verbandsabgaben.

Für die von Carsten Klein vorgestellte moderate Beitragerhöhung gab es von der Versammlung bei einer Enthaltung grünes Licht. Am 1. Juli werden erstmals die neuen Beträge eingezogen. Grundbetrag für Erwachsene: 62 € (bislang 57 €). Grundbetrag Jugendliche unter 19 Jahren: 45 € (42 €). Jugendliche, die nur Tennis nutzen, zahlen 31 €. Grundbetrag: Familien ab vier Personen 125 € (99 €). Grundbetrag: Familien bei drei Personen: 115 € (99 €). Grundbetrag Eheleute, Lebensgemeinschaften: 110 € (99 €). Auch die Beträge für die Tennisabteilung haben sich geändert und werden auf der Homepage ausgewiesen. Sowohl beim Tennis als auch beim Judo entfallen für Jugendliche die bislang fälligen Zusatzbeträge für die Nutzung weiterer Sportangebote. Als jährliche Steigerung der Einnahmen durch die neuen Beitragssätze geht der Vorstand von 5000 bis 6000 Euro aus.

Werner Krahl leitete die Vorstandswahlen. Der 62-jährige Ingenieur Gerd Rusch wurde einstimmig im Amt des Vorsitzenden bestätigt, das er im Jahre 2000 von Karl-Albrecht Harms übernahm. Krahl dankte Rusch für seine engagierte Arbeit in den zurückliegenden 18 Jahren. Einstimmig wiedergewählt wurden auch Vincenzo Marrali als Leiter der Fußballabteilung, sein Stellvertreter Carsten Klein, Jörg Pachura als Leiter der Tennisabteilung und sein Stellvertreter Barthel Jung, Jan-Gerrit Voigt als Leiter der Breitensportabteilung und seine Stellvertreterin Christel Hemmert-Pottmann.

Langjährige Vereinsmitglieder wurden geehrt, zum Teil in Abwesenheit. Eine goldene Ehrennadel erhielten Elke Flade und Frank Wischerhoff. Eine silberne Ehrennadel für 25-jährige Mitgliedschaft erhielten Henning Beckmann, Rainer Beckmann, Bettina Dejoks, Luise Fengels, Hugo Grütering, Liesel Hemmert, Eva-Maria Krake, Georg Nachbarschulte, Jörg-Johann Olbrich, Andre Rademacher, Robert Rademacher, Pascal Schulhof, Anke Stordel und Fred Szczepaniak.

Für einige bauliche Maßnahmen wie die energieeffiziente Umrüstung der Flutlichtanlage, die Erneuerung der Heizungsanlage und den Einbau einer Blitzschutzanlage bestehen gute Aussichten. Fremdmittel zu bekommen. Bürgermeister Mike Rexforth hat ein neues Förderprogramm ausgemacht, das Zuschüsse speziell für solche Vereins vorsieht, deren Anlagen nicht von der Kommune unterhalten werden.

Das traditionelle Ostereiersuchen findet auch in diesem Jahr am Ostersamstag (20. April) ab 15 Uhr auf der Sportanlage im Aap statt. Am Pfingstsamstag (7. Juni) wird die Gahlener Dorfmeisterschaft auf dem TuS-Gelände auszutragen. Einen genauen Termin für den Team-Cup gibt es noch nicht. Der Gemeindesportvereinsvorsitzende Hans Kutscher hat angeregt, den Termin mit der „Europäischen Woche des Sports“ in der Zeit vom 23. bis 30. September 2019 zu verbinden, an der sich der Kreissportbund Wesel (KSB) beteiligen möchte. Der KSB möchte am 29. September in den Kommunen Alpen, Hamminkeln, Hünxe, Neukirchen-Vluyn, Rheinberg, Schermbeck, Sonsbeck und Voerde Präsenz zeigen. Angedacht ist, dass man sich einer bestehenden Vereinsaktion bzw. Sportstunde anschließt.

Gerd Rusch erläuterte die Unterstützung des Gahlener BürgerForums durch den TuS Gahlen in den Themenfeldern Ölpellets und Wolfsgebiet Schermbeck. H.Scheffler


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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

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