Schermbeck kauft Unternehmensanteile für 247.000 Euro

Durch den Ratsbeschluss per CDU/SPD-Mehrheit soll mehr bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden.

Mit der Ratsentscheidung gegen die Stimmen von Grünen, FDP, BfB und Zukunft Schermbeck ist nun das amtlich, was das Ortsparlament schon Mitte 2020 durch Veranschlagung der notwendigen Kaufsumme im Haushalt 2021 in die Wege geleitet hat: Die Gemeinde Schermbeck kauft sich mit 247.000 Euro in die „Grafschaft Moers Siedlungs- und Wohnungsbau GmbH“ ein. Der Kaufpreis entspricht einem Unternehmensanteil von 2,74 Prozent.

Wohnungsbau im Ort vorantreiben

Laut angenommenem CDU-Antrag soll damit „der Wohnungsbau im Ort vorangetrieben“ und vor allem „bedarfsgerechter und bezahlbarer Wohnraum geschaffen“ werden. Dafür werde sich „die Investition bei einem der führenden Anbieter am linken Niederrhein auszahlen“, meint die CDU-Fraktion. In bisherigen Gesprächen zwischen Verwaltung und Unternehmen sei es bereits um verschiedene Projekte gegangen, die beide Seiten miteinander umsetzen wollen. Um welche es sich dabei handeln könnte, wurde bislang noch nicht konkretisiert.

Fakten zur Wohnungsbaugesellschaft:

Die „Grafschaft Moers Siedlungs- und Wohnungsbau GmbH“ verfügt über 2113 Wohnungen mit einer Gesamtwohnfläche 134.900 Quadratmetern. Das Unternehmen mit Sitz in Kamp-Lintfort beschreibt sich selbst als „kommunale Wohnungsbaugesellschaft“. Ziele seien die Wohnungsbestände langfristig zu halten und „vorrangig eine sozial verantwortbare Wohnungsversorgung für breite Schichten der Bevölkerung“ sicherzustellen. Es wirbt außerdem damit, „alle anfallenden Aufgaben im Bereich der Wohnungswirtschaft, des Städtebaus und der Infrastruktur übernehmen“ zu können

Zu den Aufgabenfeldern gehören:
Bauprojekte verschiedener Art, zum Beispiel die Umwandlung einer Kirche zu Wohneinheiten, die Schaffung barrierefreier Wohnungen, der Bau von Appartementhäusern, Neubau von geförderten Wohneinheiten, Wiederbelebung leerstehender Wohneinheiten und komplette Flächenentwicklungen.