Neuer Verdachtsfall in Kamp-Lintfort – Zahl betroffener Wildvögel steigt
Im Rahmen der vorgeschriebenen Kontrolluntersuchungen in der Drei-Kilometer-Schutzzone um den von Geflügelpest betroffenen Putenmastbetrieb wurde in einem Hobbybetrieb in Kamp-Lintfort am vergangenen Freitag bei Enten die Aviäre Influenza vom Typ H5 festgestellt. Bei der Kontrolle am 6. November 2025 seien die Tiere klinisch unauffällig gewesen. Die Untersuchung von Hühnern aus demselben Bestand habe ein fragliches Ergebnis ergeben.
Damit bestehe auch in diesem Betrieb der Verdacht auf Geflügelpest. Der Bestand, insgesamt 37 Hühner, Gänse und Enten, sei durch Mitarbeitende des Veterinäramtes des Kreises Wesel getötet worden. Die entnommenen Proben seien zur weiteren Untersuchung an das Friedrich-Loeffler-Institut geschickt worden.
Geflügelpest vom Typ H5N1
Die Zahl der tot aufgefundenen Wildvögel, bei denen die Geflügelpest vom Typ H5N1 nachgewiesen wurde, nehme bundesweit deutlich zu. Auch im Kreis Wesel seien zahlreiche Wildvögel untersucht worden. Für folgende Tiere liege inzwischen eine Bestätigung des Erregers vor:
· 2 Wildgänse aus Dinslaken
· 1 Wildente aus Hünxe
· 1 Wildgans aus Xanten
· 1 Wildgans aus Kamp-Lintfort
· 1 Graureiher aus Moers
· 1 Bussard aus Rheinberg
· 1 Wildgans aus Rheinberg
Es sei davon auszugehen, dass die Zahl der Nachweise weiter ansteigen werde. Im gesamten Kreisgebiet müsse derzeit von einem sehr hohen Risiko für die Einschleppung der Geflügelpest in Geflügelbestände ausgegangen werden.
Das Veterinäramt appelliert daher eindringlich an alle Geflügelhaltenden, die Aufstallungspflicht strikt einzuhalten und die geltenden Hygienemaßnahmen konsequent zu beachten. Das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit habe mitgeteilt, dass Tauben von der Aufstallungspflicht ausgenommen werden können. Der Kreis Wesel habe die Allgemeinverfügung vom 30. Oktober 2025 entsprechend angepasst.























