Dennis und Vroni Nappenfeld halten sich mit ihrem Abholservice über Wasser

Schermbeck. Fast sieben Wochen hat das Haus Nappenfeld in Schermbeck wie jede andere Gastronomie schon keinen Gast mehr gesehen. Restaurantbesuche, Familienfeiern oder fröhliche Partynächte leben zurzeit nur in Erinnerungen auf.

„Wir vermissen unsere Gäste sehr,“ bedauert Vroni Nappenfeld die derzeitige Situation. „Einige gehören schon fast zur Familie, ergänzt ihr Mann Dennis. Gerade an der Theke ergeben sich doch oft intensive und tiefgehende Gespräche zwischen den Stammgästen und uns.“ Das fehlt beiden Seiten.

Gastronomie „to go“

Wirtschaftlich reagierte das Unternehmen sehr schnell auf die Bedrohung. Zeitnah mit den Einschränkungen und der verhängten Kontaktsperre starteten die beiden Gastronomen einen „to go“ Dienst, der unter restaurant-nappenfeld.de stark angenommen wird. Mit diesem Angebot hält sich das Ehepaar solange über Wasser, wie die Krise andauert.

Dennis Nappenfeld
Dennis Nappenfeld

„Wir freuen uns schon, endlich in unserem Haus wieder unsere Gäste bedienen zu dürfen. Allerdings muss schon ein Minimum an Ambiente gewährleistet sein. Wer hat schon Lust, einen gemütlichen Abend mit Partner oder Freunden an drei Tischen mit Mundschutz vor und nach dem Speisen zu verbringen?“, fragt Dennis Nappenfeld.

Nicht den Kopf in den Sand stecken

Bis dahin allerdings muss der außer Haus Verkauf die nötigen Umsätze bringen. „Unsere Stammkunden halten uns die Stange, erkundigen sich, geben Mut und Kraft.“ Vroni und Dennis Nappenfeld halten nichts davon, den Kopf in den Sand zu stecken. Mit ihren Gästen gehen sie durch gute und schlechte Zeiten. Für diesen Zuspruch aus der Schermbecker Bürgerschaft, sowie emotional als auch wirtschaftlich, sind die beiden sehr dankbar.

Leckere Burger von Nappenfeld.
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André Elschenbroich
Moin, ich bin André Elschenbroich. Vielen bekannt unter dem Namen Elsch. Der Eine oder Andere verbindet mich noch mit der WAZ, bei der ich 1988 als freiberuflicher Fotojournalist anfing und bis zur Schließung 2013 blieb. Darüber hinaus war ich in ganz Dorsten und der Region gleichzeitig auch für den Stadtspiegel unterwegs. Nachdem die WAZ dicht machte, habe ich es in anderen Städten versucht, doch es war nicht mehr dasselbe. In über 25 Jahren sind mir Dorsten, Schermbeck und Raesfeld mit ihren Menschen ans Herz gewachsen. Als gebürtiger Dorstener Junge merkte ich schnell: Ich möchte nirgendwo anders hin. Hier ist meine Heimat – und so freut es mich, dass ich jetzt als festangestellter Reporter die Heimatmedien mit multimedialen Inhalten aus unserer Heimat bereichern kann.

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