In den letzten zwei Nächten, 24. und 25., sowie vom 25. auf den 26. August hat es erneut wieder Risse im Schermbecker Wolfgebiet in Gahlen gegeben.

Wolfszaun-Gahlen-Gloria

Immer mehr häufen sich die Wolfsrisse im Schermbecker Wolfsgebiet. Jetzt scheint Gloria wieder zurück in Gahlen zu sein. Gleiche mehrere Schafe sowie Damwild waren nun die Beute des Wolfes in den letzten zwei Nächten in Gahlen und an drei unterschiedlichen Stellen, unter anderem auf der Weide von Christiane Rittmann.

Die Zäune sind, wie bei Christiane Rittmann nach dem Vorgaben der Förderrichtlinien errichtet worden, mit sechs stromführenden Drahtlitzen einschl. Untergrabeschutz von außen.

Trotz der Zaunhöhe, die zwischen 1,40 und 1,60 Meter liegt und mit 10.000 V Spannung versehen ist, hat es Gloria geschafft, diesen zu überwinden. Hinzu kommt laut Bürgerforum Gahlen, dass auf der Weide von Rittmann einige Monate lang die Herde durch zwei geliehenen Herdenschutzhunden erfolgreich gesichert wurde.

Ein Antrag auf Förderung der Hunde wurde im Juni abgelehnt. Der Grund: Die Herde sei zu klein. Leider mussten die Herdenschutz-Hunde vor zwei Wochen wieder zurück gegeben werden. Was die reinen Unterhaltungskosten für die zwei HSH anbelange, sie belaufen sich auf rund 5.000€ im Jahr, werden die Erträge aus aus den Schafen abgedeckt.

Wolfsriss-Gahlen-26.-8

Damit steigt die Zahl der gerissenen Tiere alleine nur im August auf 14 Tiere an. Nicht eingerechnet sind hier die verletzten Tiere.

Die Risse in Folge: Zwei Schafe riss der Wolf/Wölfin in der Nacht von Montag auf Dienstag, nachweislich mit Kehlbiss getötet.

In der Nacht vom 25./26. August musste ein Damwild dran glauben. Ein weiteres Damwildkalb stand ebenfalls auf der Speisekarte des Wolfes, sowie zwei weitere Schafe. Insgesamt wurden neben den sechs Rissen drei weitere Schafe durch den Wolf verletzt.

Wolfsriss Gloria von Wesel Gahlen August 2020
Fotos: BürgerforumGahlen

Ob nur die ortstreue Wölfin Gloria G954f und ihr Bruder mit der Kennung GW1587m für die Risse verantwortlich ist, muss anhand der DNA-Spuren nun ausgewertet werden.

Damit steigt die Zahl der gerissenen Tiere binnen eines Monats, sprich August, auf insgesamt 13 Tiere an.

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