Leader-Region Lippe-Issel-Niederrhein – Fünf Kommunen bauen viele Brücken

Leader-Region Lippe-Issel-Niederrhein stellte ihre Arbeitsergebnisse vor

Schermbeck „Wir finden unsere Bewerbung gut“, schaute Wesels Bürgermeisterin Ulrike Westkamp als Vorsitzende der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Lippe-Issel-Niederrhein am Mittwochabend während der Ergebnispräsentation optimistisch in die Zukunft.
Mehr als 90 Mitglieder aus Politik, Wirtschaft, Vereinen und Verbänden füllten den Hamminkelner Ratsaal, wo Bürgermeister Holger Schlierf die Gäste begrüßten und vorab allen Teilnehmern bescheinigte: „Wir haben gut kooperiert und uns vollauf mit der Region identifiziert.“ Die Schermbecker Verwaltung wurde durch den Wirtschaftsförderer Friedhelm Koch vertreten.
Die LAG-Regionalmanagerin Kerstin Jendrek sowie Jan Hoffmann und Pia Lamprecht vom Hamburger Planungsbüro „inspektour“ informierten über die seit der Eröffnungsveranstaltung im Oktober 2014 stattgefundenen Veranstaltungen, interne Gremientreffen und die vielen Gespräche über Entwicklungsmöglichkeiten in der Region.

An der Erarbeitung oder an der Präsentation dreier Handlungsfelder mit insgesamt 71 Projekten waren maßgeblich beteiligt (v.l.): Pia Lamprecht, Jan Hoffmann, Dirk Haarman, Ulrike Westkamp, Angelika Wagner, Jens Ostermann-Schelleckes, Holger Schlierf und Kerstin Jendrek. Foto Scheffler
An der Erarbeitung oder an der Präsentation dreier Handlungsfelder mit insgesamt 71 Projekten waren maßgeblich beteiligt (v.l.): Pia Lamprecht, Jan Hoffmann, Dirk Haarman, Ulrike Westkamp, Angelika Wagner, Jens Ostermann-Schelleckes, Holger Schlierf und Kerstin Jendrek. Foto: Helmut Scheffler

Unter dem Leitmotto „Wir bauen Brücken zwischen …“ wurden alle 71 Projekte zusammengefasst, die von Gruppen der fünf Mitglieder-Kommunen Wesel, Hamminkeln, Voerde, Hünxe und Schermbeck eingereicht wurden. Brücken sollen zwischen Jüngeren und Älteren, Einheimischen und Migranten, helfenden und hilfesuchenden Menschen ebenso gebaut werden wie zwischen regionalen Produzenten und Konsumenten, Mensch und Natur, linker und rechter Rheinseite, Niederrhein und Westfalen, ländlichem Raum und Ballungsraum sowie zwischen den einzelnen Leader-Regionen.
Mit der 120-seitigen zusammenfassenden Dokumentation, die bis zum Rosenmontag in Düsseldorf abgegeben werden muss, bewerben sich die fünf Kommunen um eine finanzielle Förderung innerhalb des Zeitraums bis 2010. Rees und Raesfeld haben ihre Mitwirkung aufgekündigt. Neu dabei sind die Stadt Voerde und der linksrheinische Teil der Stadt Wesel. „Wir haben alle dieselben Probleme und sind dankbar, am Brückenschlag beteiligt zu sein“, freute sich Rainer Gellings vom Bürgerforum Büderich.
In einer Talkrunde, die von Thomas Michaelis aus der LAG-Lenkungsgruppe geleitet wurde, berichteten die Bürgermeister Holger Schlierf (Hamminkeln) und Dirk Haarmann (Voerde), die Dingdenerin Agnes Küpper, die Voerderin Ute Sprock, die Weselerwalder Kräuterpädagogin Jutta Becker-Ufermann und Theo Lemken von der Schermbecker Stiftung Lühlerheim als Vertreter aller beteiligten Gruppen begeistert von dem Entwicklungsprozess der einzelnen Projekte.

Die 71 Projekte wurden unter Berücksichtung dreier Landesziele erstellt, die im NRW-Programm „Ländlicher Raum 2014-2020“ vorgegeben wurden, und im Hinblick auf sechs Prioritäten, die als Teil der EU-Stategie eines intelligenten, nachhaltigen und integrativen Wachstumsprozesses erstellt wurden. Daraus wurden sechs übergreifende Handlungsfelder abgeleitet, aus denen die Leader-Region drei Handlungsfelder formulierte. Zum Handlungsfeld „Demografie, Soziales & Mobilität“ gehören 35 Projekte. Der AK tagt unter Leitung von Kerstin Jendrek am 20. April im Hünxer Rathaus. Zum Handlungsfeld „Regionale Wirtschaft, Vermarktung & Tourismus“ gehören 28 Projekte. Monika Stallknecht leitet am 27. April im Weseler Kreishaus eine Sitzung dieses AK. Acht Projekte umfasst das Handlungsfeld „Energie, Klima, Kulturlandschaft & Ökologie“. Am 4. Mai tagt der AK unter Leitung von Thomas Michaelis im Hamminkelner Rathaus. Die genauen Anfangszeiten der AK-Sitzungen werden rechtzeitig durch die Presse bekannt gegeben.
Mit der Bekanntgabe jener Leader-Regionen, die gefördert werden sollen, wird im Sommer 2015 gerechnet. H.Scheffler

Vorheriger ArtikelAqua-Zumba-Kurs im Schermbecker Hallenbad
Nächster ArtikelNärrische Kolping-Jugend
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.