Unternehmen plant Leitungsbau, der entlang der B58 auch durch Gahlen führen könnte. Gemeinde sieht „Tabuzone“. Verfahren liegt beim Regionalverband.

Das Unternehmen „Open Grid Europe GmbH“ (OGE) will zwei Wasserstoffleitung zwischen Dorsten und Duisburg-Hamborn, bzw. Marl bauen. Beide Streckenführungen sind noch nicht festgelegt. Eine mögliche Trasse könnte aber durch Schermbeck führen.

  • aktuell Suche nach möglichen Trassen
  • dann „Raumordnungsverfahren“ beim RVR
  • Leitungsführung entlang der B58 denkbar
  • Bauamt sieht Naturschutzgebiet Torfvenn als „Tabuzone“

RVR-Verfahren muss Trassenkorridor festlegen

Es war Rainer Eickelschulte, Leiter des Gemeinde-Bauamtes, der in der letzten Sitzung des Planungsausschusses erstmals von den Plänen zu den Wasserstoffleitungen berichtete. „Fachbüros beschäftigen sich aktuell mit der Sondierung zur Trassenführung“, so die Info. Doch zuständig ist jetzt erst einmal der Regionalverband Ruhr (RVR). Denn der muss ein sogenanntes „Raumordnungsverfahren“ einleiten. In diesem könne dann ein „geeigneter Trassenkorridor“ festgelegt werden, hieß es in der Sitzung. Und der könnte eben auch durch Schermbeck führen.

Immer im Einzelfall prüfen

Was das für die Gemeinde heißt? Erst einmal abwarten. Denn das ganze Verfahren „befindet sich in einem sehr frühen Stadium“, erklärt Eickelschulte. Doch der Bauamts-Chef mutmaßt auch, dass die Leitung „vielleicht entlang der B58“ durch Schermbeck-Gahlen geführt werden und damit auch das Naturschutzgebiet Torfvenn queren. Für Eickelschulte ist das eine „Tabuzone“. Muss aber deshalb im Rahmen des Raumordnungsverfahrens nicht automatisch ein Ausschlusskriterium für diese Trassenführung sein. Denn grundsätzlich gilt, dass dabei jeweils im Einzelfall entschieden wird.

Öffentliche Beteiligung nicht vor 2022

Aktuell befindet sich OGE im Vorfeld der Antragstellung. Ein Beteiligungsverfahren soll es im ersten Halbjahr 2022 stattfinden. Dann haben Bürger*innen und Institutionen die Möglichkeit, sich zu den Planungen zu äußern.