Zweites Treffen des Erasmus+ -Projektes fand in Schermbeck statt

Im Rahmen des Erasmus+-Projektes „Pupils teach pupils“ besuchten Schüler aus den Ländern Polen, Rumänien, Spanien, Türkei und Niederlande die Gesamtschule Schermbeck.

Eine Woche lang wohnten die Schüler bei Gasteltern aus dem Kreis der Gesamtschulgemeinde in Schermbeck und Dorsten, die Lehrer im Hotel „Zur Linde“.

Zweites Treffen des Erasmus+-Projektes fand in Schermbeck statt
30 Schüler und 18 Lehrer aus fünf europäischen Ländern besuchen im Rahmen des Erasmus+-Projektes derzeit die Schermbecker Gesamtschule. Dort wurden sie am Donnerstag vom Bürgermeister Mike Rexforth und vom Schulleiter Norbert Hohmann herzlich begrüßt. Foto: Helmut Scheffler

Es ist die zweite Begegnung der fünf Schulen im Rahmen des Erasmus+-Projektes. Zum Auftakt des Austauschprojektes ging es im Dezember des letzten Jahres für die Neuntklässler nach Pamplona in Spanien, wo man unter anderem beim Stadtspaziergang und dem Kochen landestypischer Gerichte die spanische Kultur und die Teilnehmer der anderen internationalen Partner kennenlernen konnte.

Zweites Treffen des Erasmus+Projektes fand in Schermbeck statt

Europafahne in der Aula

Am Mittwoch reisten jeweils sechs Schüler und drei Lehrer der beteiligten Schulen an. Am nächsten Morgen wurden sie im Beisein von mehr als 100 Neuntklässlern der Schermbecker Gesamtschule in der mit der Europafahne geschmückten schuleigenen Aula vom Bürgermeister Mike Rexforth und vom Schulleiter Norbert Hohmann begrüßt.

Zu Beginn der einstündigen Begrüßungsfeier trug die Bläserklasse 5b mit ihrem Klassenlehrer Edgar Möllmann Beethovens „Ode an die Freude“ vor, die seit 1971 als Europahymne fungiert und die Zeile „alle Menschen werden Brüder“ beinhaltet.

„Wir finden es wichtig, dass sich Menschen aus Europa regelmäßig treffen“, hob Schulleiter Hohmann in seiner Begrüßungsansprache hervor. Die EU sei der Garant dafür, dass seit über 70 Jahren fast überall in Europa Frieden herrsche.

Friedliches Europa

Der Zusammenhalt in Europa sei gegenwärtig angesichts der Brexit-Bestrebungen Großbritanniens und der europafeindlichen Ansichten mehrerer Parlamente besonders wichtig. „Wir möchten ein starkes, befreundetes und friedliches Europa“, betonte Hohmann, bevor er den Gästen vier wunderschöne Tage in Schermbeck und an der Gesamtschule wünschte.

Zweites Treffen des Erasmus+Projektes fand in Schermbeck statt

Der Schulleiter dankte dem Organisationsteam, zu dem die Lehrer Rita Kersting, Jaisy Manthuruthil, Sven Merkelbach und Bianca Sadowski gehörten. Für die richtige Beleuchtung und Beschallung sorgten der Lehrer Manuel Michalzik und ein sechsköpfiges Schülerteam.

Seine Begrüßungsworte verband Bürgermeister Rexforth mit einem Dank an die Gesamtschule für „den Mut, sich zu bewerben für das Projekt“. Angesichts des deutlichen Rechtsrucks, der unsere seit Jahrzehnten erkämpften Werte gefährde, sei es wichtig, ein Zeichen zu setzen. Im Zentrum müsse stehen, dass wir nicht nur Europäer seien, sondern über Grenzen hinweg in erster Linie Menschen.

Zweites Treffen des Erasmus+Projektes fand in Schermbeck statt

Alle Schüler erhielten eine Tragetasche mit Literatur zur Gemeinde Schermbeck und zur Gesamtschule, und jede Schule bekam einen von den Schermbecker Dachziegelwerken Nelskamp gegossenen Dachziegel mit einer Aufschrift, die an das Erasmus-Projekt des Jahres 2019 erinnern soll.

Im Anschluss an den festlichen Empfang begannen die Schüler in verschiedenen Klassen mit dem zentralem inhaltlichen Themenbereich des Austauschprojektes, der Unterrichtung von Schülern durch andere Schüler. In zwei Klassen unterrichteten drei Schermbecker Schüler jeweils drei Schüler aller fünf Gastschulen.

Unterricht zum Themenfeld Naturwissenschaften

Dabei ging es um die kulturellen Themen. Spanische Schüler leiteten den Unterricht zum Themenfeld Naturwissenschaften, polnische Schüler stellten Sprache und Literatur in den Mittelpunkt des Unterrichtes. Geschichte stand im Zentrum des Unterrichtes der rumänischen Schüler.

Zweites Treffen des Erasmus+Projektes fand in Schermbeck statt

Um Sozialwissenschaften ging es im Klassenraum, in dem niederländische Schüler unterrichteten. Musik und Kunst vermittelten die türkischen Schüler der Gesamtheit der Gäste. In ähnlicher Weise verlief der Freitagvormittag an der Gesamtschule.

Neben den schulischen Aktivitäten kam auch das außerschulische Vergnügen nicht zu kurz. Im Rahmen einer Rallye lernten die Gäste den historischen Schermbecker Ortskern kennen.

Einkaufsbummel

Am Freitag starteten die Gäste zum Besuch des Oberhausener Gasometers, bevor sie einen Einkaufsbummel unternahmen. Während die Schüler am Samstag bei ihren Gastfamilien blieben, fuhren die Lehrer nach Essen, wo sie unter anderem die Villa Hügel besuchten. An zwei Abenden trafen sich die Lehrer zu einem gemeinsamen Abendessen.

Zweites Treffen des Erasmus+Projektes fand in Schermbeck statt

Bis zum März 2020 werden die weiteren Partnerschulen in Polen, Rumänien, in der Türkei und in den Niederlanden besucht. H.Sch.


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Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.