Erster Poetry Jam im YOU Schermbeck unter dem Titel „Kunst im Keller“
Temperamentvoll, poetisch, rasend schnell oder romantisch und mit Tränen in den Augen. Sieben junge Jammerinnen und Jammer traten beim ersten Poetry Jam im Schermbecker Jugendzentrum, You an der Kempkesstege auf.

Entspanntes Plaudern
Unter dem Titel „Kunst im Keller“ hatte jeder der Teilnehmer seine eigene Performance und seinen eigenen Stil. Geschliffene Texte fügten sich wie von selbst in ein entspanntes Plaudern ein. Dafür hatten die Akteure mit ihren selbst geschriebenen Texten, die die Tiefen des Lebens und der Gefühle beinhalteten, gerade mal nur fünf Minuten Zeit.

Dieser Jam-Session vorausgegangen waren vier erfolgreiche Poetry Slams, bei denen Schülerinnen der Schermbecker Gesamtschule unter Anleitung ihre selbst geschriebenen Texte vortrugen. Eine Gruppe von sechs Oberstufenschülern und dem freischaffenden Künstler Julian Gauda wollten nun etwas Neues versuchen.
Die Welten in mir
Mit dabei war die 17-jährige Marisa Brüninghoff mit „Die Welten in mir“. Sie ist, wie alle anderen an diesem Abend, keine Debütantin und hat in jüngster Vergangenheit bereits am Poetry Slam der Gesamtschule mitgemacht. Grund: Sie hat Spaß am Schreiben: „Hierbei kann ich meinen Gefühlen freien Lauf lassen“, berichtet die Jugendliche.

Im Gegensatz zum Slam habe der Jam, wie der 30-jährige Julian Gauda erklärt, keinen Wettbewerbs-Charakter. „Es ist eine offene Bühne für alle Menschen. Jeder kann mitmachen. Nicht nur mit Textbeiträgen, sondern es gibt die Möglichkeit zum Rappen oder zu Hip-Hop-Einlagen. So wie jeder kann.“
Großes Potenzial
Gauda arbeitet seit Jahren mit den Schermbecker Gesamtschülern zusammen und sagt, dass das Interesse an dieser Art der Veranstaltung und das Potenzial groß seien. „Heute sind alle Teilnehmer ganz heiß auf ihren Auftritt. Ich empfinde es im Allgemeinen als eine gute Idee, den Jugendlichen hier im You eine Plattform für ihr Können zu bieten und es offen für alle zu machen“, ergänzt Gauda.

Teilnehmer Lucas Langenfels bezeichnet seinen Text über „persönliche Musik“ als eine kleine Legende und Torben Weffers befasste sich mit dem Thema IT und „Das Programm, was alles kann“.
Premiere für Bloody left side
Mächtig was auf die Ohren gab es in der Pause von der hauseigenen Band des You „Bloody left side“.
Die Musikerinnen und Musiker scharrten im Vorfeld schon mit ihren Füßen. „Sie kommen frisch aus unserem Proberaum und haben heute ihren ersten Auftritt. Dafür haben sie ein halbes Jahr geprobt und es war an der Zeit, dass sie nun auf die Bühne kommen“, so Patrick Bönki, Jugendleiter im You.

Beim Publikum kam die Veranstaltung gut an. Aber wie geht es nach dieser ersten Show weiter? Lukas Lankes: „Wir schauen uns heute mal an, wie wir es weiterführen. Überlegen aber, ob wir es vielleicht zwei- oder dreimal im Jahr hier im You anbieten, wissen aber noch nicht, in welchem Spektrum“.
Petra Bosse























