Als die heutige Blaskapelle „Einklang“ im Jahre 1923 unter der Federführung des Dechanten Johannes Vrey gegründet wurde, war die jetzige Ludgeruskirche gerade erst acht Jahre alt. Ein halbes Jahrhundert lang bestand die wichtigste Aufgabe der ehemaligen KAB-Kapelle darin, Musik zum Lobe Gottes erklingen zu lassen.Blaskapelle Einklang
Die eigenen Wurzeln im Umfeld der Ludgeruskirche hat der seit 1973 als Kapelle „Einklang“ auftretende selbstständige Verein nie vergessen und es als selbstverständlich angesehen, einen Beitrag zu den ganzjährigen Feiern des 100-jährigen Kirchbau-Jubiläums zu leisten. Am Sonntagnachmittag diente die Jubiläumskirche den mehr als 90 Blasmusikern als der größte Konzertsaal der Gemeinde Schermbeck. Eineinhalb Stunden lang bewiesen die von den beiden Dirigenten August Krayenbrink und Hubert Dahlhaus geleiteten drei Gruppen die große Bandbreite ihres weltlichen Repertoires. Mit der 27-jährigen Altsaxofonistin Esther Schlamann führte erstmals ein aktives Mitglied der Kapelle durch ein Konzertprogramm. Ihre lehrreichen Informationen wurden ergänzt durch eine Bilder-Show, die zu den einzelnen Kompositionen passten.

Dafür ist 2Einklang" bekannt. Seit Jahren weredn die Musiktitel mit lehrreeichen und erbaulichen Hintergrundinformationen vershen. Diesmal übernahm Esther scghlmann diese tolle Ergäntzung des Konzertes. Foto: Helmut Scheffler
Dafür ist „Einklang“ bekannt. Seit Jahren werden die Musiktitel mit lehrreichen und erbaulichen Hintergrundinformationen versehen. Diesmal übernahm Esther Schlamann diese tolle Ergänzung des Konzertes. Foto: Helmut Scheffler

Als das Foto der Musiker aus dem Gründungsjahr 1923 gezeigt wurde und die etwa 400 Besucher das Lied „Lobe den Herren“ sangen, marschierten sieben Bläser im Outfit der 1920er-Jahre durch den Mittelgang zum Altar. Die anschließende Darbietung von Carl Wittrocks „Praise to the Lord“ durch das Hauptorchester baute auf dem „Lobe den Herrn“ auf.

Mehr als 90 Musiker dreier Gruppen der Blaskapelle „Einklang“ begeisterten am Sonntag in der Ludgeruskirche mit ihrem Konzert etwa 400 Besucher. RP-Foto Scheffler
Mehr als 90 Musiker dreier Gruppen der Blaskapelle „Einklang“ begeisterten am Sonntag in der Ludgeruskirche mit ihrem Konzert etwa 400 Besucher. Foto: Helmut Scheffler

Im weiteren Verlauf des Konzertes wechselten das im weiten Halbrund um den Altar sitzenden Hauptorchester, das Jugendorchester und das Aufbauorchester einander ab. Das Programm ergänzten von der Orgelempore aus der Trompeter Siegfried Gabler und der Organist Josef Breuer um den ersten Satz einer Sonate von Georg Philipp Telemann.
So breit gefächert und weit mehr als Stimmungsbringer bei Schützenfesten kann Blasmusik sein. Das Jugendorchester präsentierte die spritzige und spannende „Funky“-Komposition „Speed“ des Niederländers Ivo Kouwenhoven, schilderte im „Paso doble“ musikalisch einen Stierkampf und bescherte den begeisterten Zuhörern mit Jacob de Haans „Pump it up“ eine unbändig vorwärtsstürmende Musik voller Tanzlust mit spannenden Melodielinien und schwungvollen Rhythmen.
Die Nachwuchsbläser des Aufbauorchesters präsentierten mit „Go tell it on the mountain“, „Who did swallow jo-jo-jonah“ und „Swing low, sweet Chariot“ ein Medley der bekanntesten Spirituals, luden in ihrem zweiten Part zu einem musikalischen Gang durch die vier Jahreszeiten ein und stellten gegen Ende des Konzertes Edward Fischers Musikstück „Land of hope and glory“ vor, das neben der offiziellen britischen Nationalhymne zu einer weiteren nationalen Hymne wurde.
Als das Hauptorchester Wadas „Voyage into the Blue“ einstudierte, konnte es die jüngste Flugzeugkatastrophe nicht vorausahnen. Mit der Komposition „Status of Liberty“ wurde an die Pracht und Größe der Freiheitsstatue erinnert. Mit der „Jupiter Hymn“ hatten die Bläser eine sehr feierliche und prachtvolle Hymne ausgewählt, die durch das Weltall zum großen Jupiter führte. Wenig später steuerte das Orchester drei Passagen aus dem Musical „West Side story“ und Robbie Williams` Single „Angels“ zum Konzert bei. Im Finale erinnerten die Musiker an Michael Jacksons Hit „Heat the world“.
Seinen Dank an das Orchester, die Dirigenten und die Moderatorin ergänzte der „Einklang“-Vorsitzende Winfried Striewe um einen Dank an den Löschzug Altschermbeck für die Feuerwache, an Thomas Bienbeck fürs Aufhängen der Werbebanner und an Pastor Klaus Honermann für die Bereitschaft der Kirchengemeinde, ihr Jubiläums-Gotteshaus fürs Konzert zur Verfügung zu stellen. H. Scheffler

In der Aufbaustufe von „Einklang“ treten 23 Musiker auf, im Jugendorchester 25 und im Hauptorchester 63. Hinzu kommen noch 50 Jungen und Mädchen der Musikschule, die von sechs ausgebildeten Musikern unterrichtet werden. Hubert Dahlhaus leitet das Aufbauorchester, August Krayenbrink das Vororchester und das Hauptorchester.

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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

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