Schermbecker Gemeinschaftsgrundschüler sangen, tanzten und trommelten eine Woche lang

Schermbeck Der Aufwand hat sich gelohnt. Mit einer sorgfältig vorbereiteten und toll gelungenen Aufführung endete gestern das einwöchige Projekt „Trommelzauber“ an der Gemeinschaftsgrundschule. Dass vor den vielen Eltern, Großeltern und Geschwistern am Nachmittag eigentlich nichts schief gehen könnte, bahnte sich bereits bei den morgendlichen Generalproben der beiden Gruppen an, die von den Schermbecker Kindergärten besucht wurden.

24.01.2014 155
Zaubertrommel in der Gemeinschaftsgrundeschule Schermbeck 2014

Die beiden Aufführungen fanden in der schuleigenen Turnhalle statt, die an den Wänden mit vielen zum Thema „Leben in Afrika“ passenden Plakaten und Bildern geschmückt worden war. Ein Löwe hatte sich behaglich unter einem Baum ausgestreckt, in dessen Zweigen ein Affe das lustige Treiben der Kinder aufmerksam verfolgte.

In farbenprächtigen Kostümen traten die Kinder vor die Zuschauern. Einige Mütter hatten in den letzten Tagen fleißig an der Nähmaschine gesessen und Kostüme für Affen, Krokodile, Bäume, Sterne und Muscheln an Sandstränden geschneidert.

Unter Leitung von Hawi Valentin-Gamazo, einem Mitarbeiter der Tamborena GmbH, hatten die 195 Kinder die Geschichte der beiden Kinder Juju ( Lea Horstmann/Hendrik Hemmert) und Siyabonga (Julie Wegjan/Carolin Hochstrat) einstudiert, die sich, mit dem Segen der Eltern versehen, aus ihrem Dorf verabschiedeten, um die Zaubertrommel zu suchen, mit deren Hilfe die lange Trockenzeit mit ihren verheerenden Folgen für den Ackerbau beendet werden konnte. Begleitet vom Gesang des Mut-Mach-Liedes „Ma-ma Schim-ba-la-ja“, gelangten Juju und Siyabonga zunächst in einen Zauberwald, wo sie vom ältesten Baum ein Stück Zauberholz erhielten. Unterwegs gab es Hilfestellung von den Krokodilen, auf deren Rücken die Kinder flussabwärts gelangten, und von den Sternen, die den Schlaf der beiden beschützten.

An einem Kürbisfeld vorbei gelangten die beiden Kinder zu den Muscheln am Meeresstrand und zum Zaubertier „Sai Sai“, das den beiden Kindern eine seiner sieben Zauberhäute schenkte, nachdem sie ihm zuvor versichert hatten, immer gut mit den Tieren umzugehen.

Die Reise der Kinder endete bei einem alten Zauberer, von dem sie schließlich als Belohnung für den guten Umgang mit Pflanzen und Tieren jene Zaubertrommel erhielten, mit deren Hilfe nach der Rückkehr ins eigene Dorf der große Regen herbeigetrommelt werden konnte.

Als Zugabe gab`s von allen Kindern ein Lied, das Singen, Tanzen und Trommeln als die einwöchige Beschäftigung noch einmal zusammenfasste. H. Scheffler

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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

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