Ein Leserbrief an alle Schermbecker
Glasfaser! Aha. Wow.
Aber was ist das denn eigentlich? Und was soll ich damit? Und ich bin über 70, damit hab ich gar nichts mehr am Hut…
Endlos viele Fragen haben sich in den letzten Wochen in Schermbeck aufgetan. Und Verunsicherung. Hilflosigkeit. Gleichgültigkeit. Auch Unmut.
Nun ist nicht mehr viel Zeit für Eure/unsere Entscheidung, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Der Stichtag ist der 18. April! Montag.
Wir haben es in der Hand, schnelles Internet nach Schermbeck zu holen – wir Bürger ganz allein!
Was, wenn wir die 40%-Hürde nicht schaffen? Wir stehen bei 22%…
Nun, könnt ihr euch vorstellen, dass der Standort Schermbeck zumindest für Gewerbetreibende nicht mehr interessant sein könnte, weil die Datenübertragung einfach zu langsam ist und man seine Arbeit nicht mehr zeitgerecht leisten kann?
Dass unsere Kinder und Enkel in 10 Jahren an Home-Office-Arbeitsplätze nicht mal zu denken brauchen? Dass viele Menschen woanders hinziehen werden – z. B. nach Raesfeld, wo die Glasfaser ja kommt.
Was das bedeutet?
Ganz einfach: Weniger Gewerbesteuern für Schermbeck, somit weniger Ausbau/Instandhaltung von Arbeitsplätzen, Schulen, Spielplätzen, ach und so viel mehr!
Ja, heute schwer vorstellbar, geht es doch nur um ein bisschen Internetgeschwindigkeit…
Nein, nein, es geht ganz klar um unser aller Zukunft, auch wenn das heute wie ein Hirngespinst aussieht.
Als ich mit 13 Jahren zum ersten Mal einen Walkman mit Cassette in der Hand hielt, wäre ich niemals auf die Idee gekommen, was die Zukunft für uns bereithalten könnte.
Heute bin ich knapp 49, und irgendwie wiederholt sich da gerade etwas…
Aber heute bin ich beteiligt und darf mitbestimmen. Was für eine Chance!!
Schermbeck, wir können das gemeinsam noch schaffen!! Informiert euch bitte im Service-Point auf der Mittelstrasse, sprecht mit Nachbarn und Bekannten, schaut in die Facebook-Foren oder was auch immer – ihr habt keine Nachteile durch diese „Neuerungen“. Aber ohne diese „Veränderungen“ werden die nachfolgenden Generationen große Nachteile hier haben.
Wenn Schermbeck es nicht schaffen sollte, bedeutet das z. B. für meinen Mann und mich, dass wir nicht hier bleiben werden. Und das stimmt uns sehr traurig, weil wir diese Gemeinde längst total lieb gewonnen haben.
Also: GO!! Für Schermbecks Zukunft! Auch wenn ihr zum jetzigen Zeitpunkt noch gar keinen Sinn darin mögen seht.
Herzlichen Dank fürs Lesen sagen Michaela und Wolfgang Grebe aus Altschermbeck























