Standpunkt der SPD Fraktion zur Schullandschaft Schermbecks:

Wir möchten uns Frau Steigerwalds abschließenden Worten von Donnerstag, den 05.09.19, anschließen, als sie das pädagogische Schulkonzept vorstellte und uns Politiker daran erinnerte, dass wir jetzt schon Jahre für die Beantwortung der Frage nach einer neuen Schullandschaft für Schermbeck benötigen.

Sie sprach für das Kollegium und sich selbst die Hoffnung und den Wunsch aus, jetzt nicht noch einmal solange warten zu müssen, bis diese Frage abschließend bearbeitet wird.

Die SPD hat in den letzten Jahren immer wieder über die Frage einer neuen Schullandschaft für Schermbeck diskutiert. In den letzten Wochen wurde uns zusätzliches Informationsmaterial zur Verfügung gestellt und wir konnten uns sogar eine kürzlich renovierte und erweiterte Schule anschauen.

Aus unserer Sicht ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, Farbe zu bekennen. Jeder sollte nun in der Lage sein, sich für eine Variante zu entscheiden. Jede weitere Information bekräftigt nur die jeweilige Meinung zur Schullandschaft.

Die SPD positioniert sich klar und deutlich!

Die SPD ist für eine Zusammenlegung beider Schulen und darüber hinaus für einen Neubau auf dem noch zu erwerbenden Grundstück an der Weseler Straße. Nur ein Neubau kann die heute bekannten pädagogischen Erfordernisse berücksichtigen, während eine Renovierung und Umbau der bestehenden Gebäude immer nur eine Kompromisslösung für die pädagogische Arbeit bedeuten kann; und das dann für Jahrzehnte!

Wir alle wissen, dass in einem optimal gestalteten und eingerichteten Schulraum nicht nur die Motivation, sondern auch die Leistung der Schüler zunimmt. In einer schönen Umgebung lebt und lernt es sich besser.

Weiterhin wurden aus unserer Sicht in den letzten Wochen die Bedürfnisse des Lehrerkollegiums zu wenig berücksichtigt. Wenn die Pädagogen immer nur Kompromisse eingehen müssen, weil die Räumlichkeiten unzureichend sind, sie sich mehr auf die Organisation konzentrieren als auf die Schulung unserer Kinder, kommt im Laufe der Zeit Frust auf. Der Neubau würde den Standort Schermbeck für Lehrer*Innen attraktiver machen. Darüber hinaus könnte sich Schermbeck als Vorbild für die Attraktivität des Lehrerberufes entwickeln, die der Beruf so dringend nötig hat. 

Petra Felisiak
Vorsitzende SPD Ortsverein Schermbeck stellv. Fraktionsvorsitzende

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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

1 KOMMENTAR

  1. Auch diese Ausprägung der Partei ist einfach nur noch peinlich. Von welchen „pädagogischen Erfordernissen“ sprechen Sie bitte? Also wäre hier irgendetwas restlos bewiesen gut. Gerade bei den nordrhein-westfälischen Bildungsexperimenten der letzten Jahrzehnte darf man eigentlich ein minimalismus an Skepsis und kritischer Würdigung erwarten. Stattdessen wird einfach ohne Differenzierung nur kritiklos Beifall geklatscht. Also würden die elementaren Probleme, die im Schulstoff und dessen Konzeption begründet sind, durch ein face-lifting der Räumlichkeiten plötzlich verschwinden. Genau der gleiche Unsinn wie „Digitalisierung der Schulen“. Als wäre der Schulstoff plötzlich besser konzipiert, wenn man das Medium ändert.

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