Der Bürgerprotest gegen geht gegen das geplante Großtierkrematorium in Schermbeck weiter.

Schermbeck (pd). Am vergangenen Donnerstag trafen sich erneut Bürgerinnen und Bürger Schermbecks, um den aktuellen Stand zum geplanten Großtierkrematorium am Kapellenweg / Ecke Hufenkamp zu diskutieren.

Tierkrematorium Schermbeck

Die Initiative gegen den Bau eines Großtierkrematoriums schreibt:

Die Anwesenden befürchten am gewählten Standort Nachteile für AnwohnerInnen und benachbarte Gewerbebetriebe. Durch die immer noch ausbleibende Aufklärung der Öffentlichkeit durch die Gemeindeverwaltung fühlen sich die Betroffenen überrumpelt. Viele Fragen stehen im Raum, die nur durch die Verwaltung beantwortet werden können.

Vor allem werden Belastungen durch Lärm, Gerüche und Schadstoffe befürchtet. Das von dem Betreiber vorgelegte Gutachten konnte die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger nicht beseitigen. Vielmehr wirkt das Gutachten auf den ersten Blick in sich nicht schlüssig und beinhaltet an einigen Stellen widersprüchliche Angaben. Selbst bei einem ordnungsgemäßen Regelbetrieb kann es immer wieder zu Störfällen kommen, wie es auch Beispiele aus anderen Kommunen mit kleineren Tierkrematorien zeigen.

An dem geplanten Standort in Schermbeck ist ein 24-Stundenbetrieb in drei Schichten an sechs Tagen in der Woche sowie bedarfsorientiert an Sonn- und Feiertagen vorgesehen. Nach Aussage des Betreibers handele es sich um das größte Tierkrematorium Deutschlands.

Aus Sicht der protestierenden Bürgerinnen und Bürger gehört ein solches Großtierkrematorium nicht an diesen Standort. AnwohnerInnen und Beschäftigte im direkten Umfeld befürchten z.B. bei Störfällen besonders hohe Emissionswerte und vermehrte Geruchsbelästigungen. Zudem haben Gewerbetreibende im direkten Umkreis Bedenken, dass es für ihre Beschäftigten psychisch belastend sein könnte, die Verbrennung toter Tiere in ihrer Nähe zu wissen.

Fakt ist, es gibt für Großtierkrematorien dieser Größenordnung kaum Erfahrungswerte. Bislang existiert lediglich ein Großtierkrematorium in Schwäbisch Hall. Die Eröffnung fand im vergangenen Jahr statt. Die Anlage dort ist wesentlich weiter von einer Wohnbebauung entfernt, als es die städtebauliche Situation in Schermbeck hergibt. Mit 300 Metern zum nächsten Wohnhaus, das sich im reinen Wohngebiet befindet, ist es den Protestierenden viel zu nah.

Wenn auch nur das geringste Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung und Anlieger besteht, dürfen die Gemeindeverwaltung und die Politik die Pläne für dieses Bauvorhaben nicht weiter unterstützen!

Mit der laufenden Unterschriftensammlung gegen den Bau des Großtierkrematoriums am Kapellenweg möchten die Bürgerinnen und Bürger ihre ablehnende Haltung zu diesem Bauvorhaben deutlich machen und dies gegenüber der Gemeindeverwaltung und den
politischen Gremien aufzeigen. Die Unterschriftenlisten liegen in Schermbecker Geschäften aus.

Die Bürger-Initiative

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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

1 KOMMENTAR

  1. Auch bei dem Bioenergie Betrieb zwischen Schermbeck und Dorsten Holsterhausen wurde versprochen, es würden keinerlei Probleme oder Belastungen auftreten…
    Aber fast jedesmal, wenn ich dort hergehe, weil dort eine meine Nordic Walking Strecken entlang führt, stinkt es zum Himmel, und ich kann bloß die Luft anhalten, und zügig vorbei gehen.
    Wir haben schon mehrere Großtierzuchten mit entsprechender Geruchsbelästigung, außerdem * buckeln * wir ohnehin so Einiges ( bei Interesse gern in meine öffentlichen Alben schauen ), also warum sollten wir für die finanziellen Interessen einer Einzelperson uns derart gefährden und beeinträchtigen lassen?
    Es wird hier ohnehin aus den Niederlanden schon Gülle verbracht… Selbst gesehen, geknipst, und… gerochen….Was uns Bürgern, die immerhin auch Steuern zahlen, gewaltig * stinkt* !
    Was uns Bürgern

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