Es gibt Geschichten, die gehen unter die Haut. Ganz besonders, wenn sie von Menschen erzählen, die man kennt.
So eine Geschichte ist die von Miriam Höller. In Schermbeck und Umgebung kennen viele sie persönlich. Sie ist hier groß geworden, zur Schule gegangen, hat ihre Ausbildung in Dorsten absolviert und von hier aus eine atemberaubende Karriere als „Action-Model“ gestartet. Es schien nur eine Richtung zu geben: steil nach oben. Bis zu jenem Tag, als sich mit einem Schlag alles änderte. Ohne Vorankündigung.
Schonungslos offen
In ihrem Buch „Das Leben ist ungerecht – und das ist gut so“ schildert Miriam Höller eindrucksvoll die Höhen und Tiefen ihres Lebens. Ihre Geschichte ist nicht nur die eines außergewöhnlichen Erfolgsweges, sondern auch eine des tiefen persönlichen Verlusts. Schon als Kind war sie voller Energie, lotete immer wieder Grenzen aus. Inspiriert vom Stunt-Team im Movie Park Bottrop wurde sie zur professionellen Stuntfrau, war Kandidatin bei Germany’s Next Topmodel, moderierte das Automagazin Grip und gründete schließlich sogar ein eigenes Stunt-Team.
Eine steile, unaufhaltsame Karriere
Eine steile, unaufhaltsame Karriere. Doch ein schwerer Unfall während eines Helikopter-Stunts veränderte alles. Miriam Höller erlitt schwere beidseitige Fußfrakturen. Das abrupte Ende ihrer aktiven Stuntkarriere. Als sie sich langsam von diesem Rückschlag zu erholen beginnt, trifft sie der nächste Schlag. Ihr Lebenspartner stirbt bei einem Hubschrauberabsturz. Miriam Höller beschreibt diese Phase ihres Lebens nicht mit Abstand, sondern mit schonungsloser Offenheit.
Verzweiflung, Sprachlosigkeit und das Gefühl völliger Machtlosigkeit
Sie schildert, wie sich Verzweiflung, Sprachlosigkeit und das Gefühl völliger Machtlosigkeit anfühlen und stellt die Frage, wie man weiterleben kann, wenn alles zusammenbricht. Aus der Antwort auf diese Frage entsteht die Kraft dieses Buches. Nicht durch eine strahlende Heldin, sondern durch die Offenheit, mit der Miriam Höller ihre Brüche, Zweifel und Schmerzen zeigt und gleichzeitig den Mut, immer wieder aufzustehen. Sie macht erfahrbar, wie sich selbst aus schwersten Krisen neue Wege auftun können.
Ihre Geschichte wird so auch zu einem Anstoß für andere Menschen. „Das Leben ist ungerecht – und das ist gut so“, sagt sie, ein Satz, der innehalten lässt und zugleich Hoffnung schenken kann. Erschienen ist „Das Leben ist ungerecht“ im Ullstein Verlag (Econ):
- Umfang: 320 Seiten
- Ausstattung: 42 Abbildungen
- ISBN: 978-3-430-21123-9
- Ausgabe: Klappenbroschur
- Preis: 20,00 Euro
- Zusätzlich verfügbar: eBook-Ausgabe























